Bei der Eröffnung (v.l.): Kurt Ryba, Maria Mayr und Jasmin Ramoser.
Diese Kinderschreibmaschine hat Kurt Ryba aus Anchorage in Alaska bekommen.
Neben Kinderschreibmaschinen wird im Rahmen der Sonderausstellung „TYPING TOYS“ auch Blechspielzeug aus der Jahrhundertwende gezeigt.

„TYPING TOYS“ im Schreibmaschinenmuseum

Publiziert in 11 / 2026 - Erschienen am 10. Juni 2026

Partschins - Mit einer interessanten Sonderausstellung wartet heuer das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins auf. Bis Ende Oktober können im Museum Kinderschreibmaschinen aus längst vergangenen Zeiten sowie Blechspielzeug aus der Jahrhundertwende bewundert werden. Das Schreibmaschinenmuseum, das Dank der Stiftung des Sammlers Kurt Ryba und des Einsatzes des ehemaligen Kulturreferenten Ewald Lassnig (1938-2020) im Jahr 1993 eröffnet werden konnte, beherbergt mit rund 2.000 Exemplaren, untergebracht auf 4 Stockwerken, eine der weltweit größten Sammlungen von Schreibmaschinen. Die Eröffnung der Sonderausstellung „TYPING TOYS“ am 22. Mai markierte den Auftakt der bereits 14. Auflage des „Internationalen Sammlertreffens“, das am Pfingstwochenende stattgefunden hat und zu dem sich passionierte Sammler und Sammlerinnen historischer Schreib- und Rechenmaschinen aus mehreren Ländern eingefunden hatten. Die Kulturreferentin Jasmin Ramoser überbrachte bei der Ausstellungseröffnung die Grüße der Gemeindeverwaltung, im Besonderen des Bürgermeisters Alois Forcher und des Gemeindereferenten Ulrich Schweitzer, der für das Museum zuständig ist. Ramoser hieß die Sammler und Sammlerinnen willkommen. Einen großen Dank zollte sie dem Direktor und Museumsstifter Kurt Ryba sowie der Museumsleiterin Maria Mayr. Ryba führte in die Sonderausstellung ein und freute sich, „dass wir heuer eine der weltweit größten Sammlungen von Kinderschreibmaschinen zeigen dürfen.“ Er erinnerte daran, dass die Herstellung von Kinderschreibmaschinen gegen Ende des 19. Jahrhunderts begonnen hat. Vor allem in den USA haben sich große Unternehmen darauf spezialisiert. Die Produktion sei mit der Absicht verbunden gewesen, eine Art „Lehrmittel“ für die Kinder zu schaffen. Die Kinderschreibmaschinen sollten als Lernhilfe dienen. Ähnliches galt auch für das Blechspielzeug, das ab der Zeit um 1870 hergestellt wurde. Das aufwendig produzierte und teure Blechspielzeug konnten sich über lange Zeit hinweg nur sozial höher gestellte Gesellschaftsschichten leisten. Im Rahmen der Sonderausstellung hatte das Schreibmaschinenmuseum Kinder und Erwachsene dazu eingeladen, besonderes Spielzeug als Leihgabe ins Museum zu bringen, um die Ausstellung „TYPING TOYS“ damit zusätzlich bereichern zu können.

Josef Laner

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.