Anstelle dieser Kreuzung in Graun soll ein Kreisverkehr gebaut werden.
Diese Kreuzung in St. Valentin a.d.H. will die Gemeinde neu gestalten.
Der Fristverlängerung für die Verbauung von Restkubaturen in bestehenden Tourismuszonen stimmte der Gemeinderat einhellig zu.

Kreisverkehr in Graun rückt näher

„Es braucht dringend mehr Sicherheit für die Fußgänger“. Ja zu Fristverlängerung für Verbauung von Restkubaturen in Tourismuszonen.

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Graun - Bis zum Bau wird es zwar noch dauern, aber dass bei der Kreuzung der Staatsstraße in Graun, wo man auf einer Seite nach Langtaufers abbiegt und auf der anderen zum Erlebnisbad Curunes, zu einer neuen Wohnzone und zum Sitz des Weißen Kreuzes gelangt, ein Kreisverkehr errichtet wird, steht so gut wie fest. Wie Ingenieur Georg Bauer, der das Projekt am 14. September dem Grauner Gemeinderat über eine Video-Zuschaltung vorstellte, unterstrich, soll mit dem Kreisverkehr in erster Linie die Sicherheit der Fußgänger erhöht werden. Vorgesehen sind nicht nur sichere Übergänge, sondern auch Lärmschutz-Maßnahmen in Form von transparenten Wänden, die den Lärm möglichst an der Quelle absorbieren sollen.

Kleine Variante wird bevorzugt

Laut Bürgermeister Franz Prieth habe sich die Gemeindeverwaltung für den Bau einer kleinen Variante mit einem Kreisverkehr-Durchmesser von 25 Metern entschieden. Ziel sei es, einen möglichst sicheren, landschaftsschonenden und für die Anrainer erträglichen Kreisverkehr zu bauen. Wie schon der Bürgermeister wies auch die Vizebürgermeisterin Hannah Waldner darauf hin, dass akuter Handlungsbedarf bestehe: „Es geht in erster Linie um die Sicherheit, aber es soll auch darauf geachtet werden, die Lärmbelastung in Grenzen zu halten, auch jenen Lärm, der sich nach oben ausbreitet.“

„Verbesserungen für alle“

Nicht unerwähnt ließ der Bürgermeister, dass es auch einige Bedenken gibt. Mit direkten Anrainern seien bereits Gespräche geführt worden. Der Kreisverkehr solle Verbesserungen für alle bringen. Im Gemeinderat wurden bei der Vorstellung keinen Stimmen gegen den Kreisverkehr laut. Man ist sich offensichtlich einig darin, dass ein Kreisverkehr die beste Lösung ist, um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen, die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer zu drosseln und die Verkehrsflüssigkeit zu verbessern. Um den Verkehrslärm einzudämmen, ist neben Lärmschutzwänden auch die Verwendung von Flüsterasphalt vorgesehen. Laut einer groben Schätzung werden die Gesamtkosten des Projektes rund 840.000 Euro betragen.  Die Gemeindeverwaltung hofft, dass das Land das Projekt, das bereits im Landesprogramm vorgesehen ist, finanziell großzügig mitträgt. Zu den nächsten Schritten gehört neben der Sicherstellung der Finanzierung auch die Ausführungsplanung. Errichtet werden soll der Kreisverkehr laut Franz Prieth „in zwei bis drei Jahren.“

Neugestaltung von Kreuzung in St. Valentin

Neu gestalten möchte die Gemeinde auch die Kreuzung Staatsstraße/Kirchgasse in St. Valentin auf der Haide. Auch bei diesem Projekt geht es in erster Linie um mehr Sicherheit. Auf dem Areal, wo früher das „Haus Waldner“ stand – die Gemeinde hatte dieses Gebäude angekauft und abgerissen – soll eine benutzerfreundliche und sichere Bushaltestelle entstehen. Auch bauliche Maßnahmen zur Verlangsamung des Verkehrs sind vorgesehen. „Das Gutachten des Straßendienstes für dieses Vorhaben steht derzeit noch aus“, informierte der Bürgermeister. Von der Neugestaltung der Kreuzung erwartet man sich in erster Linie mehr Sicherheit. Auch für dieses Projekt, dessen Umsetzung insgesamt ca. 264.000 Euro kostet, erhofft sich die Gemeinde eine finanzielle Unterstützung seitens des Landes.

Rund 500 neue Gästebetten

Einhellig zugestimmt hat der Gemeinderat einer Fristverlängerung für die Verbauung von Restkubaturen in bereits bestehenden Tourismuszonen im Gemeindegebiet von Graun. Es waren insgesamt 9 Anträge eingegangen. „Es handelt sich zum Großteil um derzeit noch nicht verbaute Kubaturen im Ausmaß zwischen 1.500 und 4.500 Kubikmeter“, sagte der Bürgermeister. Insgesamt könnten zu den bestehenden rund 3.500 Gäste-
betten ca. 500 neue dazukommen. Das sei für die Gemeinde Graun, in der es im Bereich Tourismus noch Luft nach oben gebe und wo von einem Übertourismus keine Rede sein könne, angebracht und durchaus verträglich. Damit die Vorhaben ernsthaft angegangen werden, wurde die 5-Jahresfrist gestaffelt. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der Bauvorhaben sind innerhalb 2027 zu schaffen. Innerhalb 2028 muss die Ausstellung der Baugenehmigung erfolgen und innerhalb 2029 ist der Baubeginn zu melden.

Gemeindeentwicklungsprogramm

Definitiv gutgeheißen hat der Gemeinderat den Entwurf zur Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft. „Nach rund zweijährigen Arbeiten sind wir beim Entwicklungsprogramm nun einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen“, resümierte der Bürgermeister. Einhellig sprach sich der Gemeinderat zudem für die Ausweisung des Biotops „Bergwiesen Rojen“ aus. Den Antrag hatte Peter Gasser, der Eigentümer der betroffenen Wiese, gestellt. Der Einfügung einer Zone für Freizeitanlagen im Talai-Wald in St. Valentin stimmte der Rat ebenfalls einhellig zur. Der Erlebnisweg „Zipf und Zapf“ kann somit erweitert bzw. erneuert werden.

Josef Laner
Josef Laner

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