Klingendes Kloster Marienberg
Schlinig - Es war ein besonderes musikalisches Ereignis im Lesesaal des Klosters Marienberg. Zahlreiche Musikfreunde, eingeladen vom Klosterorganisten Lukas Punter und von „Musica Viva Vinschgau“, durften am 23. Mai einen besonderen Schatz musikalischer Werke anhören. Abt Philipp Kuschmann zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über das große Interesse und dankte Lukas Punter herzlich für dessen engagierten Einsatz. Die vier jungen Musiker sind Spezialisten historischer Instrumentarien: Juliane Oberegger und Julia Unterhofer (Violine), Matteo Bodini (Violoncello) und der Organisator und Fachmann Lukas Punter am Cembalo. Gespielt wurde auf originalen Streichinstrumenten aus dem Kloster: auf einer Geige von Mathias Hornsteiner aus dem Jahr 1806, auf einer weiteren Geige aus Mittenwald (zwischen 1760 und 1790 entstanden) sowie auf einem Violoncello von Joseph Knitl aus dem Jahr 1795. Das Publikum konnte unter anderem neu entdeckte Streichertrios von Joseph Scherer sowie eine „Sinfonia zur Gratulationsmusik“ für Abt Plazidus erleben. So erklangen lange vergessene musikalische Stücke auf jenen Instrumenten, die bereits zur Entstehungszeit der Werke im Besitz des Klosters waren. Am nächsten Tag, am Pfingstsonntag, wurde dann der Gottesdienst vom Vokalensemble Marienberg unter der Leitung von Lukas Punter bereichert. Vorgetragen wurden u.a. die „Missa Gratulatoria“ (1744) von P. Laurentius und „Veni sancte spiritus“ von Leopold Mozart. Die Sängerinnen und Sänger verliehen dem von P. Urs gefeierten Pfingstgottesdienst eine festliche Atmosphäre und bereiteten den Gottesdienstbesuchern und -besucherinnen damit eine große Freude.