Keine vissidarte ohne Vinschger
Publiziert in 45 / 2008 - Erschienen am 17. Dezember 2008
Meran – Zur Vorstellung der vierten Ausgabe der Meraner Kunst- und Kulturzeitschrift vissidarte, die einmal jährlich erscheint, war das Kunsthaus Café voll besetzt. Die Bands Blue Storm und bollito misto sorgten für exzellente Unterhaltung.
Die vierte Ausgabe, die Orte wie Kunstmeran, das Schloss Kallmünz, das Centro della Cultura, aber auch eine kleine Obervinschger Galerie und die bald verschwindene geschichtsträchtige Buchhandlung Pötzelberger genauer unter die Lupe genommen hat, hat nichts von ihrem wilden Durcheinander verloren – das machte die Einführung von Moderatorin Gudrun Esser, die mit Giorgia Marotto die neue vissidarte vorstellte, deutlich. Das es sie aber überhaupt gab, war vor allem dem Einsatz der Lyrikerin Sonja Steger zu verdanken, die sich dafür einsetzte, wieder eine Ausgabe herauszubringen. Gemeinsam mit der Grafikerin Andrea Dürr, Kollegin Katharina Hohenstein und den vielen Mitarbeitern, allen voran Enzo de Falco und Hannes Egger, beide Mitarbeiter der ersten Stunde, entstanden trotz der anfänglich großen finanziellen Bedenken bunte, informative Seiten, manchmal kunstwillig, manchmal informativ, immer mit einem Auge auf das, was nicht allen bekannt sein dürfte.
Wieder waren viele Vinschger nicht nur in der vissidarte vertreten, wie Galerist Roman Niederholzer und die Malser Brüder Joos&Joos, sondern auch zur Präsentation selbst waren viele Vinschger gekommen. Neben dem Vize-Präsidenten der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Andrea Zeppa, selbst mit Obervinschger Wurzeln, waren unter anderen auch der Bildhauer Gabriel Plangger, der Schlanderser Künstler Wendelin Kugler, Sohn des Vinschger Geigenbauers, der Künstler Werner Wallnöfer (beide in der letzten vissidarte präsent) sowie Julien Fouqueau gekommen.
Katharina Hohenstein