Lebensraum Terra Raetica stärken
Weitere Projekte aus dem Interreg Kleinprojektefonds Italien-Schweiz genehmigt
Latsch - Nach dem erfolgreichen Start des Kleinprojektefonds Terra Raetica im Spätherbst 2024 zieht die Initiative eine weitere positive Zwischenbilanz: Zu den bereits zuvor genehmigten vier Projekten kommen nun acht weitere innovative Vorhaben hinzu. Beim halbjährlichen Treffen des Interreg Rates Terra Raetica, das am 27. April im Arbeitsrehabilitationsdienst in Latsch stattfand, wurden die neuen Projekte offiziell beschlossen. Die Sitzung wurde von Andreas Tappeiner, dem Präsidenten des Interreg Rates Terra Raetica, eröffnet. Grußworte an die Teilnehmenden richteten zudem Roselinde Gunsch (Bezirkspräsidentin), Gabriella Binkert Bechetti (Gemeindepräsidentin Val Müstair) sowie Martha Gärber (Abteilungsdirektorin der Abteilung Europa).
Bei der Sitzung genehmigte das Projektauswahlgremium acht innovative, grenzüberschreitende Kleinprojekte aus dem Kleinprojektefonds Italien-Schweiz und zudem weitere Projekte aus dem Italien-Österreich Programm. Ziel dieser Initiativen ist es, den kulturellen, touristischen, ökologischen und sozialen Austausch im gemeinsamen Lebensraum Terra Raetica zu stärken und neue Kooperationen über Staatsgrenzen hinweg zu fördern.
Die Kleinprojekte im kurzen Überblick
Nordic³ im Raum Terra Raetica – Webcams für grenzüberschreitende Sichtbarkeit im Langlaufsport
Stilfserjoch & Umbrailpass – die sprechenden Straßen in der Terra Raetica
Grenzenlos gebildet – Schulgeschichte(n) aus dem Alpenraum
Terra Raetica – Pflanzen für mehr Vielfalt
Wiesenbrüter Terra Raetica – Kartierung
Biathlon verbindet – grenzüberschreitende Nachwuchsförderung Martell–Scuol
Digitalisierung von Kulturstätten in der Terra Raetica
RaetiaCulTour: Mehr als Nachbarn – Kulturtourismus-Strategie für die Terra Raetica
Mit dem neuen Kleinprojektefonds verfügt die Grenzregion über ein wirkungsvolles Förderinstrument, das gezielt auf kleinere, unkomplizierte und praxisnahe Projekte ausgerichtet ist. Besonders hervorzuheben ist die niederschwellige Gestaltung der Förderung: Projekte mit einem Gesamtvolumen von bis zu 100.000 Euro können zu 100 Prozent finanziert werden.
Der Kleinprojektefonds ist Teil des EU-Programms Interreg Italien–Schweiz-VI-A 2021–2027 und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des gemeinsamen Lebensraums Terra Raetica. Im Fokus stehen nachhaltige Entwicklungen, regionale Vernetzung sowie die Förderung innovativer Ideen, die den Austausch zwischen den Regionen intensivieren. Mit nun insgesamt zwölf genehmigten Projekten zeigt sich deutlich: Der Kleinprojektefonds trifft auf großes Interesse und eröffnet neue Perspektiven für eine lebendige, vernetzte und zukunftsorientierte Zusammenarbeit im Herzen der Alpen.
Als zentrale Anlaufstelle für alle Interessierten steht die Bezirksgemeinschaft Vinschgau zur Verfügung. Sie begleitet Projektträger von der ersten Idee bis hin zur Antragstellung und unterstützt bei der Umsetzung (Kontakt: Dienststelle Regionalentwicklung, E-Mail: verena.gufler@bzgvin.it, Tel. 0473 736 800).