Leserbriefe

Camper-Stellplatz in Sulden

Dem interessanten Artikel im der Vinschger vom 12.09.2017, ist zum besseren Verständnis Folgendes hinzuzufügen: Am • 19. Juli 2016 trat die Verordnung Nr. 799 der Landesregierung zur Regelung von Wohnmobil-Stellplätzen in Kraft • 15. März 2017 wurde die Baukonzession von der Gemeinde Stilfs ausgestellt • 24. Mai 2017 fand die Bürgerversammlung in Sulden statt - also nicht „im Sommer bzw. als die Bauarbeiten in vollem Gange“ waren! • 12. Juni 2017 wurde der Baubeginn gemeldet. Es wäre also für die Gemeindeverwaltung, den Planer und den Bauherrn genügend Zeit verblieben, sich über die geänderte Gesetzeslage zu informieren, ohne jetzt mit zwei Lizenzen (!) oder einem Erweiterungsprojekt die Angelegenheit gerade biegen zu wollen. Oder war dies vielleicht schon der anfängliche Plan bzw. eine stillschweigende Vereinbarung, die jetzt, eine im Prinzip für Sulden erstrebenswerte Einrichtung, ins falsche Licht rückt? Man gewinnt den Eindruck, dass bei der Gesamtheit dieses Projektes die erwähnte „Transparenz und Konformität“ auf der Strecke geblieben ist. Bei der Lärm- und Staubbelästigung handelte es sich nicht nur um das „Herankarren von Material aus dem Suldenbach“ an die Baustelle, sondern um die extrem laute Verarbeitung durch eine Schottermühle vor Ort und den anschließenden Abtransport des gemahlenen Materials (warum?). Und … die Sommersaison ist in Sulden bekanntlich extrem kurz, beschränkt sich jedoch Gott sei Dank nicht nur auf die 13 Tage vom 14.-27.08.2017, an denen der Baubetrieb wegen Sommerferien der Baufirma ruhte!

Franz G. Angerer, Schlanders/Kortsch, 13.09.2017

Tote Bienen – Sind Pestizide Schuld?

Die Umweltschutzgruppe Vinschgau ist auf einen größeren Schadensfall mit zahlreichen toten Bienen aufmerksam gemacht worden. Aufgrund des Verdachts einer Pestizidbelastung wurden die toten Bienen an ein spezialisiertes Labor nach Deutschland geschickt. Die Ergebnisse der Untersuchungen haben nun diesen Verdacht bestätigt. Es wurden drei verschiedene Wirkstoffe gefunden, darunter zwei Fungizide und ein Insektizid. Bei einem der gefundenen Wirkstoffe handelt es sich um ein Insektizid aus der Klasse der Neonico­tinoide. Über deren Gefährlichkeit für Bienen wird seit Jahren gestritten, wobei neue Studien die Schädlichkeit dieser Wirkstoffe belegen. Ebenso ist lt. dieser aktuellen Studien eine verstärkte Giftwirkung der Neonicotinoide durch das Zusammentreffen mit Fungiziden möglich. Experten weisen immer wieder auf das nicht abschätzbare Risiko der so genannten Wechselwirkungen von Pestiziden hin, die sich durch das Zusammentreffen verschiedener Wirkstoffe ergeben. In Frankreich sind ab dem Jahr 2018 die gefährlichen Neonicotinoide verboten. Dort dürfen in öffentlichen Gärten keine Pestizide eingesetzt werden und ab 2019 auch nicht mehr in Hobbygärten. Auch Südtirol sollte diesem Beispiel folgen.

Umweltschutzgruppe Vinschgau, Vorsitzende Mag. Eva Prantl, 15.09.2017

„Weg damit“

Ich habe mich in meinem Leserbrief der letzten Woche („Weg damit?“, der Vinschger Nr. 30/2017) der Sprache eines Landtagsabgeordneten der SVP (Sepp Noggler) bedient, wo er dazu aufruft, Bär und Wolf zu entfernen, legal oder illegal. Ist das die Methode der Regierungspartei SVP, wenn sie nicht mehr weiter weiß? Sind das unsere gewählten Vorbilder? Ich wurde massiv bedroht, man werde mir Scheiben einwerfen und körperliche Gewalt antun. Politiker sollten doch Lösungsansätze bringen und nicht die Bevölkerung noch gegenseitig aufhetzen. In anderen Ländern wäre bei solchen Aussagen der Ruf nach Rücktritt laut geworden! Klarerweise fordere ich die Bevölkerung auf, nicht den Worten eines Sepp Noggler zu folgen, und sich nicht der Illegalität zu bedienen. Illegales ist strafbar und keine Lösung. Und das wollte ich vermitteln, mit der Sprache des Herrn Noggler. Es ist mir leider nicht gelungen und ich wurde deshalb falsch verstanden. Und ich wurde angegriffen.

