BM Zeno Christanell konnte zahlreiche Interessierte begrüßen.
Die Böhmische der Musikkapelle Naturns umrahmte den Abend musikalisch.

Gemeinsam viel erreicht

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Naturns versteht sich als Mitmach-Dorf: Bei der Bürgerversammlung wurde auf zahlreiche umgesetzte und geplante Projekte geblickt. - „Es ist vieles möglich. Es ist nicht alles perfekt, es läuft nicht immer alles rund, aber im Großen und Ganzen haben wir ein tolles Team im Gemeinderat und Ausschuss und haben zusammen viel erreicht. Danke für das Vertrauen und den vielfältigen Einsatz und ein großer Dank an euch alle Dorfgemeinschaft“, unterstrich der Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell bei der überaus gut besuchten Bürgerversammlung im Naturparkhaus Texelgruppe am Freitag, 11. September. Bei der Versammlung, die wiederum als Bürger*innen-Aperitif unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs!“ stattfand, wurden nicht nur insbesondere die Projekte Neubau „Winterbrücke“ und Verlegung Hochspannungsleitung Kompatsch (siehe Seite rechts) vorgestellt, sondern es wurde vor allem auch zurückgeblickt auf das bisher Erreichte. Die Gemeinde stehe derzeit gut da. „War Naturns zur Jahrtausendwende mit fast 30 Millionen Euro an Darlehen hoch verschuldet, so beträgt die Schuldenlast laut Finanzplanung am 1. Jänner 2027 nur mehr 900.000 Euro“, informierte Christanell. Der Haushalt 2026 sei solide und ausgeglichen. „Öffentliche Einrichtungen und Angebote werden erhalten, teilweise erweitert – und die lokale Wirtschaft erhält wichtige Impulse“, so der Bürgermeister. Man setze auf leistbare Gebühren und Tarife. „Die Gemeindegebühren orientieren sich weiterhin am Verursacherprinzip, wer bewusst spart, zahlt weniger“, versicherte Christanell. 

Vieles hat sich getan

Wie viel sich in Naturns tat und tut, wurde schließlich bei der Vorstellung der vielen Projekte ersichtlich. So wurde u. a. die Fertigstellung des Kindergartens in der Feldgasse verkündet (siehe dazu auch Vorstellung auf Seite 42)
und die verschiedenen Maßnahmen an der Erlebnistherme vorgestellt.  Beim Recyclinghof ist der Baustart für 2027 vorgesehen. Mit Alperia-Umweltgeldern wurden zwei zentrale Zivilschutzmaßnahmen für Staben und Kompatsch realisiert. Die Bauarbeiten zu den Hochwasserschutzmaßnahmen im Weintal starten noch heuer. Eine Arbeitsgruppe der Musikkapelle hat derweil viel Energie in die Vorplanung für das Projekt „Neubau Probelokal und Erweiterung Musikschule“ gesteckt, aktuell läuft die Ausführungsphase. In der Ausführungsplanung befindet sich die Sanierung des Eisplatzes inklusive Überdachung, die Umsetzung wird 2027 stattfinden. Hingewiesen wurde auch auf den Ausbau des Gesundheits- und Sozialsprengels zum Gemeinschaftshaus, „eine zentrale Anlaufstelle, in der Gesundheits-, Pflege- und Sozialdienste zusammenarbeiten“, erklärte Bürgermeister Christanell. Das neue Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten sei für kleinere Beschwerden, die rasch abgeklärt werden sollten, aber nicht für Notfälle.  Viele weitere Projekte befinden sich derzeit in Ausarbeitung und Planung. 

Solidargemeinschaft und Mitmach-Dorf

Großen Wert lege die Gemeinde seit jeher auf das Ehrenamt. Dieses werde daher auch immer unterstützt. „Für Projekte und notwendige Investitionen der Vereine hat der Gemeinderat immer ein offenes Ohr“, betonte Christanell. Vor allem wolle man auch jenen helfen, die selbst unbürokratische Hilfe leisten: Caritas, Tafel, Kleiderstube, Essen auf Rädern etc. „Wir sind eine Solidargemeinschaft“, hob der Bürgermeister hervor. Vor allem sei Naturns aber auch ein Mitmach-Dorf, wo Bürgerbeteiligung großgeschrieben werde. Es gebe Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen, Christanell appellierte mitzumachen: „Man kann jederzeit einsteigen“. Eine Bürgerin forderte in der anschließenden Diskussion dazu auf, in die Arbeitsgruppe zur Neugestaltung des Rathaus-Parkplatzes zu kommen und unterstrich, dass Naturns zwar einen Dorfplatz nötig habe, aber dies einer für die Bürger werden müsse.

Michael Andres
Michael Andres

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