Fußballglück in Blau-Gelb mit (vorne) Helmut Zischg, Funktionär, Sponsor Generali Alfred Pohl, sitzend der Gastwirt "Guzzy" aus Staben als Sponsor, ganz rechts der sportliche Leiter Markus Pircher, stehend v.l. Sportreferentin Astrid Pichler, (dahinter v.l.) Landespräsident Klaus Schuster, Trainer Patrick Fliri, (6.v.l.) Co-Trainer Markus Stecher, (stehend v.r.) Bürgermeister Zeno Christanell, Sektionsleiter Paul Perkmann und Tormann-Trainer Roman Leiter.
Paul Perkmann prämierte den besten Tormann des Turniers, Florin Rainalter (ASV Schluderns).
Markus Pircher und „Man of the Match“ Lukas Müller, Naturns.
BM Zeno Christanell übergab den Pokal an die 3. Partschinser Patrick Trogmann und Noah Schweitzer (rechts).
Moritz Mitterhofer, Tormann in Goldrain: 11er-haltend, 11er-schießend
Referentin Astrid Pichler überreichte den Pokal an Dominik Mair, Latsch, für Turnier-Platz 2.

Generali Cup 2025

Heiß und spannend,  8 Vinschger Fußballmannschaften im Testfieber

Publiziert in 15 / 2025 - Erschienen am 26. August 2025

Naturns - Die Besten aus der Vinschger Fußballlandschaft suchten Perspektiven und konkrete Hinweise beim 4. Generali Cup. 8 Mannschaften bekamen Gelegenheit, unter schweißtreibenden Bedingungen erste, vormeisterschaftliche Erfahrungen zu sammeln. Der ausrichtende SSV Naturns hatte aus der 1. Amateurliga den ASV Schluderns, den aus der 2. Amateurliga aufgestiegenen ASV Plaus, aus der 2. Amateurliga den ASV Kastelbell-Tschars, den ASC Schlanders und den ASV Goldrain eingeladen. Nicht fehlen durfte das Vinschger Fußball-Oberhaus mit der Oberliga-Mannschaft aus Partschins und den Landesligisten Naturns und Latsch. Durch die Vielzahl der helfenden Hände und den vereinseigenen Strukturen gelang es dem SSV Naturns ein abwechslungsreiches Fußballfest auf die Beine zu stellen mit Glückstopf und spannenden Spielen.

Schweißtreibende Momente

Die Viertelfinalspiele an zwei Tagen wurden per Los zusammengestellt und ergaben bereits vielsagende Einsichten. Yassine Bounou und Fabian Nischler sorgten für den 2:0 Erfolg der Naturnser gegen Schluderns, der einzigen Mannschaft aus dem Oberen Vinschgau. Goldrain wehrte sich gegen Kastelbell-Tschars mit dem ersten Treffer von Fabian Pirhofer, wurde dann aber durch Johannes Pohl und Raffael Tribus auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Für den 3:0 Respekt-Abstand zwischen Plaus und Partschins sorgten Kai Valentini und der Doppeltreffer von Maximilian Lanthaler. Samuel Weiss und Philipp Traut waren die Macher für den 2:0 Vorsprung von Latsch gegen Schlanders. Wie in den Viertelfinalspielen eröffnete Naturns auch die Halbfinalspiele. Und gab sich keine Blöße. Der 3:0-Sieg gegen Kastelbell-Tschars durch die 2 Tore von Tobias Pichler und den Treffer von David Pitigoi war eindeutig. Ein Höhepunkt – zumindest für die Latscher - war sicher der 1:0-Sieg gegen den ASV Partschins. Fabian Lechner war das Glückskind, das Latsch ins Finale schoss. Den 7. Rang holte sich der Aufsteiger Plaus. Doppeltorschütze Benjamin Grüner überlistete den zukünftigen Rivalen Schluderns. Ein Leckerbissen der spannenden Art wurde das einzige Elfmeter-Schießen des Turniers zwischen Goldrain und Schlanders. Moritz Mitterhofer, Schlussmann in Goldrain, spielte zweimal die Rolle eines Glückbringers. Einmal beim erfolgreichen Abblocken und danach als treffsicherer Schütze. Die Begegnung Partschins gegen Kastelbell-Tschars entschied den Bronze-Platz. Es wurde die Partie der hübschen Lucia Sciarillo als Unparteiische, von Olaf Stark und Kai Valentini mit zwei Toren, die prompt zum Titel „Man of the Match“ führten. Dann war es soweit. 


Ein überraschendes Finale

Endlich. Endlich war die Sonne hinterm Berg und die Erwartungen an das „große Finale“ angestiegen. Der Heim-Matador SSV Naturns traf im Finale auf den ASV Latsch, beide in der Landesliga unterwegs. Latsch mit dem Hochgefühl, wir sind wieder wer, Naturns mit einem erwartungsvollen Publikum im Rücken. Es war ein Publikum, das seinen Augen nicht mehr traute. Kaum hatte Schiedsrichter Johannes Tappeiner den ersten Pfiff gemacht, bekam Naturns die 1. Ecke. Nach 7 Minuten hieß es 1:0 für Naturns, nach 21. Minuten 2:0 und in der 34. versenkte der beste Schütze des Spiels – der „Man oft the Match“ – Lukas Müller zum 3:0. Das Besondere an diesen 2x30 Minuten war nicht die Naturnser Überlegenheit, sondern das Publikum, das zwar überrascht war, aber ohne Schmährufe für die Verlierer auskam.

Günther Schöpf

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