Einstimmig hat der Gemeinderat von Latsch das programmatische Dokument des neuen Bürgermeisters genehmigt.

„Lift frei“

Publiziert in 20 / 2014 - Erschienen am 28. Mai 2014
Sessellift auf die Tarscher Alm gehört jetzt dem Tourismusverein. Einhelliges Ja zum Programm des Bürgermeisters. Latsch - „Heute zu Mittag erfolgte die Schlüsselübergabe an den Tourismusverein, sodass der Weg jetzt frei ist, den Sessellift auf die Tarscher Alm in Betrieb zu nehmen.“ Mit dieser erfreulichen Nachricht überraschte Bürgermeister Helmuth Fischer den Gemeinderat am 20. Mai. Einen Rekurs des vorherigen Eigentümers der Anlagen hatte das Gericht abgelehnt. „Der Sommerbetrieb dürfte in rund 4 Wochen anlaufen“, ergänzte die Wirtschaftsreferentin Andrea Kofler. Die Aufwertung des Wandergebietes Tarscher Alm ist eines der vielen Vorhaben und Ziele, die im programmatischen Dokument des Bürgermeisters für den Zeitraum bis 2020 festgeschrieben sind. Dass der Rat dem Dokument einhellig zustimmte, ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass nicht nur Programmpunkte der SVP, sondern auch der Freiheitlichen und der Süd-Tiroler Freiheit mit eingeflossen sind. „Wir haben im Grunde alle so ziemlich die gleichen Ziele“, sagte Fischer. Sepp Kofler (Freiheitliche) und Christian Fasolt (Süd-Tiroler Freiheit) freuten sich, dass auch Anliegen ihrer Parteien berücksichtigt wurden. Neben der Fertigstellung begonnener Bauvorhaben im Hauptort und in den Fraktionen steht vor allem der Neubau des Kindergartens Latsch im Brennpunkt. Zudem will die Verwaltung viele wichtige Themen angehen und dabei alle jeweiligen Interessensgruppen einbinden. Um z.B. eine bestmögliche Anbindung des Radweges zum Ortszenturm auf den Weg zu bringen, wird eine Arbeitgsgruppe mit Vertretern der Gemeinde und aller interessierten Gruppen eingesetzt. Arbeitsgruppe für Anbindung des Radweges zum Ortszentrum Intensiv auseinandersetzen will sich die Verwaltung zudem mit der Dorfgestaltung, der Belebung der Ortskerne, dem gesamten Wirtschaftsstandort Latsch, der Bedeutung von Latsch als Sportdorf sowie mit heiklen Themen wie die Schaffung von Parkplätzen oder das Thema einer Gewerbezone am östlichen Dorfeingang. „Wir wollen eine offene und freundliche Verwaltung sein, die maßvolle Tarife anstrebt“, so Fischer. Sachlich und aktiv einbringen wolle sich die Gemeinde auch zum Thema Pflanzenschutzmittel. Mitreden und mitgestalten werde man auch in der Energiefrage. ­Fischer: „Wir stehen voll hinter den Bemühungen einer eigenständigen Stromverteilung im Vinschgau. Der Strompreis wird sicher nicht halbiert, aber eine Senkung zwischen 10 und 15% dürfte möglich sein.“ Ausführlich und transparent antwortete die Sportreferentin und Vizebürgermeisterin Sonja Platzer auf eine Reihe von Fragen des Ratsmitgliedes Thomas Pichler (Freiheitliche) bezüglich der „Viva Latsch GmbH“ bzw. der von ihr geführten Anlagen. Allein für das AquaForum beliefen sich z.B. die laufenden Ausgaben für 2013 auf fast 560.000 Euro. Pichler regte an, Kostenreduzierungen ins Auge zu fassen. Sonja Platzer und der Bürgermeister kündigten für den 10. Juni ein informelles Treffen zwischen dem Gemeinderat und der Führungsspitze der „Viva Latsch“ an. „Viva Latsch“ und die Kosten Es soll gemeinsam ausgelotet werden, wo und in welchem Ausmaß Einsparungen möglich sind und welches die künftige Ausrichtung der Gesellschaft sein soll. Neu einführen will der Bürgermeister informelle Gemeinderats­sitzungen in den Fraktionen, und zwar in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ratsmitgliedern aller Parteien. Fischer: „Wir möchten mit dem Gemeinderat hinaus in die Fraktionen gehen, damit wir uns deren Anliegen anhören und anschauen können.“ Ernannt hat der Gemeinderat übrigens auch die Mitglieder der Baukommission. Im Vorfeld dazu war es zu Unstimmigkeiten zwischen der SVP und den Freiheitlichen gekommen. sepp
Josef Laner
Josef Laner
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