Gerhard Pali, Prad, 17.09.2017

Rettungsmaßnahme für Kapelle in Tanas

Danke dem der Vinschger, dass er doch das Problem der Kapelle auf dem Bergbauernhof Unterfrinig in Tanas immer wieder in der Zeitung wachhält und anspricht. Danke dem zuständigen Lehrer der Berufs­schule Schlanders, Herrn Siegfried Tappeiner, dass er diese erste dringende Maßnahme, das Anbringen der „Schleider“, durch seine Schüler durchführte und damit den sicheren Zusammenbruch dieser Kapelle verhinderte. Die Erneuerung des Daches wäre natürlich die weiter notwendige Maßnahme, um den Weiterbestand der Kapelle zu sichern. Vielleicht hat jemand eine gute Hand, um mit den Besitzern über den weiteren Fortgang dieser Arbeiten zu verhandeln.

Ludwig Wilhlam, Graun, 18.09.2017

Skitechnische ­Verbindung Langtaufers-Kaunertal

Sehr geehrter Herr ­Landeshauptmann! Die Entscheidung über die Skiverbindung Langtaufers-Kaunertal, der der Gemeinderat von Graun im Vinschgau mit großem Interesse entgegensieht, steht unmittelbar bevor. Es geht hierbei nicht nur um die Umsetzung eines Seilbahnprojektes, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft unserer Gemeinde. In­sofern ist es den unterzeichnenden Mitgliedern des Grauner Gemeinderates ein Anliegen, sich persönlich an Sie zu wenden. Die Gemeinde Graun im Vinschgau zählt zu den strukturschwächsten Regionen Südtirols. Der Tourismus ist der einzige nennenswerte Wirtschaftszweig, der den Menschen in unserer Region Perspektiven bietet. Somit liegt es auf der Hand, dass wir in der Gemeinde alles Notwendige tun wollen, um diese unsere wirtschaftliche Lebensader nachhaltig zu sichern. Für eine nachhaltige Sicherung des Tourismus müssen wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um uns als attraktive Skiregion zu positionieren. Dafür brauchen wir einerseits die Verbindung der Skigebiete Haideralm und Schöneben. Andererseits aber auch die Realisierung der Verbindung „Langtaufers-Kaunertal“. Mit der Verbindung „Haideralm-­Schöneben“ schaffen wir ein neues starkes Angebot, das zudem dazu beitragen wird, zwei der vier Fraktionen unserer Gemeinde noch stärker zusammenzuführen. Die Verbindung „Langtaufers-Kaunertal“ bringt uns auf Grund der Höhenlage Schneesicherheit und eine Verlängerung der Wintersaison, wodurch die Auslastung unserer Betriebe steigen wird. Außerdem wäre Langtaufers-Kaunertal das erste grenzübergreifende Skigebiet der Europaregion Tirol. Die Ergänzung beider Angebote macht uns zu einer attraktiven neuen Skiregion und schafft neue Perspektiven für die Menschen in unserer Gemeinde. Für die Umsetzung der Verbindung besteht derzeit eine historische Chance: Die Finanzierung der Verbindung Langtaufers-Kaunertal ist gesichert. Mehr als 26 Mio. Euro werden investiert. Der Großteil der Arbeiten wird an heimische Betriebe vergeben. Wir wollen und können uns es nicht leisten, als strukturschwache Gemeinde auf solche Investitionen zu verzichten. Aus diesen Gründen hat der Grauner Gemeinderat im Mai 2016 mit einer Zweidrittel-Mehrheit die Machbarkeitsstudie Langtaufers-Kaunertal genehmigt. Nach Einsichtnahme der verschiedenen Stellungnahmen bzw. Einwände des Berichtes des Umweltbeirates, des Vorgutachtens des Amtes für Landesplanung sowie der Stellungnahmen der Oberländer Gletscherbahn möchten wir mit dem vorliegenden Schreiben als Mitglieder des Gemeinderates unsere politische Unterstützung für das Projekt Langtaufers-Kaunertal noch einmal klar zum Ausdruck bringen. Im Sinne unserer Gemeinde ersuchen wir Sie, Herr Landeshauptmann, und die Mitglieder der Landesregierung die Machbarkeitsstudie Langtaufers-Kaunertal zu genehmigen.

