Aus der FF-Kommandozentrale wurde der Jugendraum (von links): Philipp Tappeiner (Geschäftsführer Jugenddienst Obervinschgau), Juliane Abart, Alessio Chiapone, Isabel Ebner, Referent Matthias Hofer, Vize-Bürgermeisterin Michaela Platzer, BM Rafael Alber, Amtsdirektor Konrad Pamer und Reinhold Stecher vom Freizeitverein.
Pfarrer Konrad segnete die Räumlichkeiten.
Mobile Jugendarbeit mit Maria Nock und Desirè Schlögel aka Daisy
Sophia, Helen und Eja dankten für ihr zweites Zuhause
BM Rafael Alber und Referent Peter Pfeifer beim Calcettospiel mit den Kids.

Nicht daheim und doch zuhause

Neuer Jugendraum „JURALI“ und neuer Bibliotheksraum in Lichtenberg offiziell eröffnet.

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Lichtenberg - Ausnahmsweise hieß es nicht „Bitte Schuhe ausziehen“, als kürzlich der neue Jugendraum „JURALI“ und der neue Bibliotheksraum in Lichtenberg offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden. Ansonsten seien die Jugendlichen sehr auf Ordnung und Sauberkeit in ihren neuen Räumen bedacht, zeigte sich die Prader Vizebürgermeisterin Michaela Platzer bei der offiziellen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten erfreut. Ein weiterer Grund zur Freude war für sie die große Einigkeit aller Lichtenberger Vereine, für ihre Jugendlichen im Dorf einen Ort zu schaffen, wo sie sich treffen können. Da bot sich die frühere Feuerwehrhalle, die im Eigentum der Gemeinde Prad ist, bestens an. In Kooperation mit dem Freizeitverein Lichtenberg, mit dem Engagement der Verantwortlichen sowie der motivierten Beteiligung der Jugendlichen selbst entstand ein Vorzeigeprojekt gelebter respektvoller Zusammenarbeit. In ihren Grußworten richteten Michaela Platzer, Bürgermeister Rafael Alber, Philipp Tappeiner vom Jugenddienst Obervinschgau und Konrad Pamer, Direktor vom Amt für Jugend, ihren Dank an alle, die die Realisierung dieses Projektes ermöglicht hatten. 

Freiräume für junge Menschen

„Liebe Jugendliche, das ist euer ‚dritter Ort‘, nicht daheim oder in der Schule, aber doch zuhause! Füllt die Räume und Wände mit euren Träumen und eurer Kreativität!“, rief Konrad Pamer auf. „Junge Menschen brauchen analoge Räume, wo Sozialisierung stattfindet und die außerhalb von Druck und Lehrplänen liegen. Die drei Jugendlichen Sophia, Helen und Eja dankten stellvertretend für die Lichtenberger Jugend allen Zuständigen für ihr zweites Zuhause, in dem sie reden, spielen, chillen und auch kochen können. Besonders gedankt wurde dem Vorsitzenden des Freizeitvereins, Reinhold Schöpf und dessen Frau, die die Öffnungszeiten des Jugendraumes verwalten. Erfreut zeigte sich auch die Bibliotheksleiterin Barbara Koch Waldner für die erweiterten Bibliotheksräume, in der Kinder unter elf Jahren Spiel und Spaß haben können. Pfarrer Konrad segnete den Jugendraum, den Projektraum und die Bibliothek und bat um Weitblick und eine gute Zukunft für die Jugendlichen von heute. Zur Segnung gekommen waren Vertretungen der Gemeinde, der Fraktion, verschiedener Verbände, viele Jugendliche, Eltern und Großeltern. Jugendliche hatten alkoholfreie Getränke vorbereitet; das Buffet kam vom Hof am Schloss.

Jugenddienst übernimmt Führung

Die zwei Jugendarbeiterinnen Isabel Ebner und Juliane Abart sowie der Jugendarbeiter Alessio Chiapone, alle drei hauptberuflich Angestellte des Jugenddienstes Obervinschgau, führen den Jugendraum und bieten jeden Dienstag von 17 bis 20 Uhr und jeden Freitag von 17 bis 21 Uhr betreute Öffnungszeiten für Jugendliche von 11 bis 25 Jahren an. Zudem gibt es jeden Samstag eine selbstverwaltete Zeit mit mindestens einer volljährigen Person. Der Jugendraum gilt strikt als alkoholfreie, rauch- und snoozefreie Zone.

In Beziehung treten

Beziehungsarbeit ist die Kernaufgabe der „mobilen Jugendarbeit“. Die Mitarbeiterinnen
Desirè Schlögel aka „Daisy“ und Maria Nock und ihre Kollegen sind mit ihrem Wohnmobil von Reschen bis Kastelbell/Tschars unterwegs. Sie halten in den Ortschaften an und machen „aufsuchende Jugendarbeit“, das heißt, sie suchen die Jugendlichen im Alter von 13 bis 25 Jahren abseits von Jugendtreffs auf öffentlichen Plätzen oder anderen Treffpunkten, um mit ihnen in Beziehung zu kommen, erzählen Daisy und Maria. Auch auf Veranstaltungen und Festen sind sie mit ihrer „Chill out Zone“ präsent. Die mobile Jugendarbeit bietet Einzelbegleitung und Projekte auf Wunsch der Jugendlichen.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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