Der Weg Nr. 24 Giggelberg-Nassereith sei erstens unnötig steil, zweitens für Familien ungeeignet.

„Es fehlen 1,5 Gondeln täglich“

Publiziert in 36 / 2014 - Erschienen am 15. Oktober 2014
Partschins - Man atmete auf, dass die neue Umfahrungsvariante von Rabland im Gemeinderat auf so viel Zustimmung stieß, aber man war des Debattierens noch lange nicht überdrüssig. Unter Punkt „Allfälliges“ machte sich Ewald Lassnig kräftig Luft und wies auf einen untragbaren Zustand hin. „Wir haben die Texelbahn errichtet und Nassereith ist neu gebaut worden, aber wir haben keinen ordentlichen Verbindungsweg zwischen der Bergstation und der Hütte.“ Um zwei fast niveaugleiche Punkte anzugehen, müsse ein Höhenunterschied von rund 200 Metern bewältigt werden, setzte er hinzu. Kein Wunder, dass sich vor allem Einheimische lieber mit dem eigenen Auto Nassereith nähern würden. Der Verbindungsweg müsste unbedingt eine Breite von 1,20 Meter aufweisen. Bürgermeister Albert Gögele erinnerte an den letzten Lokalaugenschein mit Vertretern aller betroffenen Institutionen. Forstamtsdirektor Peter Klotz habe dabei klare Auflagen gemacht: Die Wegbreite dürfe nicht mehr als 0,8 Meter betragen und es dürfen keine Maschinen zum Einsatz kommen, andernfalls könnte die Gemeinde nicht nur in unkalkulierbare Kosten schlittern, sondern auch negative Schlagzeilen erwarten. Als Sprecherin der Texelbahn AG kamen klare Worte von Tourismus-Referentin ­Birgit Egger Ladurner: „Uns fehlen täglich eineinhalb Gondeln, das sind etwa 40 Personen. Wir brauchen sie, um schwarze Zahlen zu schreiben.“ Eine Aufwertung des Gebietes sei mit so einem Verbindungsweg nicht möglich. Christian Oberperfler warf ein: „Wir wollen keine Promenade, aber einen Familienweg.“ Für Vizebürgermeister Luis Forcher ist es für die Seilbahn bereits „fünf nach Zwölf“. Albert Gufler schlug einen Grundsatzbeschluss des Rates vor. Bürgermeister Gögele gab zu bedenken, dass es die Zustimmung aller Ämter bedürfe und merkte an, dass die Forstverwaltung von einem viel geringeren Höhenunterschied ausgehe. Man vereinbarte, den nächsten Lokalaugenschein (er fand am 3. Oktober statt) und den Bericht von Texelbahn-Präsident Hans Peter Weiss abzuwarten. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
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