Der neu bestellte Verwaltungsrat der Texelbahn AG (v.l.): Claudia Kaserer, Karl Moser, Albert Gufler (Präsident), Philip Ganthaler und Julian Kaserer; nicht im Bild die Vizepräsidentin Julia Weiss sowie Ulrich Schweitzer.
Das Maschinisten-Team (v.l.): Jochi Marsoner (Betriebsleiter), Andreas Rainer und Roswitha Winkler.
Die neue Photovoltaikanlage an der Talstation der Texelbahn kann jährlich rund 30.000 kWh Strom erzeugen. Eine weitere Anlage mit einer ähnlichen Leistung soll im Zuge der Einhausung der Bergstation entstehen.

Einhausung der Bergstation im Visier

Texelbahn AG blickt auf zufriedenstellendes Betriebsjahr zurüc

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Partschins - Die Texelbahn AG schreibt schon seit einigen Jahren schwarze Zahlen. Auch bei der heurigen Vollversammlung, zu der sich am 4. Mai viele Aktionärinnen und Aktionäre im Sportzentrum „Spotti“ in Partschins eingefunden hatten, konnten der Verwaltungsrat mit Präsident Albert Gufler sowie der Überwachungsrat mit positiven Zahlen aufwarten. So konnte das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn in Höhe von 118.718 Euro abgeschlossen werden. Die Zahl der Bahnbenutzer stieg im Vorjahr auf über 88.000. „Das ist ein Anstieg um mehr als 7 Prozent“, freute sich Albert Gufler. Zurückzuführen sei der Zuwachs zum Teil sicher auch auf den neuen Campingplatz „Camping am Sonnenberg“, der sich in der Nähe der Talstation der Texelbahn befindet. Detail zum Schmunzeln: Auch 2.465 Hunde wurden im Vorjahr als „Fahrgäste“ gezählt. Bewährt hat sich erneut die CombiCard Texelbahn, Unterstell, Hochmuth. 

Neue Photovoltaikanlage

Die Talstation wurde unlängst mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die jährlich rund 30.000 kWh Strom erzeugen kann. „Das entspricht in etwa 35 Prozent des Stroms, den die Texelbahn pro Jahr verbraucht“, so Gufler. Zur schon seit längerer Zeit geplanten Einhausung der Bergstation mit der gleichzeitigen Errichtung einer weiteren Photovoltaikanlage – ebenfalls mit eine Jahresleistung von ca. 30.000 kWh – musste Gufler einräumen, dass es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, mit der Eigentümerin der Grundflächen bei der Bergstation zu einem Einverständnis zu kommen. Man habe sich daher gezwungen gesehen, als einzige Alternative einen anderen, ziemlich aufwändigen Weg einzuschlagen, nämlich die Umwidmung der betroffenen Grundfläche in Zone für öffentliche Einrichtungen. Gufler dankte dem Bürgermeister Luis Forcher und der gesamten Gemeindeverwaltung für die diesbezügliche Zusammenarbeit.

„Sonst hätten wir Beitrag zurückzahlen müssen“

Wäre es nicht gelungen, die Lösung der Umwidmung positiv abzuschließen, hätte die AG den bereits eingelangten Beitrag des Amtes für Seilbahnen zurückzahlen müssen. Nun werde alles daran gesetzt, das Einhausungsprojekt noch heuer in den Monaten November und Dezember umzusetzen. Mit dem Beitrag des Amtes für Seilbahnen können rund 35 Prozent der Kosten gedeckt werden. Erfreut zeigte sich Gufler darüber, „dass wir Ende Juni 2025 die letzte Darlehensrate bei der Raiffeisenkasse Partschins bezahlt haben und die Texelbahn jetzt schuldenfrei ist.“ Als große Herausforderung für die Zukunft nannte er die 20-jährige Revision, die in 2 Jahren ansteht. 

Neuwahlen

Neben der Genehmigung der Bilanz und weiterer Punkte standen heuer auch die Neuwahlen des Verwaltungs- und Überwachungsrates an. Dem neu gewählten 7-köpfigen Verwaltungsrat gehören neben 4 gewählten Mitgliedern (Albert Gufler, Julia Weiss, Julian Kaserer und Karl Moser) auch Ulrich Schweitzer und Claudia Kaserer in Vertretung der Gemeinde – sie hält ca. 30 Prozent der Aktien – sowie Philip Ganthaler in Vertretung des Tourismusvereins an. Als Präsident bzw. Vizepräsidentin wurden bei der anschließenden Verwaltungsratssitzung Albert Gufler bzw. Julia Weiss bestätigt. Festgelegt haben die Aktionäre und Aktionärinnen auch das Verwaltungshonorar. Ein großer Dank wurde der Verwaltungsmitarbeiterin Nadja Nussbaumer sowie dem Maschinisten-Team mit Jochi Marsoner (Betriebsleiter), Roswitha Winkler und Andreas Rainer ausgesprochen.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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