Ein Teil des Museumsgartens im archeoParc Schnalstal.
Museumsleiterin Johanna Niederkofler (links) und Kathrin Plunger, Südtiroler Koordinatorin des Netzwerks „Natur im Garten“, bei der Übgergabe der Plakette

Teil des Netzwerks „Natur im Garten“

archeoParc freut sich über Mitglieds-Plakette. 

Publiziert in 16 / 2026 - Erschienen am 8. September 2026

Schnalstal - Gleich zwei Mal stand unlängst das Schnalstal im Rampenlicht. Zum einen ist der archeoParc seit dem 25. August Teil des internationalen Netzwerks „Natur im Garten“, und zum anderen wurde kürzlich in Athen ein Schnalstal-Forschungsprojekt des Südtiroler Archäologiemuseums vorgestellt (siehe eigenen Bericht).

Naturnah, Ötzi und die Steinzeit

Das Netzwerk „Natur im Garten“ ist mit über 27.000 Mitgliedern in 7 europäischen Staaten vertreten ist. Kürzlich konnte der archeoParc die Mitglieds-Plakette des internationalen Netzwerks „Natur im Garten“ für den Museumsgarten entgegennehmen. „Schön, dass mit dem archeoParc ein Garten im Vinschgau zu unserem Netzwerk stößt“, freut sich die Südtiroler Koordinatorin des Netzwerks, Kathrin Plunger von der Arbeitsgruppe Landschaftsbau am Versuchszentrum Laimburg. Im Vinschgau gebe es noch verhältnismäßig wenige Mitglieder. Die Südtiroler Koordinierungsstelle an der Laimburg arbeitet seit 2015 am Aufbau des professionellen Netzwerks für das ökologische Gärtnern mit. Das Netzwerk ist eine niederösterreichische Initiative, die mittlerweile europaweit über 27.000 Mitglieder zählt. „Das Netzwerk wächst kontinuierlich, in Südtirol gibt es derzeit 172 Mitglieder, jährlich kommen ca. 35 dazu“, so Plunger.

Biodiversität und Klimaschutz

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und auf den Austausch im Netzwerk“, sagt die archeoParc-Leiterin Johanna Niederkofler, die am 25. August die Urkunde und Mitgliedsplakette für den archeoParc-Trägerverein entgegennahm. Die Plakette zeige, „dass unser Museumsgarten nach den Kernkriterien des Netzwerks gepflegt wird und dass wir Wert auf Biodiversität und Klimaschutz legen.“ Sie und ihr Team sind überzeugt, dass sich Steinzeitvermittlung und Umweltbildung unbeschwert und stimmig ergänzen: „Wer sich mit Ötzi beschäftigt, beschäftigt sich mit Zusammenhängen in der Natur. Unsere Ausstellungen und insbesondere unser Grünraum unterstützen dies. Das passt gut zum Ziel des Netzwerks. Dieses möchte Bewusstsein schaffen für die Bedeutung von naturnahen Lebensräumen für die heimische Flora und Fauna.“

Jährlich rund 20.000 Gäste

Der Museumsgarten im archeoParc ist 5.000 Quadratmeter groß und wird jährlich von ca. 20.000 Gästen besucht. Viele - über 20 Prozent - kommen wiederholt und verbringen einen ganzen Tag am Museumsgelände: in den Ausstellungen, bei den Erlebnisstationen und im Grünraum, der neben Steinzeit - nunmehr zertifiziert - naturnahe Erholung bietet. Am 5. November um 19 Uhr organisiert der archeoParc-Trägerverein zusammen mit der Arbeitsgruppe Landschaftsbau des Versuchszentrums Laimburg in der Museums-Cafeteria einen Vortrag zum Thema „Natur im Garten - Naturnahe Gärten gestalten und erhalten“.

Redaktion

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