Leserbriefe
Oberländer Landsturm trauert um Siegfried Steger
Die Nachricht vom Tod von Siegfried Steger (im Bild) erfüllt den Oberländer Landsturm mit großer Trauer. Er war aktives Mitglied und auch Ehrenmitglied beim genannten Verein. Seine Mitgliedschaft war für den Oberländer Landsturm eine große Ehre und bedeutete eine entsprechende Wertschätzung seinerseits für den Oberländer Traditionsverein. Die Erzählungen von Siegfried Steger über seine damaligen Aktivitäten und Erlebnisse als „Puschtra Bui“ bleiben bei den Mitgliedern des Oberländer Landsturmes für immer in Erinnerung.
Privatisierung Reinigungsdienste Krankenhaus Schlanders
Sorge und Enttäuschung, als wir Eltern Behinderter von dieser Auslagerung erfahren haben. Für viele Menschen mit Behinderung oder Menschen mit psychischen Problemen sind diese Arbeitsplätze oft die einzige Möglichkeit, um in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen. Durch die Privatisierung fehlen diese Arbeitsplätze in Zukunft für diese Menschen völlig, und für jene, die aktuell einen solchen Arbeitsplatz haben, wird es enorm schwierig werden, wenn die Arbeitskollegen, die ihnen oft eine notwendige Stütze sind, wegfallen. Wo sollen in Zukunft Arbeitsplätze gefunden werden, wenn man diese Entwicklung weiter vorantreibt, bei einer rasant steigenden Zahl von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, wie es unlängst in der Tageszeitung Dolomiten zu lesen war?
Stellungnahme des Ausschusses des Vinschger Reit- und Fahrvereins
Mit Bedauern haben wir den veröffentlichten Leserbrief (Ausgabe 03/2026) zur Kenntnis genommen. Die darin erhobenen Vorwürfe zeichnen ein Bild unseres Vereins, das wir in dieser Form nicht stehen lassen können und das in wesentlichen Punkten nicht den Tatsachen entspricht. Zunächst stellen wir klar: Die Versorgung und das Wohl unserer Pferde war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Vorwurf, fahrlässig oder nachlässig agiert zu haben, wird entschieden zurückgewiesen. Jeder, der unseren Stall und unsere Arbeit kennt, weiß, dass diese Behauptung jeder Grundlage entbehrt. Wir sind auch immer wieder mit verschiedenen Tierärzten und der Amtstierärztin im Kontakt und hatten in der ganzen Vereinsgeschichte noch keine einzige Beanstandung bezüglich der Haltung und Pflege unserer Pferde. Im Gegenteil. Immer wieder bekamen wir hierfür Lob zugesprochen. Zur allgemeinen Pflege der Anlage möchten wir betonen, dass laufend Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei einem Verein unserer Größe sind Abnutzungserscheinungen trotz größter Sorgfalt nicht vollständig vermeidbar. Wir sind und bleiben jedoch bestrebt, diesen kontinuierlich entgegenzuwirken. Ein konkretes Beispiel dafür sind die neu errichteten beziehungsweise erweiterten Paddocks. Diese wurden nicht nur erneuert, sondern auch einheitlich so konzipiert, dass im Falle eines Brandes eine raschere und sicherere Rettung der Tiere ermöglicht wird. Der Vorwurf mangelnder Transparenz in Entscheidungsprozessen wird klar und entschieden zurückgewiesen. Die Mitglieder wurden schriftlich informiert; zudem fanden entsprechende Sitzungen statt, in denen die betreffenden Themen besprochen und mehrheitlich beschlossen wurden. Sämtliche Entscheidungen wurden im Rahmen der geltenden Vereinsstrukturen und unter Einhaltung der satzungsgemäßen Zuständigkeiten getroffen. Auch hinsichtlich der Verwendung finanzieller Mittel möchten wir klarstellen, dass Investitionen stets mit Blick auf Dringlichkeit und Rentabilität getätigt werden. Uns ist bewusst, dass nicht jede Maßnahme für alle Mitglieder gleichermaßen unmittelbar sichtbar oder einleuchtend ist. Dennoch können wir versichern, dass alle Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen sowie im Interesse