Guido Moser öffnet seine Natur-Kunst-Welt
Stilfser Brücke - Kunst, Therapie, Natur und Spiritualität: Dies und mehr bietet Guido Moser in seinem Haus Nr. 16 in Stilfser Brücke. Am 3. und 4. Oktober gewährte er im Rahmen von Führungen Einblicke in seine besondere Kunst-Welt und führte die Gäste durch die Außen- und Innenräume. Nach 30-jähriger Präsidentschaft des mittlerweile aufgelösten Kunst- und Kulturvereins „Die Rosschaukel“ hatte Guido Moser seine Kunst- und Kulturarbeit nach dem Motto „Lokal handeln und international denken“ fortgesetzt. Er hatte nach der Übergabe des Pfeiferhauses in Stilfs im Jahr 2023 an die junge Künstlerin Clara Mayr die zweite Hälfte des Hauses Nr. 16 in Stilfser Brücke als Ruine gekauft. Dort schuf er in den vergangenen 4 Jahren mit Helfern und kleinen Firmen Räume für Kunst, Kultur und Spiritualität, die er am ersten Wochenende im Oktober für alle öffnete. Das spirituelle Zentrum seines Schaffens ist die 2022 eingeweihte Schutzengelkapelle. Zwei Kellerräume beherbergen Kunstwerke von Hans Rainer. Guido Moser beschrieb Hans Rainer, der Familienvater, Postangestellter, Musiker, bildender Künstler und Posaunist in der Musikkapelle Naturns war, als einen Künstler, „der versuchte, mit Skulptur, Malerei und Holzschnitten sich sichtbar zu machen.“ Auch Werke von Hans Schwabel sind in den „Natur-Kunst-Räumen“ in Stilfser Brücke 16 zu sehen. Neben den Stallungen beherbergen noch weitere Räume verschiedenste Kunstwerke. Der Dachboden ist laut Guido Moser für Meditation, Gespräche, Ruhe und für das Anschauen von Filmen gedacht, „welche die verschiedenen Projekte und Events an diesem Ort dokumentieren.“ Heuer zum Beispiel drehte Daniel Oberegger drei Filme zu Hans Rainer, die am 3. und 4. Oktober erstmals gezeigt wurden. Außerdem entstand heuer auf dem Platz vor dem Haus „das alte Pfeiferhaus“, ein Kunstwerk von Ulrich Moser. Der Goldschmied hat die seinerzeit zerstörte Venus wieder „auferstehen“ lassen und zudem auf der Dachterrasse ein Geländer mit „schwebenden“ Granit- und Marmorsteinen geschaffen. Das Motto der zweitägigen Begegnungen bzw. Führungen lautete: „Ein Fest für Hans Rainer und für Ulrich“.