Geweiht wurde die Totenkapelle von Pfarrer Florian Öttl; zu seiner Linken Peter Grutsch, Präsident des Pfarrgemeinderates.

Ein würdiger Ort zum Abschied nehmen

Publiziert in 39 / 2014 - Erschienen am 5. November 2014
Neue Leichenkapelle in Stilfs geweiht Stilfs - In Stilfs war es in der Vergangenheit infolge der steilen und engen Gassen oft schwierig, Verstorbene zu Hause aufzubahren. Manchmal mussten die Särge mit den Toten über ein Hausfenster in die Stube gebracht werden, manchmal erfolgte die Aufbahrung in Hausgängen. Seit rund einem Jahr gibt es bei der Kirche im Orts­zentrum eine neue Leichenkapelle, die am vergangenen 26. Oktober von Pfarrer Florian Öttl geweiht wurde. Anfangs habe er das Vorhaben etwas skeptisch betrachtet, „doch jetzt dürfen wir uns über ein gelungenes Werk freuen, über einen Ort für ein würdevolles Abschied nehmen”, ­sagte Öttl. Die Totenkapelle füge sich gut in das gesamte Erscheinungsbild ein. „Wird der Verstorbene nicht zu Hause aufgebahrt, so bietet die Leichenkapelle der Bevölkerung die Möglichkeit, sich vom Toten zu verabschieden”, sagte Peter Grutsch, der Präsident des Pfarrgemeinderates. Er erinnerte daran, dass sich der Pfarrgemeinderat bereits 1991 auf die Suche nach einem geeigneten Standort für eine Totenkapelle gemacht hatte. Mit dem Standort bei der Kirche sei ein idvw ealer Platz gefunden worden. Peter Grutsch sprach dem Projektanten Armin Angerer (Patscheider & Partner) ein großes Kompliment „für das schlichte Erscheinungsbild der Kapelle und deren gelungene Einbindung in das bestehende Gelände” aus. Für die Finanzierung dankte er vor allem der Gemeindeverwaltung. Im Zuge des Baus konnten außerdem wichtige Zusatzarbeiten durchgeführt werden, so vor allem die Errichtung sanitärer Anlagen im Friedhofsbereich. Gedankt hat Grutsch auch allen Baufirmen, dem E-Werk Stilfs, der Raiffeisenkasse Prad-Taufers, allen freiwilligen Helfern und Spendern sowie dem Totengräber Richard Angerer, der diesen Dienst seit fast 20 Jahren versieht und seither 177 Gräber geöffnet hat. Richard hat für die neue Leichekapelle übrigens eine schöne Christusfigur zur Verfügung gestellt, die er als Anerkennung für seinen Mesnerdienst in Susch im Unterengadin erhalten hatte. Auch Bürgermeister Hartwig Tschenett dankte im Namen der Gemeindeverwaltung allen Beteiligten und sprach ebenfalls von einem gelungenen Werk. Die Gesamtausgaben für alle Arbeiten bezifferte Bauten-Referent Armin Angerer mit rund 180.000 Euro. Feierlich umrahmt hat den Gottesdienst und die Weihe die Chorgemeinschaft Stilfs/Sulden. Gabi Pinggera und ihr Team luden abschließend zu einem Buffet für die gesamte Bevölkerung ein. sepp
Josef Laner
Josef Laner
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