Leserbriefe

DANKBARKEIT und DEMUT

Es ist mir ein großes Bedürfnis mich auf diesem Wege beim Krankenhaus Schlanders, Abteilung Chirurgie und Medizin, dem Day Hospital zu bedanken. Während meiner Krebstherapie und dem stationären Aufenthalt wurde ich, trotz schwieriger Arbeitsbedingungen, von den Ärzten/innen, Krankenschwestern, Krankenpflegehelfer/innen rund um die Uhr mit großer Professionalität, Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen und Respekt gepflegt und betreut – das schaffte Vertrauen, Geborgenheit und Zuversicht. Ein Dank auch meiner Ärztin und den Krankenschwestern, den Mitarbeitern am Empfang der Bonvicini Klinik in Bozen, welche mich ebenfalls während der 2-monatigen Strahlentherapie mit Fürsorge und Einfühlungsvermögen begleitet haben. Auch den Fahrern/innen des Weißen Kreuzes, welche mich täglich sicher nach Bozen chauffiert haben, dem Krankenpflegedienst Mittelvinschgau ein aufrichtiger Dank. Das Gefühl der Demut empfinde ich für die Menschen, welche diesen schweren Beruf gewählt haben und unermüdlich durch ihren persönlichen Einsatz den Mitmenschen in ihrer Krankheit mit Menschlichkeit und medizinischen Kenntnissen begegnen. Danke auch meiner Familie, meinen Freunden, den Mitmenschen aus unserer Dorfgemeinschaft, welche mir durch ihre Gebete und Genesungswünsche Kraft gegeben haben und geben. Aber über allem steht die schützende und stärkende Hand des Glaubens, der Dreieinigkeit, welche uns immer wieder Halt gibt und den Menschen in ihrem schweren Beruf die nötige Kraft schenkt.

Magdalena Meauschek Carusi, Latsch, 18.01.2023

Kann Südtirol eine Modellregion werden, in der Tierwohl und Profit kein Gegensatz mehr sind?

Die Frage stellte Gabriele Crepaz am Montag, 09.01.2023 in der Sendung Nachgeschaut im Rai Sender Bozen zum Thema Tiertransporte in Südtirol, ein Thema, das laut Moderatorin vielen unter der Haut brennt. Wir sahen eine äußerst verhaltene Gesprächsrunde, in der jeder jedem Recht geben konnte. Kein Wunder! Von den genannten „Vielen“, oder zumindest von einer Vertretung der Tierschutzorganisationen, war keine Spur, und keiner der Anwesenden zeigte Interesse daran, die Diskussion auf die zugrundeliegenden Problematiken der Transporte, auf die wahre Brutalität derselben und auch auf die Grausamkeiten, die die Tiere im Anschluss der Transporte erfahren müssen, zu lenken. Auch die in der Sendung gezeigte Reportage war, wie von den Autoren selbst erklärt, mit den Transporteuren abgesprochen. Es leuchtet damit sicher jedem ein, dass wir hier nur die Sonnenseite der Geschichte gesehen haben. Ich getraue mich zu behaupten: die „vielen“ mündigen SüdtirolerInnen wissen darüber Bescheid, dass vor allem wenige Wochen alte, nicht selten auch kranke und schwache Kälber, auch von Südtirol, z.B. nach Spanien zur Mast gebracht und von dort weiter in Drittländer in Nordafrika oder in den Nahen Osten verschifft werden, wo ihnen bei vollem Bewusstsein die Sehnen durchgeschnitten, die Augen ausgestochen und die Halsschlagader durchtrennt wird. Die grausame Schächtung europäischer Kälber und Rinder wurde von internationalen Tierschutzorganisationen schon öfter dokumentiert und belegt. Es braucht mehr als einen starken Magen um die Bilder dieser Dokumentationen anschauen zu können. Mein Fazit zur Sendung: das Thema Tierwohl und Tiertransporte kann nicht darauf reduziert werden, dass 20 Kontrollen von Tiertransporten am Brenner pro Jahr(!) VIELLEICHT zu wenig seien, und dass den armen Tieren während der Transporte vom polnischen Fahrer Wasser zur Verfügung zu stellen wäre. Tierwohl und Tiertransporte über hunderte und sogar tausende Kilometer sind nie vereinbar! Und reden wir Klartext: der ganze (wohlgemerkt von uns Steuerzahlern subventionierte) Profit geht nicht einmal an unsere Bauern, sondern an die Tiertransportfirmen. Also lieber RAI Sender Bozen: das nächste Mal mutet uns SüdtirolerInnen ruhig zu, auch unbequeme Wahrheiten in der Primetime zu hören und zu sehen.

