Bleibt Gemeinde auf Schloss-Wohnungen sitzen?

Publiziert in 26 / 2010 - Erschienen am 7. Juli 2010
Schlanders - Der Wunsch, die vor 5 Jahren von der damaligen Gemeindeverwaltung von Schlanders angekauften 2 Wohnungen im Schloss Schlandersberg kulturell zu nutzen, hat sich schon lange zerschlagen. Keinen Erfolg hatte die frühere Verwaltung auch mit dem Verkauf der 2 Wohnungen. Auch der neuen Verwaltung ist es bisher nicht gelungen, die Wohnungen, die im 3. bzw. 4. Stock liegen, zum gewünschten Preis abzustoßen. Für die von Bürgermeister Dieter ­Pinggera im Mai 2010 unterzeichnete Ausschreibung mit einem Mindestpreis von 445.500 Euro sind bis zur Abgabefrist (8. Juni) keine Anträge eingegangen. Bei der jüngsten Ratssitzung künd­igte Pinggera auf Nachfrage des SVP-Fraktionssprechers Kurt Schönthaler an, dass nun eine neuerliche Ausschreibung mit einer Reduzierung des Mindestpreises von 10 Prozent erfolgt. Der neue Mindestpreis liegt somit bei ca. 400.000 Euro. Angekauft hatte die frühere Verwaltung die Wohnungen für 311.000 Euro. Dass die Gemeinde bisher auf der Liegenschaft sitzen geblieben ist, dürfte vor allem daran liegen, dass für die 2 Wohnungen keine Parkplätze vorgesehen sind, keine Nutzung des Freischwimmbades sowie nur eine geringfügige Teilhabe am Gemeinschaftseigentum. Ob es am Ende gelingen wird, die Liegenschaft zumindest zum Einkaufspreis abzustoßen, bleibt abzuwarten.
Josef Laner

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