Leserbriefe

Pass - Doppelpass

Es steht jeden Medium frei, über den Pass vom Vaterland Österreich zu berichten, ihn lächerlich zu machen, ihn klein zu reden, ihn als unwichtig ab zu tun, oder zu glauben zu wissen, dass nur ganz wenige Süd-Tiroler ihn überhaupt wollen. Sepp Laner, der Chef des der Vinschger meint dazu, dass viele Süd-Tiroler/innen zwar gefühlsmäßig mit dem Vaterland Österreich verbunden sind, aber die Begeisterung für die doppelte Staatsbürgerschaft sich in Grenzen hält. Ob Sepp Laner in weiser Voraussicht auch schon den Wahlausgang vom 21.10.2018 voraussagen kann? Die „vielen“ Süd-Tiroler/innen, die laut Sepp Laner mit dem Vaterland verbunden sind, so glaube ich, werden um den Pass an- suchen, und noch einige mehr. Und dass man mit dem Pass nicht weit komme, dem widerspreche ich auch, denn jeder weiß, dass man mit einem Pass die ganze Welt bereisen kann. Und Glaube mir, lieber Sepp, das Märchen mit der Mutter, wo nur ein Kind ein Eis bekommt und das zweite nicht, ist eben nur ein Märchen. Jede/r Süd-Tiroler/in kann heutzutage sich ein Eis leisten, wenn er/sie will, niemand wird gezwungen, ein Eis zu kaufen und dann zu essen. So ist es auch mit dem Pass, vom Vaterland, wer will, soll ihn haben, wer nicht, soll es lassen. Wir sind eine österreichische Minderheit in einen fremden Staat, haben nur deswegen eine Sonderautonomie, und wenn wir als Österreicher den Pass bekommen, wird das in Zukunft unsere Autonomie stärken und schützen.

Gerhard Pali, Prad, 30.09.2018

In vielen familienpolitischen Fragen einig

Kurz vor den anstehenden Landtagswahlen hat die Allianz für Familie alle derzeit im Landtag vertretenen Parteien aufgerufen, sich zu den wichtigsten familienpolitischen Fragen zu äußern. In vielen Punkten sind sich die Südtiroler Parteien sehr einig. Eine bessere Rentenabsicherung von Erziehungszeiten oder die Realisierung echter Wahlfreiheit für Eltern sind allen ein gemeinsames Anliegen. Nahezu alle befragten Parteien befürworten eine steuerliche Entlastung von familienfreundlichen Unternehmen und den Ausbau von Nachmittagsangeboten in Kindergarten und Schule.Auch was das leistbare Wohnen angeht, ist man sich des Handlungsbedarfs bewusst. Die Vorschläge gehen in Richtung Co-Housing (PD) und Mehrgenerationenhäuser (Team Köllensperger), geförderte Mietwohnungen für den Mittelstand (Grüne) und Maßnahmen gegen Immobilienspekulationen (Die Freiheitlichen). Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, ist die SVP der Meinung, dass Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten an die Bedürfnisse der Familien angepasst werden müssen, der PD würde die Schulen gleich ganzjährig geöffnet halten und dort in den Ferien Sprach- und Sportkurse anbieten. Und während die BürgerUnion zumindest Mittagstische an allen Wochentagen fordert, sind Die Freiheitlichen der Ganztagsschule für Kinder berufstätiger Eltern nicht abgeneigt. Auf die Frage ob Direktzahlungen für Familien oder der Ausbau der Kinderbetreuung forciert werden solle, sind sich die Parteien einig: Es braucht beides. Aber während Die Freiheitlichen eine Loslösung des Kindergelds von den Einkommensverhältnissen fordern, schlägt die Süd-Tiroler Freiheit ein Schulstartgeld von 150 Euro pro Kind vor. L‘Alto Adige nel cuore würde sich eine kostenlose Betreuung in Kinderhorte/Kitas wünschen und Team Köllensperger schwebt sogar ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz vor. Die Allianz für Familie fordert die Parteien auf, in der bevorstehenden Legislaturperiode entsprechende Gesetzesvorschläge einzubringen, um für diese zentralen familienpolitischen Fragen konkrete Lösungen auf den Weg zu bringen.

Allianz für Familie, Bozen, 04.10.2018

Zu „Tierschützerinnen schlagen Alarm“ im der Vinschger Nr. 32/18 (1)

Der Tierschutzverein Vinschgau distanziert sich von den Aussagen der „Tierschützerinnen“. Unsere Zusammenarbeit mit den Amtstierärzten sowie mit dem tierärztlichen Dienst auch in Bezug auf Meldungen von Verstößen gegen Tierschutzgesetze funktioniert gut. Und sollten wir ein Problem mit irgendwelchen Behörden haben, versuchen wir es direkt mit den Betroffenen zu lösen.

