Benjamin Pixner (links) und Peter Gruber

Besorgt um das Aussterben des Nachtlebens

Publiziert in 1 / 2022 - Erschienen am 19. Januar 2022

Vinschgau - „Im Vinschgau steht nun genau das bevor, was viele, vor allem junge Menschen, seit langer Zeit befürchtet haben: das Aussterben der Diskotheken und somit auch des vielfältigen Nachtlebens.“ Das schreibt die Junge Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung. Diskotheken seien seit dem Beginn der Pandemie stets von den Regierenden im Regen stehengelassen. „Nun folgt eine Welle von Schließungen“, warnen Benjamin Pixner (Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Vinschgau) und Peter Gruber (Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit) und fordern, dass dieses Problem nun endlich auf politischer Ebene behandelt wird. Benjamin Pixner: „Der Vinschgau war schon immer ein besonders attraktiver, nächtlicher Treffpunkt für Jugendliche. Die Auswahl an verschiedenen Angeboten war da und auch die nächtlichen Transportdienste, wie der Nightliner und Shuttle-Service, funktionierten gut. Zudem kamen immer wieder viele Jugendliche aus den benachbarten Ländern Schweiz und Österreich ins Tal, wodurch auch grenzüberschreitende Freundschaften entstanden. Enzo, Ladum, Aprés Sulden, Fix, Hölle, Treindlerhof, Schnalserhof, Fischers Pub usw. Vom Reschen bis zur Töll gab es vor wenigen Jahren noch rund zehn Diskotheken. Verbleiben werden allem Anschein nach nur noch zwei bis drei. Das ist ein klares Armutszeugnis der Politik.“ Ein funktionierendes Nachtleben ist laut Peter Gruber „wichtig für die soziale Entwicklung unserer Jugendlichen. Beim nächtlichen Fortgehen werden Freundschaften geschlossen und verstärkt, Liebschaften entstehen und es ist eine gute Abwechslung zum Alltag.“ Die Politik müsse dem Diskothekensterben endlich entgegenwirken. Es sei höchst an der Zeit, dass sich Diskothekenbetreiber und die Politik an einen Tisch setzen, um eine gemeinsame Strategie auszuarbeiten, wie das Nachtleben in Süd-Tirol auch in Zukunft bestehen bleiben kann. „Wenn hier noch länger nichts passiert, wird es in Südtirol bald gar keine Diskotheken mehr geben. Die Leidtragenden sind dann unsere Jugendlichen“, so Pixner und Gruber.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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