Bei der außerordentlichen Vollversammlung am 16. Dezember (v.l.): Jasmin Ramoser (Gemeindejugendreferentin Partschins), Alois Forcher (BM Gemeinde Partschins), Simon Ruatti, Evelyn Tappeiner (Pfarrei Partschins), Josef Wieser (Pfarrei Partschins, Rabland, Plaus), Astrid Kainz (Pfarrei Plaus), Irmgard Rizzi Nischler (Pfarrei Rabland), Tamara Lamprecht (Leitung JD Naturns), Franz Messner (JD Naturns-Vorsitzender), Klaus Abler (JD Naturns-Vize-Vorsitzender), Barbara Wieser Pratzner (Gemeindejugendreferentin Naturns), Peter Grüner (BM Gemeinde Schnals), Benjamin Raffeiner (Pfarrei Karthaus), Michaela Eder (Gemeindejugendreferentin Plaus), Manfred Raffeiner (Pfarrei Unser Frau) und Martin Mair (Pfarrei Unser Frau).

„Jugendarbeit neu vernetzt“

Jugenddienst Naturns wird Teil des Jugenddienstes Meran

Publiziert in 4 / 2026 - Erschienen am 24. Februar 2026

Naturns - Nach mittlerweile 40 Jahren seit seiner Gründung 1985 beginnt für den Jugenddienst Naturns ein neues Kapitel. Schon in den Jahren zuvor, besonders aber im Laufe des Jahres 2025, wurde innerhalb des Jugenddienstes Naturns intensiv über dessen Zukunft nachgedacht und diskutiert. Parallel dazu vertiefte sich die Kooperation mit dem Jugenddienst Meran kontinuierlich – unter anderem durch gemeinsame Projekte wie „Red mor amol driber“ oder die Zusammenarbeit bei der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. In mehreren Treffen tauschten sich die Vorstände der beiden Jugenddienste offen über Erfahrungen, Herausforderungen und mögliche Perspektiven aus. Aus diesem gemeinsamen Prozess heraus reifte schließlich eine klare Entscheidung: Seit Jänner 2026 ist der Jugenddienst Naturns nun Teil des Jugenddienstes Meran.

Synergien durch Zusammenarbeit

Der Jugenddienst Meran ist seit Jahrzehnten ein etablierter Träger der Jugendarbeit im Burggrafenamt und Umgebung. Er verfügt über weitreichende Erfahrung in der sozialen und offenen Jugendarbeit, in der Begleitung kirchlicher Jugendgruppen sowie bei der Organisation von Ferienprogrammen und Bildungsprojekten. Mit der Einbindung von Naturns wird das bestehende Netzwerk noch weiter ausgebaut, da Naturns als eigenständiger Standort neue Strukturen, Erfahrungen und lokale Kontakte einbringt. Die Zusammenarbeit schafft Synergien, sichert die Qualität der Jugendarbeit und eröffnet neue Möglichkeiten für Projekte. Im Rahmen des Zusammenschlusses wurde auch die bisherige Mitarbeiterin des Jugenddienstes Naturns, Tamara Lamprecht, vom Jugenddienst Meran übernommen. Geplant ist außerdem die Erweiterung des Teams um eine weitere Teilzeitkraft, um die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Einzugsgebiet des Jugenddienstes Naturns – bestehend aus den Gemeinden Naturns, Partschins/Rabland, Plaus, Schnals und den zugehörigen Pfarreien – dauerhaft zu sichern.

Weiterhin vor Ort verankert

Obwohl der Verein Jugenddienst Naturns rechtlich aufgelöst wurde, bleibt die Arbeit des Jugenddienstes Naturns fest vor Ort verankert. Der Jugenddienst ist weiterhin unter dem Namen „Jugenddienst Naturns“ tätig, das Büro mit fest geregelten Öffnungszeiten bleibt im Naturnser Widum im Schlossweg 1, und die Angebote richten sich an die Kinder und Jugendlichen der umliegenden Gemeinden und Pfarreien. Dieser Schritt ist in der Geschichte der Südtiroler Jugendarbeit einzigartig: Einer der kleinsten und einer der größten Jugenddienste des Landes vereinen sich – mit dem gemeinsamen Ziel, die kirchliche und projektorientierte Jugendarbeit nachhaltig zu stärken und jungen Menschen auch in Zukunft bestmöglich zur Seite zu stehen.

Es brauchte Verstärkung

Pfarrer Franz Messner, über 30 Jahre Vorsitzender des JD Naturns: „Über vier Jahrzehnte lang prägte der Jugenddienst Naturns die Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Naturns. Gegründet wurde er vom damaligen Dekan Georg Peer, der die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen früh erkannte und verstand, dass es Menschen braucht, die in besonderer Weise für junge Menschen da sind und mit ihnen arbeiten. Mit der Errichtung des Jugenddienstes entstand eine wertvolle Unterstützung für die Pfarreien und Gemeinden. Vor Ort konnten mit Hilfe des Jugenddienstes Jahresprogramme entwickelt und umgesetzt werden. Je intensiver diese Angebote genutzt wurden, desto stärker profitierten die Jugendlichen selbst. Im Laufe der Zeit wurde jedoch deutlich, dass der Jugenddienst Naturns Verstärkung benötigt – durch eine engere Zusammenarbeit bzw. eine Fusion mit dem Jugenddienst Meran. Diese Form der ‚Verstärkung‘ ist einerseits mit Schmerz verbunden, andererseits bleibt der Jugenddienst Naturns weiterhin auf eigenen Füßen bestehen. Nun gilt es, durch ein Miteinander neue Stärke zu gewinnen, sich gegenseitig zu unterstützen und den Nutzen dieser Zusammenarbeit für die Jugendlichen sichtbar zu machen.“

Lachendes und weinendes Auge

Klaus Abler, langjähriger Vize-Vorsitzender des JD Naturns: „Mittlerweile ist der Jugenddienst mehr als flügge geworden. Mit Stolz, aber auch mit etwas Wehmut blicke ich darauf zurück, wie wir den Verein gemeinsam leiten durften. Wir übergeben den Jugenddienst mit einem lachenden und einem weinenden Auge: lachend, weil wir viele schöne Momente erleben und zahlreiche Jugendliche auf ihrem Weg begleiten durften; weinend, weil man einen Verein loslässt, der einem ans Herz gewachsen ist. In der Gewissheit, dass die Zukunft des Jugenddienstes gesichert ist, übertragen wir ‚unseren‘ Jugenddienst nun mit gutem Gefühl in die Obhut des Vorstandes des Jugenddienstes Meran.“

Redaktion

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