Gretl Pohl und Ingemar Vienna, Norbert Knollseisen, Martin Nicolussi, Markus Knollseisen (von links) in der Bergkomödie „Die Ehre der Ötzis“.

Naturns zum „Plärrn“

Publiziert in 4 / 2012 - Erschienen am 1. Februar 2012
Naturns – Es war die Reinform von Wirtshaus-Theater und es wurde in Memoriam des verstorbenen Andreas Opal Robatscher beim Kreuzwirt aufgeführt. Der junge Ötzi war der Star, hautnah und doch ein wenig „meta­füßisch“. Immerhin weiß man jetzt, dass er aus familiären Gründen auf die Berge floh, dass er dort Bär Bruno begegnet und zusammen mit ihm von bayerischen Jägern niedergestreckt worden ist. Zur Piano-Musik von Gretl Pohl sangen sich der Orso del Trentin, der pubertierende Ötzi, seine Freundin Mötzia, Vater und Mutter Ötzi im Stil des Grand Prix der Volksmusik in die Herzen der Zuschauer. In den Magen ging nicht mehr, denn der war vom Ötzi-Menü gesättigt und außerdem durch das gereizte Zwerchfell permanent in Spannung gehalten. Am Ende sangen die Vier nach bekannter Melodie: „Iatz Leitlen wisst’s eis gnua von unserm Ötzi-Bua“.
Günther Schöpf

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