des Gesamtvereins getroffen werden. Die im Leserbrief geäußerten Vorwürfe gezielter Schikanen weisen wir entschieden zurück. In unserem Verein wird niemand bewusst benachteiligt oder schikaniert. Unterschiedliche Auffassungen und Meinungen sind Teil eines lebendigen Vereinslebens – daran kann und sollte ein Verein wachsen. Bei so vielen unterschiedlichen Perspektiven ist es nicht immer einfach, eine Lösung zu finden, die jedem Einzelnen entspricht. Differenzen sollten jedoch im direkten Dialog und nicht über öffentliche Konfrontation geklärt werden. Ein respektvoller und konstruktiver Umgang miteinander sollte für alle selbstverständlich sein. Wir laden alle Mitglieder ein, aktiv und konstruktiv an der Weiterentwicklung unseres Vereins mitzuwirken. Kritik ist wichtig und willkommen – sofern sie sachlich, lösungsorientiert und im persönlichen Austausch vorgebracht wird. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unseren Verein als Ort der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Respekts und der gemeinsamen Leidenschaft für die Pferde zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Appell für ein lebenswertes Schlanders
Schlanders hat den ersten Preis als „Vanguard City – Europäische Hauptstadt des kleinen Einzelhandels 2026“ gewonnen und damit ein europaweit beachtetes Signal gesetzt: Ein Dorf, in dem alles in 7 Minuten zu Fuß erreichbar ist, das konsequent auf ökologische Haltung, E Mobilität, sichere Radwege, ein lebendiges Zentrum und Gemeinschaft stärkende Ideen setzt, wurde in Brüssel ausgezeichnet. Dieser Anerkennung liegt eine klare Vision zugrunde: Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen Vorrang haben – nicht Autos. Gerade deshalb würde der Bau einer Tiefgarage im historisch bedeutsamen, grünen und sensiblen Kapuzineranger im direkten Widerspruch zu den Prinzipien stehen, für die Schlanders ausgezeichnet wurde. Der Kapuzineranger ist mehr als eine Fläche: Er ist ein Ort der Ruhe und Erholung, ein Gemeinschaftsgarten, ein Stück Geschichte, ein Symbol für das, was ein Dorf lebenswert macht. Wer „Vanguard City“ in Europa sein will, darf nicht gleichzeitig seinen wertvollsten Grünraum versiegeln. Wer für nachhaltige Mobilität geehrt wird, kann nicht im Herzen des Dorfes ein Projekt vorantreiben, das genau diese Idee untergräbt. Und wer ein 7 Minuten Dorf sein will, ein lebendiges, fußgängerfreundliches Zentrum anstrebt, braucht dezentrale Parklösungen – nicht eine Tiefgarage im empfindlichsten Teil des Ortskerns. Schlanders braucht jetzt den gemeinsamen Willen, seine Auszeichnung ernst zu nehmen und das zu bewahren, was unser Dorf einzigartig und lebenswert macht. Der Kapuzineranger muss als unversiegelter, kühlender Grünraum im Herzen von Schlanders geschützt bleiben – für uns und für kommende Generationen.
Richtigstellung
Auf eine Richtigstellung zum Bericht, der in der Ausgabe 3/2026 des der Vinschger über die Jahreshauptversammlung des Heimatpflegevereines Naturns-Plaus erschienen ist, legt der Vorstand des Bezirks Vinschgau des Heimatpflegeverbandes mit Obmann Franz Fliri wert. Der Autor des Artikels, Günther Schöpf, hat den HPV Naturns-Plaus als „einzigen existierenden Verein zwischen Reschenpass und Töll“ bezeichnet. Diese Formulierung ist missverständlich, entspricht nicht den Tatsachen und leugnet die Aktivitäten des Kulturvereins Schnals und der Heimatpflegevereine von Latsch, Glurns und Mals. Der Autor möchte sich für die unglückliche Formulierung bzw. Falschmeldung entschuldigen. Sie ist entstanden aus der eindrucksvollen Gestaltung der Jahreshauptversammlung des Heimatpflegevereines im Rathaus von Naturns, und sollte keinesfalls eine Bewertung der wertvollen Tätigkeit anderer Heimatpflegevereine im Bezirk Vinschgau sein.