„Duo“: Eine Premiere im Campus
Sonja Santer und Brigitte Dietl zeigen mehr als 90 Arbeiten im Campus Transhumanz in Schnals.
Schnals - „Der Campus ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und der puren Kreativität“, unterstrich der Schnalser Kulturreferent Otto Rainer am Samstag, 26. September, bei der Vernissage zur Gemeinschaftsausstellung „Duo“. Dabei stellen die Schnalserin Sonja Santer und die aus Göflan stammende Meranerin Brigitte Dietl aus. Es handelte sich um die erste Kunstausstellung im vor rund einem Jahr in Unser Frau eröffneten Campus Transhumanz. „Viele sollen folgen“, so Rainer. Dass jedoch die Premiere hier durch Sonja Santer erfolge, habe Symbolkraft. „Sie ist die Mutter vom Campus, sie hat sich in dieses Projekt reingekniet“, lobte Rainer. Sonja Santer saß von 2015 bis 2025 im Schnalser Gemeinderat und agierte über die gesamte Zeit hinweg als Referentin sowie ab 2023 als Vizebürgermeisterin. Als Kulturreferentin war die Karthauserin unter anderem für das PNRR-Projekt „campus transhumanza“ auf dem Gelände nahe des archeoParcs verantwortlich. Zudem war sie Präsidentin des archeoParcs, der mit der Führung des Campus betraut ist. Der Ort sei für sie etwas Besonderes, unterstrich auch Santer selbst. Es sei ihr ein Anliegen gewesen, ihre Freundin Brigitte Dietl für diese Premiere in den Campus zu holen.
2 Freundinnen
Die beiden Künstlerinnen haben sich durch die Malerei kennengelernt und sind seitdem befreundet. „Sie arbeiten mit Acryl, Öl, Wachs, Lehm – auf Leinwand, Papier, Holz und mehr“, erklärte Dieter Asam, der Ehemann von Sonja Santer, bei der Vernissage. Auch der Name der Ausstellung sei Programm: „Duo kommt von 2. 2 Künstlerinnen, Brigitte und Sonja“, so Asam. Im Namen der beiden Künstlerinnen dankte er der Gemeindeverwaltung, dem archeoParc rund um Museumsleiterin Johanna Niederkofler sowie allen helfenden Händen, die diese besondere Ausstellung ermöglichten. Bereits bei der Vernissage konnten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher ein Bild davon machen, wie sich die Arbeiten der beiden Künstlerinnen in ihrer Unterschiedlichkeit gegenseitig ergänzen und im Holzstadel ein passendes Ambiente finden.
Gegensätzlich und sich ergänzend
„Die Ausstellung lädt uns ein, über Komplemente nachzudenken. Komplementär heißt gegensätzlich und sich ergänzend, ohne dabei voneinander abhängig zu sein“, erklärte Johanna Niederkofler. Stilübergreifend verbinde die meisten der über 90 Arbeiten der Ausstellung die abstrakte Expression. Der Blickwinkel der Künstlerinnen und Betrachter/innen richte sich „von außen nach innen, von innen nach außen, von der Stadt aufs Land, vom Land in die Stadt“, so Niederkofler. Die gesamte Material- und Farbenklaviatur beinhalte „was die Natur bietet und was Labore synthetisch herstellen können“. Die Gäste der Ausstellung können sich beim Rundgang von der abstrakten Expression inspirieren lassen. Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Oktober täglich (auch sonntags) von 10 bis 17 Uhr zugänglich.