Musikalisch begleitet hat die Eröffnung der Bezirkshegeschau die Latscher Jagdhornbläsergruppe „Schworzwond“.

Vorbildlicher Jagdbezirk

Publiziert in 10 / 2013 - Erschienen am 20. März 2013
Zahl der Jägerinnen und Jäger steigt – Bei Abschussquoten landesweit im Spitzenfeld Schlanders - Mit teils sehr guten Zahlen zum Jagdjahr 2012 konnte Bezirksjägermeister Berthold Marx am Samstag bei der gut besuchten Eröffnung der Bezirkshegeschau im wunderschönen Ambiente des Kulturhauses in Schlanders aufwarten. Zurzeit gibt es in den 12 Revieren 26 Jägerinnen und 847 Jäger. Die Zahl ist somit weiter gestiegen, „und auch eine Verjüngung ist festzustellen,“ freute sich Marx vor vielen Jägern und Jägerinnen, Ehrengästen sowie hohen Vertretern der Land- und Forstwirtsschaft, des Nationalparks, des Jagdverbandes und zuständiger Landesbehörden. Bei den Abschussquoten habe die Vinschger Jägerschaft tolle Arbeit geleistet, speziell beim Rotwild, bei dem die Quote fast zu 100% erfüllt wurde. Insgesamt wurden im Vorjahr 1.278 Stück Rotwild erlegt. So hoch war diese Zahl noch nie. Weiters kamen 699 Stück Rehwild zur Strecke und 464 Gemsen. Bedauert hat Marx, dass gegen die Steinwild- und Murmeltierjagd erneut Rekurse eingebracht worden sind, was zur Aussetzung der Bejagung führte. 2012 konnten nur 27 Stück Steinwild erlegt werden. Erfreulich sei, dass der Steinwildbestand von 62 Stück vor 25 Jahren auf nunmehr über 700 im Bezirk Vinschgau und in der Texelgruppe angewachsen ist. Richtiges Bild der Jagd vermitteln Die Bezirkshegeschau - die übrigens sowohl am Samstag als auch am Sonntag sehr gut besucht war - will die Jägerschaft laut Marx vor allem auch dazu nutzen, der breiten Öffentlichkeit ein richtiges Bild der Jagd zu vermitteln. Die Jagd sei nicht nur Aufgabe und Verantwortung, sondern eine Notwendigkeit für den Schutz der Wildtierbestände und der natürlichen Lebensräume. Naturschutz und Jagd sei kein Widerspruch. Außerdem sei die Jagd ein traditionelles, tief verwurzeltes Kulturgut. Mit der Land- und Forstwirtschaft gelte es weiterhin zusammen zu arbeiten. Dass eine vernünftige Bejagung sinnvoll ist, auch wenn Jagdgegner das Gegenteil behaupten, unterstrichen Landesrat Richard Theiner und Bürgermeister Dieter Pinggera in ihren Grußworten. „Nur 2% der Bevölkerung sind Jäger und 98% schauen zu. Es liegt an uns, diese 98% aufzuklären und vom Sinn der Jagd zu überzeugen,“ meinte auch Landeshauptmann Luis Durnwalder. Für die Anliegen der Land- und Forstwirtschaft müsse die Jägerschaft Verständnis haben. Seit 1979 ist Durnwalder in erster Person für das Jagdwesen in Südtirol verantwortlich. Sein Ausscheiden als Landeshauptmann im Herbst 2013 erfüllt daher nicht wenige Jäger mit Sorge. Die Probleme werden laut Durnwalder immer größer: Anfechtung der Jagdzeiten, Eingaben des Rechnungshofes und andere Probleme mehr. „Immer schwieriger wird es werden, Nichtjäger von der Notwendigkeit der Jagd zu überzeugen,“ so Durnwalder. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner

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