Die spannenden Wettkämpfe wurden vom sachkundigen Publikum und den eigenen „Fans“ mit lauten Anfeuerungsrufen und viel Beifall begleitet.

Angesaugt! Kuppeln gegen die Zeit

Publiziert in 19 / 2012 - Erschienen am 16. Mai 2012
Kastelbell - 50 Bewerbs­gruppen gingen beim 5. Hallenkuppelevent der Freiwilligen Feuerwehr Kastelbell am 28. April auf die Jagd nach hunderstel Sekunden. Alle, vorwiegend aus Südtirol, aber auch aus Nord- und Ost­tirol angetretenen Gruppen waren beim Start bis in die Haarspitzen motiviert. Die jeweils aus fünf Mitgliedern bestehenden Teams mussten eine vierteilige Saugleitung nach einer fest vorgegebenen Reihenfolge zusammenkuppeln und diese mit korrekt angelegten Halte- und Ventilleinen zur Wasserentnahmestelle zu bringen bzw. an die Tragkraftspitze anzuschließen. Nach dem „angesaugt“ blickte alles gespannt auf die Zeituhr. Mit 16.62 Sekunden stellte die Osttiroler Gästegruppe Sillian 1 im Grunddurchgang die Tagesbestzeit auf. Neben der Zeit war auch das fehlerfreie Arbeiten von entscheidender Bedeutung. Die Wettkampfrichter mit dem Hauptbewerter Walter Moschen an der Spitze ahndeten alles, was nicht den Regeln entsprach mit Strafpunkten, die mit der Zeit addiert wurden. Richtig spannend wurde es ab dem Achtelfinale, wo sich die16 bestplatzierten Bronzegruppen im KO-Modus um den Aufstieg und um den Gewinn des Feuerwehr Championscup duellierten. Von den 19 angetretenen Vinschger Gruppen kamen nur Eyrs 2, Kastelbell 1, Tanas 2 und Latsch 1 unter die letzten 16. Eyrs 2 schaffte es bis ins kleine Finale und wurde Vierter. Etwas überraschend musste auch der „Tagesbeste“ Sillian 1 in dieser Runde die Segel streichen. Im Finale hatte die Bewerbsgruppe Naraun, die sich kontinuierlich steigerte, nach den zwei Durchgängen gegen Antholz Mittertal das bessere Ende für sich und wurde somit Gewinner der 54 kg schweren Kastelbeller Wandertrophäe. Die FF Kastelbell um Kommandant Lorenz ­Tappeiner erwies sich erneut als guter Veranstalter. Von allen Seiten gab es sehr viel Lob für die perfekte Ausrichtung, u. a. auch vom Bezirksfeuerwehrpräsidenten Franz Tappeiner und dem Inspektor Hans Telser.
Oskar Telfser

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