Pflanzenschutzexperte Roland Zelger (ganz rechts) informierte die Mitglieder des Arbeitskreises Obstbau mit der Vorsitzenden Andrea Spechtenhauser (links) und dem SBB-Bezirksobmann Raimund Prugger (verdeckt) über den Stand der Abdriftmessungen in der Versuchsanlage in Laatsch.

Bemühungen zur Vermeidung von Abdrift

Publiziert in 30 / 2014 - Erschienen am 3. September 2014
Laatsch/Schluderns - Die Mitglieder des Arbeitskreises Obstbau trafen im August zur Begehung der Anlagen des Versuchszentrums Laimburg im Obervinschgau zusammen. Die neugewählte Vorsitzende Andrea Spechtenhauser lud zu der Begehung ein, an der auch SBB-Bezirksobmann Raimund Prugger teilnahm, „um den neuesten Stand der Versuche zu erfahren und zu zeigen, dass der Obstbau das Thema Abdrift ernst nimmt und an Lösungen für alle Beteiligten arbeitet“, wie sie betonte. In der Anlage in Laatsch führt die Laimburg Untersuchungen zur Reduzierung der Abdrift von Pflanzenschutzmitteln durch. „Wir messen die Wirksamkeit abdriftmindernder Maßnahmen wie etwa Injektordüsen unter verschiedenen Witterungsbedingungen“, erklärte Roland Zelger, Pflanzenschutzexperte der Laimburg. Man habe bewusst eine Parzelle auf der Malser Haide als Versuchsort ausgewählt, um die Anwendung unter erschwerten Windbedingungen zu unter­suchen. „Bei Nutzung der windstillen Zeitfenster scheint es den Versuchen zufolge möglich, Pflanzenschutz zu betreiben, ohne den Nachbarn zu beeinträchtigen“, sagte Zelger. Als nächstes besichtigte der Arbeitskreis die Versuchsanlage in Schluderns. Auf der zehn Hektar umfassenden Anlage prüft die Laimburg unter anderem schorfresistente Sorten, die Pflanzenschutzbehandlungen künftig reduzieren sollen. Gerold Frank von der Laimburg informierte über einige Sorten, die auch hinsichtlich Optik und Geschmack vielversprechend seien. Frank wies aber auch darauf hin, dass bei großem Schädlingsdruck und Weglassen von Behandlungen eine Resistenz wieder durchbrochen werden könne. Klimatische Veränderung und neue Schädlinge würden die Landwirtschaft vor ständig neue Herausforderungen stellen. Insgesamt wurde klar, dass Forschung und Beratung entscheidend für den Pflanzenbau sind. Red
Redaktion

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