Karl Perfler und Barbara Fleischmann
Einige der Werke, die in der Tschenglsburg ausgestellt waren.

Für sie die erste, für ihn die letzte

Wenn Kunst ein Kapitel schließt. Barbara Fleischmann präsentierte ihre Werke in der Tschenglsburg.

Publiziert in 2 / 2026 - Erschienen am 27. Januar 2026

TSCHENGLS - Für Barbara Fleischmann war es eine Premiere in der Tschenglsburg und ihre erste größere Ausstellung überhaupt. Für Kultur-Gastwirt Karl Perfler hingegen bedeutete es das Ende eines Kapitels. Bis Anfang Jänner stellte die Künstlerin aus Goldrain in den Gemäuern der Burg unter dem Titel „Freiheit im eigenen Sein“ ihre Bilder aus. Es war die letzte von rund 70 Ausstellungen, die in den vergangenen fast 15 Jahren stattgefunden hatten, seit Karl Perfler die Burg bewirtschaftete. Barbara Fleischmann, geboren im schweizerischen Luzern, kam der Liebe wegen Mitte der 1980er Jahre in den Vinschgau. In Goldrain heiratete sie ihren Luis. Von der Malerei war sie schon früh beeindruckt. „Ein Film über die Malerei hat mich schon in jungen Jahren begeistert und fasziniert“, erinnert sie sich. Mit dem Malen hat sie aber erst viel später begonnen. Durch Vorträge und Fortbildungen tauchte sie tiefer in die Kunst der Malerei ein. Mit Acryl malt Fleischmann auf Leinwand, Holz und anderen Unterlagen. Ihre Werke können der abstrakten Kunst zugeordnet werden. „Ich male keine konkreten Motive, sondern arbeite intuitiv. Beim Betrachten entstehen unterschiedliche Eindrücke“, erklärt die Künstlerin. 

Die Burg als passende Bühne

Ein Bild von ihren Werken kann man sich auch im Betrieb „Fleischmann Kitchen and Living“ in Goldrain machen, wo mehrere Bilder ausgestellt sind. Barbara Fleischmann, mittlerweile pensioniert, ist mit dem Unternehmen eng verbunden. Jahrelang leitete sie den Betrieb gemeinsam mit ihrem Mann Alois; mittlerweile führt ihn Sohn Simon. Luis, gelernter Tischler, fertigte übrigens die hölzernen Unterlagen vieler Werke an, die in mehreren Räumen der Burg ausgestellt waren. Die Bilder und die Gemäuer der Tschenglsburg ergänzten sich schließlich optimal und boten eine würdige „finale“ Ausstellung für Burgherr Karl Perfler. Zur Erinnerung: Wie in der letzten Ausgabe (siehe der Vinschger 01/2026) berichtet, zog es den Wirt nach Matsch, wo er Anfang Februar den Gasthof Weisskugel eröffnet und auch dort Kunst und Kultur einen Raum geben will. 

Michael Andres

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