Leserbriefe
„Kein Rennen ist ein Leben wert!“
Anlässlich des 87. Großen Preises von Meran organisierte die LAV Bozen vor den Toren der Rennbahn von Meran eine Informations- und Sensibilisierungsaktion unter dem Motto „Kein Rennen ist ein Leben wert“. An der Aktion beteiligten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Tierschützer aus dem Vinschgau, sowie Freiwillige, um eine Diskussion über das Wohlergehen der an Pferderennen beteiligten Tiere und über die Notwendigkeit eines immer umfassenderen Schutzes dieser Tiere anzustoßen. Obwohl Menschen aus verschiedenen Verbänden und Teilen der Zivilgesellschaft an der Aktion teilnahmen, erhielt die Kundgebung keinerlei Berichterstattung durch die lokalen Medien. Die LAV bedauert diese fehlende mediale Aufmerksamkeit und ist der Auffassung, dass das Thema des Tierschutzes und des Einsatzes von Tieren bei Sportveranstaltungen im öffentlichen Diskurs angemessen berücksichtigt werden sollte. Besondere Aufmerksamkeit galt den drei Pferden, die im Laufe der Rennsaison infolge schwerster Verletzungen, die sie bei Wettbewerben auf der Rennbahn von Meran erlitten hatten, getötet werden mussten. Drei fühlende Lebewesen, die ihr Leben im Rahmen von Aktivitäten verloren haben, die mit erheblichen Risiken verbunden sind, die sportlichen und wirtschaftlichen Zwecken dienen. Während der Veranstaltung wurden Plakate und Informationsmaterialien gezeigt, um an die verstorbenen Pferde zu erinnern. Die LAV weist darauf hin, dass sich jedes Jahr in Italien und im Ausland Unfälle und Verletzungen ereignen, von denen Pferde bei Sportveranstaltungen betroffen sind. In den schwersten Fällen führen die Verletzungen dazu, dass die Tiere getötet werden müssen. Ziel der Kundgebung war es nicht, eine einzelne Veranstaltung zu kritisieren, sondern auf die möglichen Folgen des Rennsports für die beteiligten Tiere aufmerksam zu machen und eine öffentliche Diskussion über deren tatsächliches Wohlergehen anzuregen. Mit dieser Aktion möchte die LAV zu einem besseren Verständnis der Pferde und der damit verbundenen Problematik beitragen sowie auf die Risiken und Formen der Ausbeutung hinweisen, denen sie ausgesetzt sein können. Das Wohlergehen der Tiere ist eine unverzichtbare Priorität. Dazu müssen zunehmend wirksamere Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden.
Neues Parkinson-Training in Naturns
Seit Februar 2026 trainieren Parkinson-Betroffene zweimal pro Woche jeweils eine Stunde mit einem Personal Trainer. Bis zum Juli fand das Training bei Siegi im Profitness im Gemeindehaus statt. Durch den Ausfall des Trainers musste eine andere Möglichkeit gefunden werden. Dazu Franz Wimmer von Parkinson Aktiv: „Es war natürlich schwer, mitten in den Sommerferien eine geeignete Person und einen Trainings-Struktur zu finden. Per Zufall habe ich von Andrea Schöpf gehört, die schon im Seniorenbereich in Naturns als Trainerin tätig war.“ Damit hatte sich auch die Suche nach einer geeigneten Lokalität erledigt. Andy, wie sie von Freunden genannt wird, hatte beste Kontakte zum Seniorenheim Naturns und der Mehrzwecksaal ist für das Parkinson-Aktiv-Training bestens geeignet. Mittlerweile ist sie seit über einem Monat als Trainerin aktiv und sie wird - mit ihrer Art das Training zu gestalten - auch von den Betroffenen sehr geschätzt.
Eine neue Verkehrslösung für Südtirol – ausgehend vom Vinschgau
In unseren Städten und Dörfern zirkulieren vor allem in den Stoßzeiten viele Autos, in denen sich nur eine Person, der Fahrer, befindet. Dies führt zu Staus und Zeitverlust, was uns alle belastet. Dafür gäbe es eine einfache Lösung: Personen, die zur gleichen Zeit in dieselbe Richtung fahren, könnten Fahrgemeinschaften bilden, anstatt allein in ihrem PKW zu fahren. Damit könnte man Geld sparen, die Fahrt stressfreier gestalten, weniger Zeit in Staus verlieren, leichter einen Parkplatz finden. Warum wird das so wenig praktiziert? Die Umweltschutzgruppe Vinschgau hat sich mit dieser Thematik befasst und sich an den Meraner Verkehrsexperten Sergio Fedele gewandt. Fedele hat sich mit der Materie auf wissenschaftlicher Basis befasst und unterrichtet auf dem italienischen Staatsgebiet „carpooling“. Was sind seine Antworten auf unsere Frage: Einem Unbekannten eine Mitfahrgelegenheit anzubieten, wird als potentiell gefährlich und unangenehm wahrgenommen. Man glaubt, Flexibilität und Zeit zu verlieren und der persönliche Vorteil scheint gering zu sein. Fedele ist von der Theorie zur Praxis übergegangen und hat mit seinem Startup Team die App LigthRide entwickelt, die diese Probleme effizient löst: Es wurden 5 Sicherheitsfilter eingebaut, verschiedene Funktionen, um Fahrer und Mitfahrer zu unterstützen und vieles mehr. Vor einigen Monaten wurde mit dem Projekt LightRide im Vinschgau gestartet, seither wird es auch in anderen Regionen Italiens getestet. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau arbeitet mit Betrieben, Organisationen und Institutionen zusammen, um diese Innovation bekannt zu machen, die weder Infrastruktur noch finanzielle Unterstützung benötigt. Wir unterstützen die Absicht, die hinter LightRide steckt: Fahr gemeinsam, tu Gutes! Die Fahrer entscheiden, ob sie den Beitrag des Mitfahrers behalten oder einer ehrenamtlichen Organisation spenden wollen. Eine wertvolle Hilfe für das Ehrenamt!