Leserbriefe

Ohrenbetäubende Böllerschüsse

Ein wunderschönes, erhabenes und traditionsreiches Kirchenfest zu Ehren der Mutter Gottes - und Sie hat das Dorf und seine Menschen auch an diesem schönen Herbsttag wieder mit herrlichem Sonnenschein bedacht! Ob es aber notwendig ist, die Mutter Gottes 24 Stunden lang mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen auf Ihren Ehrentag aufmerksam zu machen? Oder würde auch Sie ruhigere Töne vorziehen? Dieses Macho-Gehabe ist doch nicht mehr zeitgemäß! Da ist es sogar verständlich, dass sich bei der Knallerei im Franzikusviertel die Felsbrocken lösen! Und haben die Akteure - von denen es einige mit den Kirchenbesuchen vielleicht gar nicht so genau nehmen - denn einmal an die Tiere gedacht, die sich vor Angst in die hintersten Ecken verkriechen? Oder an die Senioren im Bürgerheim und an die Kranken und Leidenden im Krankenhaus, wenn sie über deren Köpfe Geld und Energie verpulvern? Und wie viele Menschen werden an die schlimmsten Stunden ihres Lebens wie Krieg, Terror, Verbrechen, Unterdrückung, Angst erinnert? Als am Vorabend um 19.30 Uhr das Geknalle begann, haben in der Wielanderkurve und am Bahnhof-Kreisverkehr mehrere Fahrzeuge angehalten und die Fahrer verschreckt die Reifen ihrer Autos nach Platzern untersucht! DAS MUSS DOCH NICHT SEIN!

Franz G. Angerer, Schlanders/Kortsch, 15.09.2019

Zur Polemik um den BBT-Vorstand

Es ist doch für jeden „ehrlichen Bürger“ offensichtlich und nachvollziehbar, dass ein Konrad Bergmeister (ich verzichte bewusst auf alle seine Titel) „nicht“ in das „italienische Abrechnungssystem“ passt.

Josef, Winkler, Planeil, 01.09.2019

Offener Brief an Gerhard Dichgans

Sehr geehrter Herr Dichgans, Sie werden in Südtirol innerhalb des Genossenschaftswesens als rühriger und sehr erfahrener Manager der Obstwirtschaft geschätzt. Zu dieser Obstwirtschaft gehören inzwischen südtirolweit beinahe 80.000 Tonnen Bio-Äpfel, rund 12% der Obstbaufläche Südtirols. Es ist uns schon klar, dass aus Ihrer Sicht der Bio-Obstbau eine Nische darstellt, trotzdem bedarf es einiger Richtigstellungen, um das Bild des biologischen Obstbaus, das Sie im „Dolomiten“- Interview vom 27. August 2019 wiedergegeben haben, zurecht zu rücken: 1. Der Bioanbau sieht das Thema Nachhaltigkeit in seiner ursprünglichen Definition, in der Lösungsfindung zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragestellungen. Das Anerkennen der Natur und ihrer Wirkungsmechanismen stehen im biologischen Obstbau an erster Stelle. Aus diesem Grund, und nicht wegen einer vermeintlichen Rückentwicklung, verwendet der biologische Obstbau nur natürliche und naturidente Pflanzenschutzmittel. Wir benötigen die Ergebnisse der Wissenschaft und sind für jegliche Entwicklungen offen, die sich mit unseren Prinzipien vereinbaren lassen. 2. Kupfer wird im biologischen und im integrierten Obstbau eingesetzt. Unsere Bio-Obstbauern in Südtirol verwenden maximal 3 kg Kupfer pro Hektar und Jahr, in der Regel sind es je nach Sortenspektrum um die 1,5 kg Kupfer/ha. Diese Mengen reichern sich nicht im Boden an, im Gegenteil: Durch die organische Düngung und den Verzicht von Herbiziden beherbergen Bio-Böden eine Vielzahl von Bodenlebewesen, Regenwürmern, Bodenbakterien und Actinomyceten. 3. Der Bio-Anbau ist eine zukunftsorientierte Landbaumethode, die versucht durch Humusaufbau und organische Düngung das Klima zu schützen, Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit zu fördern und regionale Kreisläufe zu forcieren. Dieser Weg ist noch nicht zu Ende gegangen, und wir verfolgen weiterhin mit Freude diese Vision und unser Ziel. Wenn Tourismus, Wirtschaft, Konsument/innen und die Politik diesen unseren Weg mit unterstützen, wird der Biolandbau mit Sicherheit eine Landbaumethode mit Zukunft bleiben!

Toni Riegler (Obmann) und Reinhard Verdorfer (Geschäftsführer), Im Namen des Vorstandes des Bioland Verbandes Südtirol, Terlan, 02.09.2019

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