So wird sich das Museum Vinschger Oberland in Graun nach der Adaptierung präsentieren.
Bei der Sitzung des Grauner Gemeinderates am 9. Februar.

Jetzt wird es konkret

Stattlicher Landesbeitrag für Sanierung und internen Umbau des Museums Vinschger Oberland in Graun. Neubau der Weißkugelhütte rückt näher.

Publiziert in 4 / 2026 - Erschienen am 24. Februar 2026

Graun - 376.000 Euro für heuer und weitere 1,064 Millionen Euro im nächsten Jahr. Diese Geldmittel seitens des Landes konnte der Gemeinderat von Graun am 9. Februar für eines der größten Projekte, die zurzeit anstehen, im Rahmen einer Bilanzänderung zweckbinden. Es handelt sich um die energetische Sanierung, den internen Umbau und die Modernisierung des Museums Vinschger Oberland in Graun. Das Ausführungsprojekt und das Konzept für die Neugestaltung hatte der Gemeinderat bereits 2024 genehmigt. „Läuft alles nach Plan, können die Arbeiten heuer im Herbst beginnen“, kündigte Bürgermeister Franz Prieth an. Er sowie auch Valentin Paulmichl, seines Zeichens Obmann des Vereins „Museum Vinschger Oberland“, erinnerten an die jahrlangen Vorarbeiten und dankten allen, die sich dabei eingebracht haben. „Dass das Land 80 Prozent der Kosten übernimmt, freut uns sehr“, sagte Paulmichl. Für die Deckung des Restbetrages hatte der Gemeinderat bereits in der Vergangenheit zweimal je 194.000 Euro zweckgebunden. 

Viele haben mitgedacht

Viele Personen haben laut Paulmichl während der vergangenen Verwaltungsperioden mitgedacht und mitgeholfen, in besonderem Maß u.a. auch Manfred Köllemann. Das Projekt sei auch im Zusammenhang mit der geplanten Neugestaltung des Turm-Areals zu sehen. Inhaltlich stellt das Museum die Geschichte der Gem-
einde Graun vor, während und nach der Seestauung dar. In moderner, vor allem digitaler Form soll das auch bei der Neugestaltung des Turm-Areal geschehen. Mit der Umsetzung dieses Projektes, für welches das Land ca. 8 Millionen Euro in die Hand nimmt, heißt es noch etwas zuwarten. Vorgesehen ist u.a. ein funktionales Servicegebäude mit Infopoint, Wissensvermittlung zu Alt-Graun, Bistro, Kiosk und sanitären Anlagen sowie der Bau einer Tiefgarage mit 80 Stellplätzen. Damit soll eine verkehrsberuhigte Zone entstehen. „Das ist für die Gäste und Einheimischen gleichermaßen wichtig”, sagte die Vizebürgermeisterin Hannah Waldner.

9 Mio. Euro für neue Weißkugelhütte

Vermehrt Druck machen will die Gemeindeverwaltung beim Land für den Neubau der Weißkugelhütte in Langtaufers. Nach jahrelangen, teils hitzigen Diskussionen rund um die Standortfrage steht nun laut Franz Prieth fest, dass das Land die neue Weißkugelhütte auf der gegenüberliegenden Talseite („Bergl“) bauen wird. „Wir haben in Sachen Weißkugelhütte kürzlich beim Landeshauptmann Arno Kompatscher angeklopft“, informierte der Bürgermeister. Dieser habe zugesichert, dass das Land die neue Hütte und auch sämtliche Infrastrukturen mit eigenen Ausgaben in Höhe von insgesamt rund 9 Millionen Euro errichten werde. Die Grundfläche am neuen Standort hat die Fraktion dem Land übertragen und von diesem die bisherige Weißkugelhütte erhalten. Die Hütte, die sich in einem desolaten Zustand befinde, werde im Sommer weitergeführt und soll saniert werden. Die Gemeinde sei bereit, der Fraktion Langtaufers dabei finanziell mitzuhelfen, etwa bei der Errichtung einer neuen Küche. Für die neue, wintertaugliche Weißkugelhütte sind 30 Zweibett-Zimmer sowie ein Restaurant vorgesehen. Das Land habe die Planung bereits in die Wege geleitet. Der Neubau soll in den Jahren 2027 bzw. 2028 entstehen. Franz Prieth ist überzeugt, „dass die neue Hütte nicht für Langtaufers und die Gemeinde Graun eine Aufwertung bringen wird, sondern für den gesamten Obervinschgau und darüber hinaus.“

Trinkwasserversorgung
für Padöll

Einhellig zugestimmt hat der Gemeinderat dem Projekt eines neuen Trinkwasseranschlusses für Padöll in St. Valentin auf der Haide. Derzeit ist die Ortschaft nicht an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde angeschlossen und bezieht das Wasser aus einer Quelle, die ein Reservoir speist.  Das Reservoir ist veraltet und kann die erforderliche Wasserqualität nicht gewährleisten. Beim Bau der Trinkwasserleitung für Plagött im Jahr 2015 wurde ein Anschlusspunkt errichtet, um die Leitung bis Padöll verlängern zu können. Nun möchte die Gemeinde diesen Anschluss für Padöll mit neuen Rohrleitungen und Verteilerschächten bauen. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 480.000 Euro muss die Gemeinde mit Eigenmitteln stemmen, weil nicht mit Beiträgen zu rechnen ist. Den Baubeginn stellten der Bürgermeister und der Gemeindereferent Benedikt Noggler frühestens im Herbst 2026 in Aussicht.

Josef Laner
Josef Laner

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.