Mit dem eigenen Körper wurde Merans Tormann Emanuele Gentile vor David Zischg und Dominic Weithaler geschützt.
Führung für Naturns nach Tor und Pfostenkontakt von Lukas Müller (am Boden).
Spieler Marco Angotti (links) und Spielertrainer Elvin Reka waren der Begleitschutz für Hannes Kofler (Bruder des FCS -Profi Raphael Kofler).

„Notgemeinschaft“ im Turbo-Modus

Publiziert in 9 / 2026 - Erschienen am 5. Mai 2026

Naturns – Landesliga, 26. Spieltag, Sonntag, 26.04.26 - SSV Naturns gegen Olimpia Meran 1:3. Zuerst schaute es gar nicht so schlecht aus. Die „Naturnser Notgemeinschaft“ schlug sich tapfer, beherrschte das Feld und ging in der 7. Minute sogar in Führung. Es war eine Flanke von Yassine Bounou, die Lukas Müller mit schmerzhafter Kopfballaktion und noch übleren Pfostenkontakt zur Führung nutzte. Die Katastrophe begann in der 2. Spielhälfte und wurde durch das Eigentor von Hannes Kofler in der 47. Minute eingeleitet. Die Gelb-Blauen hatten kaum Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen, als Dino Agovic 5 Minuten nach dem Eigentor zur 1:2 Führung einlochte (52.). Dann war die Luft draußen. Die vielen Antritte und Sprints hatten die improvisierte Naturnser „Notgemeinschaft“ regelrecht geschlaucht. Der SSV Naturns musste es sich eingestehen: Ohne Torschütze vom Dienst Thomas Mair waren Chancen keine Chancen. Ohne Daniele De Simone, Kevin Buzzi und Kapitän Mathias Peer war die Verteidigung ein offenes Stadeltor, obwohl sich dort Dominic Weithaler und David Zischg „die Haxen ausliefen“. Das junge Aufgebot mit Jahrgängen 2009 und 2010 auf der Bank wurde in den langen Sprints durch torhungrige Meraner regelrecht ausgelaugt. Trainer Patrick Fliri fasste das so zusammen: „Wir haben vorne nichts reingemacht und dann 10 Minuten lang den Faden verloren.“

Günther Schöpf

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