Ulrike Kuntner, 23.01.2023

Sicherheitslage in öffentlichen Verkehrsmitteln

Immer wieder werden wir Zeugen von aggressiven und unangemessen Verhalten von Reisenden, die keinen Respekt gegenüber Jugendlichen, zum größten Teil Mädchen (Frauen) zeigen. Es kommt zu sexuellen Übergriffen und auch sexuellen Handlungen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Anstatt diese Kriminellen zu verfolgen und die Sicherheit zu gewährleisten, werden wir hingegen von Kontrolleuren kontrolliert und drangsaliert. Ab Jänner müssen Jugendliche den Personalausweis vorweisen anstatt nur den Südtirol Pass oder das Abo+. Es ist unmöglich mit einem sicheren Gefühl in öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Wir sind die Zukunft von morgen. Damit wird keine Werbung gemacht für eine klimaschonende Mobilität. Wenn man sicher reisen will, muss man private Fahrzeuge benützen. Sollte sich die Sicherheitslage nicht schlagartig bessern, werden wir öffentliche Verkehrsmittel meiden. Mit einem dringenden Aufruf auch an die Politik, wollen wir, dass sich diese Zustände positiv verändern.

Die Klasse 1B SOGYM, Mals, 30.01.2023

Unser Biotop - Schludernser Au: Müll nicht in freier Natur liegen lassen

Wir, die 2A der Mittelschule Glurns, haben am 17. November 2022 einen spannenden Projekttag in die Schludernser Au unternommen. ProjektpartnerInnen waren Helga Seeber vom Amt für Natur, Pino Manuel Gluderer von der Forststation Mals, Susanne Hellrigl von der Pädagogischen Abteilung, unsere Klassenlehrerin und Lehrperson für Mathematik/Naturwissenschaften Arnild Cosima Tappeiner. Als Begleitperson war die Lehrperson Adelheid Weisenhorn dabei. Unsere Direktorin Karin Mazzari hat das Projekt auch unterstützt. An diesem Projekttag war für uns forschendes selbstständiges Arbeiten in Kleingruppen angesagt, wobei uns die ExpertInnen Frau Seeber und Herr Gluderer unterstützten. Anhand der Forscherfragen erkundeten wir als Team die Schludernser Au. Wir SchülerInnen hielten später eine Forscherkonferenz ab und zwei Schülerinnen der Klasse übernahmen dabei die Moderation. Danach vertieften wir unsere Erkenntnisse durch eine Führung, welche unser Wissen über die Schludernser Au förderte. Wodurch wir erfahren haben, wie wichtig die Sensibilisierung für den Naturschutz ist. Nach Beendigung dieses Projekttages haben wir wichtige Erkenntnisse mitgenommen: Die Bedeutung der Schludernser Au als Lebensraum für viele Lebewesen, welche außerhalb der Au sehr selten oder gar nicht vorkommen. Auen sind die biologisch produktivsten und artenreichsten Lebensräume, das haben wir dabei gelernt. Liebe LeserInnen, wir möchten Sie mit diesem Artikel dazu aufrufen, den Müll nicht in freier Natur einfach liegenzulassen, denn leider haben wir während dieses Projekttages bemerkt, dass viele Menschen respektlos mit der Natur umgehen. Wir danken allen, die sich dafür eingesetzt haben, dass dieser Projekttag zustande kam.

Judith, Hemma, Jonas, Matthias, Mara und Tobias, 23.12.2022

Neujahr

Tag und Nacht im Mondeskreise wiederholt sich seit Ewigkeiten. In diesem Licht- und Schattenreigen, auf der Erde der Mensch entkeimte. Hell und Dunkel der Natur noch Heute genüge ist, der Homo Sapiens damit sich nicht zufrieden gab. Suchte Rat bei seinen Sinnen und degradiert den Ablauf nach seinem Willen, somit die Zeit erfand. Einfach nach Monden teilen ließ er hinter sich bisweilen. Farbenfroh wünsch ich Allen alles Gute überall, in der Zeit der neuen Zahl.

Hornbacher Arthur Rinner, Goldrain, 30.12.2022

Wo ist „Lapo“

Dank des Suchaufrufes im Vinschger gab es bereits mehrere Meldungen von Personen, die den Artikel gelesen und unsere Katze in Kastelbell/Tschars sowie in Naturns (Kompatsch) gesichtet haben. Lapo wird weiterhin vermisst, wir hoffen, durch die neuen Informationen vielleicht weitere Hinweise zu erhalten. Der Kater ist am 23. Oktober in Vetzan weggelaufen, nach einem Umzug von Tschirland nach Vetzan. Obwohl sowohl in Vetzan als auch in Tschirland Plakate ausgehängt wurden und auch über Soziale Medien nach „Lapo“ gesucht wurde, ist der Kater noch immer nicht aufgetaucht. Er hat übrigens einen roten Fleck auf der Nase. Nicht auszuschließen ist, dass der Kater in Richtung Tschirland zurückgekehrt ist. Wer „Lapo“ gesehen hat oder mit Hinweisen helfen möchte, kann sich gerne bei unter Tel. 346 18 12 020 melden. Wir werden uns dafür erkenntlich zeigen.

Carolina und Luca, Vetzan, 06.01.2023

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