Lehrgang für 19 angehende Jagdaufseher gestartet
19 Teilnehmer beginnen sechsmonatigen Lehrgang für hauptberufliche Jagdaufseher an der Forstschule Latemar – Beruf des Jagdaufsehers in stetem Wandel - Wildmonitoring im Vordergrund
- Sie haben 800 Kursstunden in Theorie und Praxis vor sich: Ökologieund Wildkunde (140 Stunden), Wildtiermanagement und Jagdkunde (165 Stunden),Jagdpraxis (140 Stunden), Rechtskunde (100 Stunden), Berufskunde (220 Stunden), Wild in der Kulturlandschaft (40 Stunden), darunter Übungen und fächerübergreifende Exkursionen sowie ein zweiwöchiges Praktikum im Revier. Am 16. Februar hat der elfte Lehrgang für hauptberufliche Jagdaufseher begonnen: Insgesamt 19 Teilnehmer absolvieren in den kommenden sechs Monaten in der Forstschule Latemar ihre Ausbildung, sie kommen aus dem ganzen Land und sind zwischen 20 und 55 Jahre alt. Sie haben die verschiedensten Berufe erlernt, aber Eines gemeinsam: Sie wollen Verantwortung für Wild, Natur und Jagd übernehmen. Wie in vielen Berufskategorien befindet sich auch die Jagdaufsicht derzeit in einem Generationenwechsel, weshalb aufgrund des Wechsel in den Ruhestand vieler Jagdaufseher Verstärkung dringend notwendig ist. Der Koordinator der Forstschule Latemar Florian Reichegger begleitet den Lehrgang und führte am ersten Tag die Kandidaten in das vielfältige Kursprogramm mit über 50 verschiedenen Referenten aus allen verwandten Fachbereichen ein. Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement, der Geschäftsführer des SüdtirolerJagdverbands Benedikt Terzer, Landesjägermeister Günther Rabensteiner und der stellvertretende Präsident der Südtiroler Jagdaufsehervereinigung Moritz Piffradergratulierten den Teilnehmern zum bestandenen Auswahlverfahren, wiesen auf die Wichtigkeit, Herausforderungen und Freuden des Berufes hin und wünschten allen Teilnehmern Erfolg und Durchhaltevermögen für die Ausbildung und den Beruf. Derzeit sorgen rund 70 hauptberufliche Jagdaufseher – darunter seit kurzem auch ein Frau - für Jagdaufsicht in den Revieren Südtirols. Der Beruf des Jagdaufsehers ist im stetigen Wandel: Standen früher Jagdaufsicht und Kontrolle im Vordergrund, so sind es heute vor allem das Begleiten und Ausführen des verpflichtenden Wildtiermonitorings. Jagdaufseher unterstützen das Jagdrevier in der Jagdplanung, bei der Abschussplanung und Bejagung sowie bei der Organisation von Veranstaltungen bis hin zur Wissensvermittlung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und Kindergärten.
LPA/mac