Anita Pichler, Tierschutzverein Vinschgau, Latsch, 04.10.2018

Zu „Tierschützerinnen schlagen Alarm“ imder Vinschger Nr. 32/18 (2)

Der Tierärztliche Dienst nimmt von den erfolgten diffusen Behauptungen der selbsternannten „Tierschützerinnen“ Abstand und stellt Folgendes richtig: Die Thematik Tierschutz hat im Tier- ärztlichen Dienst ein prioritäres Tätigkeitsfeld. Jeder Tierschutzfall, der von Bürgern/innen schriftlich oder mündlich mitgeteilt wird, wird weiterverfolgt. Es ist eine institutionelle Aufgabe der Veterinärbehörde, alle eingehenden Meldungen zu überprüfen, zu kontrollieren und in der Folge die entsprechenden Maßnahmen im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu treffen. Mit den anerkannten Tierschutzvereinen pflegt der Tierärztliche Dienst eine auf Recht und Gesetz basierende professionelle Zusammenarbeit.

Dr. Franz Matthäus Hintner, Koordinator des Tierärztlichen Dienstes, Meran, 04.10.2018

Klares Nein zur Gewalt

Die Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen des Vereins Frauen gegen Gewalt Meran möchten den Angehörigen von Alexandra Riffeser ihr tief empfundenes Beileid ausdrücken. Es erfüllt uns mit Betroffenheit und Sorge, dass wieder einer Frau gewaltsam das Leben genommen wurde und wir nehmen aufrichtig Anteil an der Trauer der Familie. Fast jeden zweiten Tag berichten die Medien italienweit von Frauenmorden (femminicidi). Gesprochen wird meistens von Handlungen im Affekt, von zu großer Liebe, zu starker Eifersucht. Doch die Ermordung einer Frau durch den Partner ist keine „verzweifelte Liebestat“, sondern eine extreme Gewalttat mit tödlichem Ende. Der Täter stellt seine persönlichen Interessen über die der Frau, übt Macht und Kontrolle über sie aus, bestimmt über ihr Leben, meist gerade dann, wenn sie die Beziehung beenden möchte. Für diese Taten gibt es keine Rechtfertigung. Die Verantwortung liegt beim Täter. Es ist zu betonen, dass es sich um keine private Angelegenheit handelt, sondern eine gesellschaftliche Problematik, die angemessene Antworten von uns allen braucht. Die uneingeschränkte Anerkennung der Verantwortlichkeit des Täters ist dafür der wesentliche erste Schritt. Die Beratungsstellen gegen Gewalt an Frauen sind in Südtirol die spezifischen Anlaufstellen für alle Frauen die Unterstützung suchen. Auch andere Frauen und Männer, die über Gewalterfahrungen Bescheid wissen, können sich an die Beratungsstellen wenden und die Kontaktaufnahme der Frau unterstützen. Es ist wesentlich, dass auch die Fachkräfte in anderen Institutionen Gewaltbeziehungen als solche erkennen und die Betroffenen immer an die Beratungsstellen weitervermitteln, auch im Zweifelsfall. Die Phase der Trennung kann die Situation verschlechtern und ein Beratungsgespräch mit ausgebildeten Fachkräften hilft Gewaltbeziehungen als solche zu erkennen, das Risiko einzuschätzen und diese nicht als Konfliktsituationen zu missverstehen. In Meran wird die Beratungsstelle, im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, seit 25 Jahren vom Verein Frauen gegen Gewalt, geführt. Täglich und rund um die Uhr sind die Mitarbeiterinnen zu erreichen. Auch die Stadt Meran hat sich der Thematik der Gewalt an Frauen angenommen und 2012 das „Netzwerk gegen Gewalt an Frauen - Stadt Meran“ initiiert. AkteurInnen des Netzwerkes sind VertreterInnen der Stadt Meran, des Vereins, der Ordnungskräfte, der Gesundheits- und Sozialdienste, der Jugenddienste und Familienberatungsstellen. Verfolgt werden die Vernetzung der unterschiedlichen Interventionen im Sinne der Frauen, Präventionsarbeit und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Gewalt an Frauen ist keine Privatangelegenheit und Eifersucht ist keine Rechtfertigung.

Verein „Donne contro la violenza – Frauen gegen Gewalt“, 27.09.2018

Dr Herbscht!

Iatz herbschtlz iatz farblz rundumadum herniedn di Laabbaam di Larch in dr Heach. Viel bleibm s’gonze Johr gleich winters wia summers. Niamat brauchtsi za kimmern dess geat von alloan. Willsch dess Forbmspiel sechn tumml di gschwint, weil long taurts nit norr vrtrogg dia schian Laablen dr Wint.

Karl Bauer, Goldrain, 01.10.2018

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