Sektionsleiter Anton Christanell
Naturns II mit (v.l.) Markus Ilmer (Algund), Markus Gurschler (Algund), Herbert Zöschg (Naturns) und Lukas Messner (Goldrain) im Duell gegen Lana.
Fast eine Begegnung der Generationen mit (v.l. vorne) Hermann Nischler, Herbert Zöschg, Thomas Feierabend und Markus Ilmer sowie (v.r.) Damian Bucun, Lukas Messner, Philipp Koch und Anton Christanell; im Hintergrund Naturns I gegen Team Sparkasse.

Meisterschaft für Mannschaften hatte es in sich

Publiziert in 5 / 2026 - Erschienen am 10. März 2026

Naturns - Der der Vinschger hat Anton Christanell, Jahrgang 1951, ersucht, auf das Meisterschaftsjahr 2025/2026 zurückzuschauen. Dazu befugt ist er als ehemaliger Präsident des Schachclubs Naturns und derzeitiger Leiter der Sektion Schach im SSV Naturns. Außerdem ist er seit 1991 im Vorstand des Südtiroler Schachbundes, anfangs als 2., zurzeit als 1. Landesspielleiter. Zum Schach ist er als Student gekommen. Seine ersten Erfahrungen als Turnierspieler hatte er mit dem Gründer und ersten Präsidenten des Schachclubs Naturns, Hans Unterthurner, im Jahre 1985 gesammelt.

der Vinschger: Anton, du hast eine Menge Turniere hinter dir. Hast du aber so ein Schachjahr schon erlebt?

Anton Christanell: Turbulente Jahre hat es öfter schon gegeben, aber sowas! In vielen Landesteilen schlossen sich Schachclubs zusammen oder schrumpften sich gesund, um mit weniger Spielern auszukommen. Weniger betroffen von der „Magersucht“ waren die Stadtvereine. Wir in Naturns staunten, wie viele, zum Teil erfahrene Kräfte für die Mannschaftsmeisterschaft zur Verfügung standen. So kam es zu einer starken Mannschaft in der B-Liga mit 5 Spielern und zu 3 Mannschaften mit je 4 Spielern in der C Liga.

Hat Naturns Schach jemals so viele Mannschaften ins Rennen geschickt?

Meines Wissens schon. Wir waren der erste Schachclub, der mit 3 und später mit 4 Mannschaften ins Rennen ging. Schließlich hat Naturns viele ehemalige Mitglieder des aufgelassenen Schachclubs Vinschgau, darunter mehrere aus Naturns, aufgenommen.

Wie ging es weiter? Wie bist du mit dem Ansturm – darunter diesmal wieder eine Frau - fertig geworden?

Ansturm ist gut. Im engeren Ausschuss versuchte man, Nägel mit Köpfen zu machen. Der Plan bestand darin, die Klasse mit der 1. Mannschaft zu halten und mit einer weiteren Mannschaft in die B-Liga aufzusteigen. Zweitens war es meine Absicht, in der C-Liga mit 3 Nachwuchsspielern aus Schluderns, Goldrain und Latsch eine eigene Mannschaft aufzubauen und diesen Jugendlichen Spiel- und Turnierpraxis zu ermöglichen.

Ist das gelungen?

Leider nur zum Teil. Erfreulich war, dass Naturns II durchgehalten hat und mit dem Punktemaximum berechtig ist, in der höheren Klasse zu spielen. Aber Ausfälle wegen Grippe, Studium, Lehre oder aufgrund familieninterner Gründe zwangen uns, unsere Kräfte zu bündeln. Während wir hier diese Zeilen schreiben, muss sich die derzeitige B-Liga-Mannschaft auf den letzten Kampf, das heißt ihren letzten Einsatz in der 9. Runde der Mannschaftsmeisterschaft 2025/26 einstellen. Tatsächlich entscheidet dieses Ergebnis über den Abstieg zurück in die C-Liga oder den Verbleib in der B. Naturns genügt ein Unentschieden, um die Klasse zu halten. Wie gesagt, es bleibt spannend bis zum letzten Zug.

Günther Schöpf

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