Ein stolzer Bürgermeister Zeno Christanell (rechts) empfing Teilnehmende, Trainer und Eltern, die mit in Steyr waren.
Das erfolgreiche Einrad-Team.
Künstliche Hindernisse für Laura Stadler beim „Cyclocross“.
Und die Welt schaute auf die Weltmeisterin im „Cyclocross Elite Frauen“ Leonie Mengon (Mitte) und auf Valentina Gruber auf dem Silberplatz (links).

Eine Naturnser Talentschmiede

Publiziert in 15 / 2026 - Erschienen am 25. August 2026

Steyr/Naturns - „An die 1.225 Athletinnen und Athleten aus 37 Nationen kämpften bei der Unicon 22 in Steyr vom 24. Juli bis 7. August um Weltmeistertitel. Mitten unter ihnen die aktiven Teilnehmer des SSV Naturns Sektion Einrad. Nach monatelanger Vorbereitung und Wettkämpfen in Naturns, Villanders und Gilching (Bayern) war Ende Juli der große Moment gekommen ...” Damit eröffnete die Sektionsleitung ihren Rückblick, eigentlich ihre Erfolgsmeldung für einen Weltmeistertitel und zwei weitere Weltmeistermedaillen. Es war die Krönung zur zweiwöchigen Weltmeisterschaft & Convention des Einradsports vom 25. Juli bis 7. August 2026. Bereits zum Auftakt des 10-Kilometer-Straßenrennens wurden die Funktionäre durch Siege von Laura Stadler und Noam Hanifle in ihren Altersklassen überrascht. Auch beim „Criterium“ überzeugten die Athletinnen und Athleten. Laura Stadler erreichte als Elfjährige sogar das Finale der Standardklasse und belegte dort Rang 16. In den Alterswertungen standen Valentina Gruber, Noam Hanifle, Greta Fent, Laura Stadler und Eva Castiglioni auf dem Podest. Als letzter Muni-Bewerb fand der „Downhill“ statt. Die „Bergabstrecke“ hatte es in sich. Dabei konnten sich gleich vier Athletinnen und Athleten für das Elite-Finale qualifizieren. Leonie Mengon wurde Vierte, Maya Hanifle Sechste, Greta Fent 13. bei den Frauen. Max Grüner wurde 17. bei den Männern. Die 2. Woche war von Hitze geprägt. Die Vinschger schienen immun zu sein. Dazu fühlten sie sich in der international angehauchten Atmosphäre recht selbstbewusst. So nebenbei wurde der Vereinsrekord in der Staffel verbessert. Und so nebenbei gönnte man sich mit drei „Paar-Küren“ und einer „Gruppen-Kür“ ein besonderes Erlebnis. Zum Abschluss sorgte das Cyclocross-Rennen noch einmal für Jubel und Freudenschreie – für „Cyclocross World Champion“ Leonie Mengon, für „Cyclocross Vice World Champion“ Valentina Gruber und für „Uphill Bronze Medalist“ Leonie Mengon. Dazu feierte man – etwas überrascht – die Siege von Laura Stadler und Noam Hanifle, die ihre Alterskategorie vor Lara Stocker und Romina Mair gewann. Eva Castiglioni sicherte sich ebenfalls den Sieg in ihrer Altersklasse. Die Freude am Ende der beiden anstrengenden Wochen war riesig, hielt aber nicht davon ab, von weiteren „Unicons“ in fernen Ländern zu träumen.

Günther Schöpf

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