„Hauptberuflich“ ist Kapitän Michael Aiello (rechts) ein „Tore-Verhinderer“. Gegen Tramin wurde er in der 54. Spielminute einmal mehr zum erfolgreichen Tor-Schützen.
Noah Schweitzer (in Rot-Schwarz) gegen Tramin. Er verteidigt, flankt, schießt Eckbälle und beschäftigt viele Gegenspieler.

Ein erfolgreiches Fußballprojekt

Der ASV Partschins Raiffeisen

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Partschins – Oberliga, 29. Spieltag, Sonntag 03.05.26 - ASV Partschins Raiffeisen spielt gegen ASV Tramin 3:3. Vorher ein Blick zurück: Für 6 Südtiroler Vereine in der Oberliga könnte es gefährlich werden, fand das „Formbarometer der Oberligisten“ am 20. Jänner 2026. Sie alle hätten noch keine Platzkarte, um in der Liga zu bleiben. Unter den „Schwebekandidaten“ befand sich auch der ASV Partschins, der nach der Hinrunde mit 14 Punkten Platz 13 belegt hatte. Seit der Glanzleistung als 3. der letztjährigen Meisterschaft, seien die Burggräfler aus dem Vinschgau auf dem Boden der Tatsachen angekommen, meinte man im Barometer und gab gleich eine Empfehlung ab: „Nur wenn der Angriff um Daniel Lanthaler in der Rückrunde auf Touren kommt, ist der Liga-Verbleib drinnen.“ Scheinbar hat der Großteil der Mannschaft den Ernst der Lage erkannt und schon im Auftaktspiel der Rückrunde gegen die drittplatzierte Mannschaft aus Comano ein sauberes 4:0 hingelegt. Das 4. Tor in der Nachspielzeit ging tatsächlich auf das Konto von Daniel Lanthaler. Den Befreiungsschlag gaben sich die Partschinser aber erst mit einem 4:0 auswärts gegen Comano und dem 11. Tabellenplatz (von 16 Mannschaften). Nach dem 2:1 Sieg gegen Rovereto stand zu lesen: „Partschins entfernte sich mit großen Schritten aus der Abstiegszone.“ Das 0:0-Spiel gegen Lavis war nicht das Gelbe vom Ei, wirkte aber stabilisierend. Ernst gingen die Zieltaler aber nach dem Unentschieden gegen St. Pauls vom Platz. Man roch Kellerluft.

Geheimwaffe Sandiro Fahrner

Da kamen die Reise nach St. Georgen und der Einsatz einer Geheimwaffe aus dem nordwestlichsten Vinschgau namens Sandiro Fahrner gerade recht. Der junge Mann lieferte 3 Tore zum 0:4 Endstand und Partschins lachte diesmal von Platz 8 in der Tabelle. Dass man auch mit einem Unentschieden in der Tabelle höhersteigen kann, bewies die schwache Partie gegen Benacense. Nach der umstrittenen Niederlage gegen Levico rutschte Partschins auf Rang 10. Da kam das 2:2 gegen den Tabellenersten Virtus Bozen gerade recht, um wieder Selbstbewusstsein zu tanken. Der 0:3 Sieg über Gröden war deren Schicksalsspiel. Die 3 Punkte gegen Mori und das Pünktchen gegen Union Trient brachten Partschins wieder auf Platz 8. Die vorletzte Begegnung der Saison spielte sich gegen Tramin ab. Während „die Unterlandler“ um den Klassenerhalt bangten, gab sich Partschins souverän. Auch „Vater-Trainer“ Luca Lomi zeigte sich gefasst und überzeugt, obwohl die Traminer mit 0:2 in die Pause gingen.  Zuletzt waren beide Mannschaften zufrieden: Die Partschinser, weil sie geduldig auf ihr Chance gewartet hatten und die Traminer, weil das Unentschieden reichen müsste, weiterhin Oberliga-Luft schnuppern zu können.

Zwei Spiele vor Saisonende kamen „die aus dem Westen“ unter die Räder im Ahrntal, „im wilden Osten“. Sandiro Fahrner erzielte das einzige Tor für Partschins. Das Fußballtalent aus St. Valentin wurde im der Vinschger vom 15. Juli 2026 vorgestellt. Überragend und überzeugend war in der Begegnung nur der Partschinser Torhüter Andreas Nischler.

Günther Schöpf

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