Stellten das Projekt seitens der Bezirksgemeinschaft vor (v.l.): Direktorin Karin Tschurtschenthaler, Präsidentin Roselinde Gunsch und Generalsekretär Urban Rinner
Die neue Broschüre

Altern und Demenz im Fokus

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Schlanders - Die Themen Altern und Demenz in den Fokus rücken, hat sich die Bezirksgemeinschaft Vinschgau für den Monat Oktober vorgenommen. Der Startschuss erfolgte am Montag, 21. September, passend zum Welt-Alzheimertag, mit einer Pressekonferenz. „Es handelt sich um ein Thema, das sehr aktuell ist und immer aktueller wird. Demenz tritt immer früher ein. Es geht nicht nur um die Patienten selbst, sondern auch um das Drumherum und die Angehörigen“, so Roselinde Gunsch, die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft. Die Initiative findet im Rahmen des Interreg-Projekts SOLIS zwischen Italien und der Schweiz statt. Es gelte, die Themen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Demenz-Betroffene und Angehörige weiterzuentwickeln sowie personelle Ressourcen langfristig und bedürfnisorientiert zu stärken. So finden die Veranstaltungen „Altern in der Gemeinde“ am Donnerstag, 1. Oktober, im Bürgerhaus von Martell sowie am Montag, 26. Oktober, im Vereinshaus Graun statt (16 Uhr bis ca. 20 Uhr). Die kostenlosen Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich frühzeitig über Angebote, Dienstleistungen und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren sowie mit Fachpersonen und anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Durch Vorträge und den Demenz-Parcours werden Verständnis, Sensibilität und Empathie für die Lebensrealität von Menschen mit Demenz sowie deren Angehörigen gefördert. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Berührungsängste abzubauen und das Bewusstsein für ein solidarisches, altersfreundliches Miteinander zu stärken.

Kompakte Broschüre

Vorgestellt wurde bei der Pressekonferenz auch die Broschüre „Es ist gut, Hilfe zu suchen 60+“. Kompakt und übersichtlich werden hier die Angebote, Möglichkeiten und Anlaufstellen aufgelistet. Für das Interreg-Projekt wurde auch der Sanitätsbetrieb mit ins Boot geholt. „Eine gute und notwendige Zusammenarbeit“, unterstrich Karin Tschurtschenthaler, die Direktorin der Sozialdienste. Nicht zuletzt kooperiert die Bezirksgemeinschaft mit der Alzheimervereinigung, Seniorenwohnheimen und Co., sprich jenen Organisationen, die Fachwissen mitbringen. Das Projekt dauert bis Juni 2027 an, das Budget beläuft sich auf 780.000 Euro.

Michael Andres
Michael Andres

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