Hat der alte Hexenmeister …
Latsch - Mit diesen Worten beginnt die berühmte Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe. Über Goethes Werk hinaus geht der „Zauberlehrling“, den der Künstler Arthur Rinner Hornbacher zusammen mit dem jungen Latscher Video- und Filmemacher Lion Raffeiner Kerschbaumer geschaffen hat. Es handelt sich um eine einzigartige digitale Inszenierung der Ballade. Rinner Hornbacher hatte die 14 Strophen der Ballade stimmgewaltig auf Tonband gesprochen. Daraus sowie aus 21 Bildern, die der Künstler in seinem Atelier in Goldrain in Jahren 2015 und 2016 zum „Zauberlehrling“ gemalt hat, schuf Lion Raffeiner Kerschbaumer eine digitale Inszenierung, die Text, Bild und Atelier-Atmosphäre vereint. Erstmals präsentiert wurde die „lebendige Bild- und Toninszenierung“ am 21. Mai im Eingangsbereich der Raiffeisenkasse Latsch. Raika-Obmann Georg Wielander freute sich, dass „diese außergewöhnliche Kombination aus Kunst, Literatur und digitalem Medium“ in der Raika gezeigt werden kann. „In meinem Leben durfte es nie langweilig werden. Bild und Ton auf Monitor ist erneut ein Wagnis. Für mich ist es ein Experiment“, sagte Arthur Rinner Hornbacher. Bürgermeister Mauro Dalla Barba würdigte das Schaffen des Künstlers: „Arthur geht in die Tiefe.“ Bewiesen habe er das u. a. auch mit dem Besinnungsweg „ANNO XXXIII“, einem Kreuzweg mit 45 Stationen, der im Herbst 2023 in Tiss eröffnet wurde. Den „Zauberlehrling“ kann man sich noch bis zum 21. Juni in der Raika Latsch zu den Augen und Ohren führen. Vorführungen gibt es von Montag bis Freitag (Mittag) um 9 Uhr,
11 Uhr und 17 Uhr.