Andrea Frank, Josef Thöni, Magnus Blass, Patrick Eller, Thomas Federspiel, Alfred Hohenegger, Daniel Stecher, Stefan Stecher, Graun, 04.09.2017

Impf-Infoabend in Naturns

Etwas mehr als 100 Personen folgten der Einladung der Elterninitiative zur ganzheitlichen Impfaufklärung Naturns zu einem Informationsabend, der am 28. August in Naturns stattgefunden hat. Dahinter steht die Initiative „Ökokinderrechte Südtirol“ mit derer Initiator Holzer Reinhold aus Schlanders. Ziel dieser Kampagne ist es, in möglichst vielen Gemeinden Südtirols besorgte Eltern zu informieren und besonders impfkritischen Personen die verschwiegene Seite rund um dieses Thema aufzuzeigen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Vertreterin der Initiative, Sabine Kobler, die Anwesenden. Sie dankte Holzer Reinhold und dem Landtagsabgeordneten Andreas Pöder für ihren Einsatz. Anschließend wurde eine Filmdokumentation gezeigt, bei der eine Journalistin, die selber Mutter ist, über ihre Recherche zur MMR-Impfung berichtet, wobei sowohl impfbefürwortende als auch kritische Ärzte zu Wort kamen, sowie ein Mitglied der ­STIKO, ein Anwalt, Wissenschaftler, Impfexperten, Eltern und Vertreter der Pharmaindustrie. Der Film regte sehr zum Nachdenken an und zeigte auf, wie folgenschwer eine Entscheidung sein kann, deren Verantwortung immer noch bei den Eltern liegt. Der Dokumentation folgte eine Zusammenfassung der Eindrücke aus Südtirol, u.a. auch ein Auszug aus dem Sommergespräch mit dem Landeshauptmann, der sich offen für die Impfpflicht aussprach. Im Publikum saßen sehr aufmerksame Zuschauer und Zuhörer, darunter auch einige ­Ärzte. Holzer sprach im Anschluss an die Filmdokumentation kurz über die aktuelle Situation zum Impfzwangsgesetz und über die Inhaltsstoffe in Impfungen. Pöder erläuterte die unterschiedlichen Pflichtbestimmungen für Schule und Kinderbetreuungseinrichtungen. Der Abend klang mit nicht enden wollenden Fragen besorgter Eltern aus, auf die Pöder mit großer Geduld einging. 

Elterninitiative für ganzheitliche Impfaufklärung der Gemeinde Naturns, 04.09.2017

Weg damit?

Sepp Noggler, Regional­assessor und Landtagsabgeordneter im Süd-Tiroler Landtag, sagte bei der Eröffnung der „Schafr­hitt“ in Langtaufers (laut dem der Vinschger), dass Bär und Wolf in Süd-Tirol nichts zu suchen hätten, und sie weg müssten, legal, oder auch illegal. Nun, lieber Herr Abgeordneter Sepp ­Noggler, mache ich Ihnen hiermit ein Angebot. Für jeden Bären, jeden Wolf, der illegal entnommen wird, werde ich dafür sorgen, dass für jedes Tier, ob Bär oder Wolf, zehn Schafe oder eine Kuh oder Kalb getötet werden. Natürlich illegal!

Gerhard Pali, Prad, 07.09.2017

Bär, Wolf und die SVP: Gescheite Gesetze statt Wilderei!

