Das Museum Chasa Jaura in Valchava

Museum Chasa Jaura: Restaurierung wird konkreter

Publiziert in 9 / 2008 - Erschienen am 12. März 2008
Valchava - Im Jahre 1973 hat das Val Müstair ein eigenes Museum erhalten, die Chasa Jaura, die aus einem alten Bauernhaus entstanden ist. Nach über 30 Jahren muss das Haus dringend saniert werden. Das Problem sind aber die fehlenden Finanzen. Bereits 1999 hat man an der Chasa Jaura in Valchava die notwendigsten Sanierungsarbeiten durchgeführt. Der Zahn der Zeit nagt aber weiterhin am Haus, das aus dem 17. Jahrhundert stammt und auch als Gemeindehaus diente. Von auswärtigen Architekten wurde ein Projekt erarbeitet, das folgende Sanierungsmaßnahmen vorsieht: Die Modernisierung der Kücheneinrichtung der Kuratorin, diverse Anstriche und Verputzarbeiten, das Auswechseln der Fenster im Saal, die Reparatur undichter Dächer, die Anpassung der Saalmöblierung und der Bau eines Depotschopfs im Garten. Alles zusammen ergibt das Kosten von 311.000 Franken. Nach Abzug verschiedener Beiträge von Stiftungen, Vereinen und Privaten sowie Eigenleistungen in Form von Arbeit, verbleibt ein Restbetrag von 171.000 Franken. Diesen kann der Trägerverein niemals aus eigener Kraft aufbringen. Da die finanzschwachen Talgemeinden auch nicht in der Lage sind, die Restfinanzierung zu übernehmen, hat man bei der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden angeklopft, die nun mit ihren Möglichkeiten auf Geldsuche geht und bereits einen Betrag von etwa 60.000 Franken sammeln konnte. Somit wird die Restaurierung des Museums Chasa Jaura immer konkreter. Die Chasa Jaura ist eine Mischung von Engadiner und Tiroler Haus. In den sorgfältig restaurierten Räumen wird dem Besucher die frühere bäuerliche und handwerkliche Lebensweise der Münstertaler gezeigt. Nebst der Stube, der Küche und den Schlafzimmern, die mit antiken Originalmöbeln und Geräten ausgestattet sind, birgt das Museum auch eine vollständig erhaltene Hammerschmiede und eine Alpkäserei. Dazu kommt ein moderner Saal, in dem verschiedene kulturelle Veranstaltungen stattfinden sowie Wechselausstellungen mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler. Damit wird eine Brücke von der alten zu unserer Zeit gebaut.
Jon Manatschal

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