Freiwillige Arbeitseinsätze: 1.562 Einsätze und über 15.000 Arbeitsstunden für Südtirols Bergbauern

Der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze Südtirol (VFA) blickte auf seiner Vollversammlung auf ein intensives Jahr 2025 zurück. Mit 1.562 Einsätzen und 15.044 geleisteten Arbeitsstunden bleibt der Verein ein zentraler Pfeiler für die Berglandwirtschaft im Land.

- Die Zahlen des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze können sich sehen lassen: Insgesamt 1.483 Freiwillige halfen auf 250 Bergbauernhöfen mit und unterstützten die Familien im Stall, auf den Wiesen, bei der Kinder- oder Älterenbetreuung. Nach wie vor kommen zwei von drei Helfenden aus Deutschland, gefolgt von Südtirol (10,5 %) und Österreich (3,8 %). Die Altersstruktur zeigt eine bemerkenswerte Vielfalt: Rund 12 % der Freiwilligen sind jünger als Jahrgang 2000. Die größte Gruppe stellen mit knapp 39 % die Jahrgänge 1960 bis 1980, während 27,8 % bis Jahrgang 1960 reichen. 1,9 % der Helfenden sind älter als 75 Jahre. Der wirtschaftliche Gegenwert der geleisteten Arbeit ist enorm und beläuft sich auf über 1,5 Millionen Euro. Trotz eines leichten Rückgangs bei Anfragen und Anmeldungen bleibt die Einsatzbereitschaft hoch. „Das Jahr 2025 hat erneut gezeigt, wie wertvoll Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind“, betonte Obmann Georg Mayr. „Mein besonderer Dank gilt den Bergbauernfamilien und den vielen Freiwilligen, die ihre Zeit und Kraft schenken. Ihre Motivation ist das Herzstück unseres Vereins.“

Vorstand und Kassaprüfer bestätigt

Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand einstimmig im Amt bestätigt: Georg Mayr, der seit 30 Jahren im Verein aktiv ist, bleibt als Vertreter des Südtiroler Bauernbundes Obmann des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze. Als Stellvertreterin fungiert weiterhin Brigitte Hofmann (Caritas Diözese Bozen-Brixen). Dem Vorstand gehören zudem Claudia Tscholl (Lebenshilfe Südtirol) und Angelika Springeth (Südtiroler Jugendring) an. Auch die Kassaprüfer Siegfried Rinner und Josef Haller wurden bestätigt. Die Wiederwahl stehe für Kontinuität und stabile Vereinsstrukturen, betonte Obmann Mayr. 

Kurzfilm erreicht große Reichweite

Ein Höhepunkt des Jahres war die Premiere des Kurzfilms „Mithelfen & Miterleben am Bergbauernhof“ im März 2025 im Cineplexx Bozen. Der Film zeigt eindrucksvoll die Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen und Bergbauern und wurde breit eingesetzt – von Fernsehausstrahlungen bis hin zu Schulvorführungen. Auf YouTube steht er bei 70.230 Aufrufen. Auch die begleitenden Social-Media-Reels erzielten mit hoher Reichweite große Aufmerksamkeit.

Starke Präsenz in Medien und Öffentlichkeit

Der VFA profitierte 2025 von einer starken medialen Präsenz, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem Medienhaus Athesia. Darüber hinaus war der Verein bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten, darunter das Erntedankfest in Bozen, die Freiwilligenmesse sowie die Agrialp. Auch digital zeigt sich eine positive Entwicklung: Insgesamt wurden über 1,3 Millionen Inhaltsaufrufe und mehr als 33.000 Besuche auf Facebook und Instagram verzeichnet. Die Zahl der Interessierten wächst kontinuierlich.

Solide Finanzierung

Das Jahresbudget 2025 betrug rund 215.000 Euro. Je ein Drittel stammt von Mitgliedsorganisationen und dem Land Südtirol (Abteilung Sozialwesen), etwa ein Viertel aus Spenden. Weitere Mittel kommen aus der 5-Promille-Zuweisung. Langjährige Partner wie die Stiftung Südtiroler Sparkasse, DESPAR/ASPIAG, die Bezirksgemeinschaften Salten-Schlern, Vinschgau, Pustertal, Überetsch-Unterland, die Raiffeisenkasse Bozen, der Raiffeisen Hilfsfonds sowie zahlreiche Privatspender tragen wesentlich zur Stabilität des Vereins bei. Mit dem Qualitätssiegel „Sicher Spenden“ wurde dem VFA zudem Transparenz und Vertrauenswürdigkeit bestätigt.

Ausblick 2026: 30 Jahre Freiwillige Arbeitseinsätze

2026 feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen. Geplant sind eine Jubiläums- und Erntedankfeier am 3. Oktober 2026 im Bürgerhaus Sarnthein, die Präsentation eines neuen Jubiläumsbuches von Leo Hillebrand (Athesia Verlag) sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von IVY 2026, dem Internationalen Jahr der Freiwilligen für nachhaltige Entwicklung. „Gemeinsam mit engagierten Freiwilligen, Unterstützern und Partnern wollen wir auch 2026 dazu beitragen, das Leben vieler Bergbauernfamilien nachhaltig zu verbessern“, so Obmann Mayr. Die Landesräte Rosmarie Pamer, Luis Walcher und Hubert Messner dankten in ihren Grußworten für die vorbildliche Tätigkeit des Vereins und betonten dessen wichtige Rolle als Stütze für die Bergbauern in Südtirol. Sie äußerten den Wunsch, dass die Solidarität der freiwilligen Helferinnen und Helfer, vor allem aus Südtirol, in den kommenden Jahren weiter gestärkt wird.
Sich körperlich für andere zu engagieren, fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und trägt zugleich zur eigenen Gesundheit sowie zum gegenseitigen Verständnis bei.

Verein Freiwillige Arbeitseinsätze KDS

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