Die Bezirksgruppe Vinschgau der Süd-Tiroler Freiheit weist die Aussagen von Josef Noggler zur Bär- und Wolfproblematik zurück. Der Landtagsabgeordnete meinte im der Vinschger, man müsse die Tiere entfernen und zwar „legal oder illegal“. Die Süd-Tiroler Freiheit bewertet die Wiederansiedlung bzw. unkontrollierte Verbreitung der Raubtiere als ebenso problematisch und lehnt diese ab. Aber der Aufruf zur Wilderei offenbart nur die Schwächen der Autonomie und der SVP! Die Aussage Nogglers offenbart die Hilflosigkeit der SVP bei der ganzen Thematik und zeigt die Grenzen der vermeintlich „weltbesten Autonomie“ auf. Und dass, obwohl die Jagd und Fischerei eigentlich eine primäre Kompetenz des Landes Süd-Tirol wäre. Für Benjamin Pixner, Mitglied der Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit und Gemeinderat in Kastelbell-Tschars, sind Nogglers Worte Vorwahlkampfgeplänkel: „Es ist schon skurril, wenn ein Mitglied der Mehrheitspartei zum Gesetzesbruch aufruft. Es wäre Aufgabe der Mehrheit, die Gesetze so anzupassen, dass die Bauern auf den Almen und deren Tiere vor Wolf und Bär geschützt sind oder bei Zwischenfällen zumindest unkompliziert und ausreichend Entschädigung erhalten. Das wäre allemal besser als zur Wilderei aufzurufen!“

Bezirksgruppe Vinschgau der Süd-Tiroler Freiheit, 08.09.2017

Bannzone um Stadtmauer Glurns: Kann mir jemand helfen zu verstehen?

Die Landesregierung hat im ­Jahre 2014 eine Bannzone rund um die historische Stadtmauer ausgewiesen. Durch das Verbot von Betonsäulen sollte die Sichtbarkeit auf die Stadtmauer gewährleistet bleiben. Doch nun hat dieselbe Landesregierung diesen Beschluss durch das Erlauben von Holzsäulen selber unterlaufen. Nun verstehe ich nicht, wollte die Landesregierung die Sichtbarkeit der Stadtmauer sichern oder wollte sie dies nicht? LH Kompatscher hat versprochen, es besser zu machen als sein Vorgänger und die Fachgutachten der eigenen Landesämter zu respektieren. Nun aber macht er in gleicher Manier weiter. Welchen Sinn machen dann diese Landesämter? Was sagt LR Mussner als Zuständiger für die Denkmalpflege dazu? Was sagen die Touristiker dazu, wenn solche Attraktionen hinter Säulen versteckt werden? Verabreichen die Politiker uns Bürgern nur Placebos?

Hanns Fliri, Naturns, 08.09.2017

Verstehe das wer will

Anstatt den Schutz der historischen Stadtmauern vor landschaftlichen Beeinträchtigungen zu unterstützen, erlaubt die Landesregierung auf Betreiben des Bauernbundes die Entstellung der Stadtansicht durch eine Intensiv-Obstanlage inmitten des 100 m Bannstreifens. Es ist nämlich einerlei ob die Ansicht durch eine Holz- oder Betonsäulenkonstruktion entstellt wird. ­Offensichtlich soll die Bannzone nicht jene Funktion erfüllen, für die sie eingerichtet wurde, nämlich den Schutz des mittelalterlichen Städtchens Glurns vor ästhetischen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Intensiv-Obstbau. Verstehe das wer will.

Joachim Winkler, Mals, 10.09.2017

Impfzwang

Bei 5 Geschwistern gab es bei Kinderkrankheiten keine Isolierung, nur 3 Tage absolute Bettruhe. Nach jeder Kinderkrankheit gab es einen Entwicklungsschub. Die Natur stellt Kinder durch Kinderkrankheiten ruhig, damit die ganze Energie, die für das Wachstum nötig ist, zur Verfügung steht. Heute sind die Eltern meistens beide berufstätig, es gibt keine Bettruhe, sondern Medikamente zur Unterdrückung der Krankheit. Frau Gesundheitsministerin, machen Sie das auch so? Wie anders ist es zu verstehen, dass Sie einen Impfzwang mit 12 Pflichtimpfungen einführen, die gleichzeitig verabreicht werden? Geht es hier um Geld oder um Beteiligung am Profit der Pharmaindustrie? Es gibt legale Getränke, die schlimmere Effekte haben als Drogen. Warum kümmert sich die Frau Ministerin nicht um diese reale Gefahr? Ein nicht geimpftes Kind ist keine Gefahr für die Gesellschaft und Eltern sind immer für ihre Kinder verantwortlich, auch bei Impfschäden übernimmt die Ministerin nicht die Verantwortung! Also lasst die Eltern selber entscheiden! Hallo Leute! Wisst ihr, dass es bereits einen Vorschlag für einen Impfzwang für Erwachsene gibt! Bei nicht Impfung soll der Führerschein nicht verlängert werden!

Irene Thöni, Mals, 10.09.2019

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