Schloss Spauregg feiert 700 Jahre

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Partschins - Wenn ein Schloss 700 Jahre alt wird, dann muss das gefeiert werden. Baronin Alexandra von Goldegg, Hausherrin auf Schloss Spauregg in Partschins, begab sich aus diesem Anlass in verschiedenen Archiven auf Spurensuche. Herausgekommen ist ein Büchlein, in dem sie 700 Jahre Geschichte und Geschichten auf Spauregg zusammengetragen hat.

In Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss von Partschins fand am 12. September im Garten von Schloss Spauregg die Vorstellung der Festschrift statt. Die BA-Vorsitzende Wally Nardelli begrüßte neben der Hausherrin auch Bürgermeister Luis Forcher und eine große Zahl von Neugierigen. Ein handgeschriebener Hinweis von 1326 aus dem Stadtarchiv von Meran belegt zum ersten Mal einen Heinrich von Spaur, der einen Besitz in Partschins hat. Bis ins 17. Jahrhundert hieß das Schloss aber nur „Spaur Haus“, erst mit seinem damaligen Besitzer Mang Christan von und zu Pauregg erhielt es den Namen Spauregg. Nachdem es 1780 durch Heirat in den Besitz von Franz Seraph von und zu Goldegg und Lindenburg gekommen war, erfuhr das Gebäude mehrere Umbauten. Im 20. Jahrhundert wurden vorrückende italienische Alpini genauso auf Spauregg einquartiert wie 1945 sich zurückziehende deutsche Einheiten. 1926 war es der „Opera Nazionale Per I Combattenti“ einverleibt worden. Erst 1946 konnte Leonhard Baron Goldegg es schließlich zurückkaufen.

Die Trommler der Musikkapelle von Partschins läuteten an verschiedenen Stellen der Lesung den Einzug von Personen ein, die im Mittelalter auf Spaur gelebt haben. Dargestellt wurden sie von den Rittern und Ritterfräulein von Andrian in detailgetreuen Kostümen bzw. Ritterrüstungen. Außerdem versetzten ein Schaukampf zweier Ritter und ein höfischer Tanz die Besucher zurück ins Mittelalter. Gestärkt vom Angebot des Kuchenbüffets konnte man alte Schreibutensilien und Ritterrüstungen bestaunen oder sich am Kräutertisch über mittelalterliche Heilmittel informieren. 

Seit den 1980er Jahren ist Baronin Alexandra Goldegg Herrin auf Spauregg, die die Vorstellung der Festschrift mit den Worten schloss: „Ich glaube, ich habe nichts Besonderes für Spauregg getan, aber ich habe es erhalten und es war die Mühe wert.“

Ein großer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr, die Schützen, die Bäuerinnen von Partschins und die Trommler der MK Partschins und sowie an die Ritter von Andrian, die alle zum guten Gelingen dieser Veranstaltung auf Spauregg beigetragen haben.

Redaktion

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