Im Bild (v.l.): Gertraud Pircher, Antonia Stricker und Rosa Gamper.

Im Korb zur Impfung getragen

Publiziert in 12 / 2014 - Erschienen am 2. April 2014
Martell - Der SVP-Gemeindefrauenausschuss lud zum Tag der Frau unter dem Motto „Wir haben viel erlebt...“ ins Bürgerhaus ein. Rosa Gamper, Antonia Stricker und Gertraud Pircher erzählten aus ihrem Leben. Gertraud Pircher berichtete von ihrer Kindheit und ihrer Arbeit als Haushälterin und Lehrerin. Zum Beginn ihrer Tätigkeit als Haushälterin durfte sie nicht zusammen mit dem Pfarrer an einem Tisch essen. Die Tätigkeit als Lehrerin bereitete ihr viel Freude. Antonia Stricker lernte das Lesen als Fünfjährige von ihrer Oma. Sie kam zur Zeit des Faschismus in die Schule. Wenn sie eine Frage auf Deutsch beantworte, weil sie Italienisch nicht konnte, bekam sie eine Ohrfeige. Ihr Vater optierte für Deutschland und Antonia durfte somit in Graz studieren. Sie war 35 Jahre lang Lehrerin. Rosa Gamper wuchs am Stallwieshof auf. Damals trug man die Kinder in einem Korb zur Impfung ins Dorf. Wurde das Kind im Herbst geboren, kam die Mutter erst im Frühjahr ins Dorf. Oft wäre sie um ein Auto froh gewesen. Man musste Nähen und Stricken lernen. Gekocht wurde mit dem, was am Hof wuchs. Gut in Erinnerung hat sie die vielen Flugzeuge, die man während des Krieges am Himmel sah. Die SVP-Gemeindefrauenreferentin Erika Eberhöfer dankte den drei Frauen mit einem Geschenk. Die Gemeindeverwaltung lud zu einem Buffet ein. Auch Primeln wurden angeboten. Der Erlös ging an die Krebsforschung. red
Redaktion

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