Sitzend (v.l.): Hansi Weissensteiner, Erich Mair, Georg Stillebacher und Hermine Thomann; stehend (v.l.): Julia Rinner, Renate Brunner, Ingeborg Rettenbacher und Markus Stocker.

„Beim Denken übertreiben. Das bleibt.“

Publiziert in 8 / 2014 - Erschienen am 5. März 2014
Bei der Bezirksversammlung der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund wurde nicht nur zurück geblickt. Kortsch - Der Auftakt in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung stimmte nachdenklich. Bezirksobmann Georg Stillebacher erinnerte an die Verdienste der am 23. Juni 2013 unerwartet verstorbenen Gretl Wellenzohn aus Kortsch. „Die Greatl fahlt uns. Sie hat die Seniorenvereinigung im Vinschgau aufgebaut“, blickte Stillebacher zurück und fand: „Das Leben muss aber weitergehen.“ Das war das Stichwort für Hildegard Kreiter aus Perdonig, mitreißend und begeisternd und voller Spruchweisheit aufmerksam zu machen, dass das Ziel nicht der zukünftige Lotteriegewinn, sondern intensives Leben im hier und heute sei. Geistige Arbeit sei das Um und Auf, meinte sie und zitierte: „Lern, als musst du niemals fort, leb, als musst du morgen fort“. Neben ihren Kenntnissen auf dem Gebiet der Kräuter und deren Verwendung überraschte sie die Vinschger Senioren mit ungewöhnlichen Ratschlägen für die geistige Fitness: „Das Gegenteil tun, von dem was üblich ist, und beim Denken übertreiben. Das bleibt haften.“ Nach dem Wirbelwind aus dem Überetsch blickte Ausschussmitglied Erich Mair kurz auf die verschiedenen Veranstaltungen zurück und auf das Programm 2014 nach vorn. Die bezirksinternen Veranstaltungen wie Frühlingsfahrt zur „Madonna della Corona“ im Veneto, Grillfest in Prad, Wallfahrt nach Maria Schmelz in Martell und Almwanderung in Schlinig ergänzte Landessekretärin Karin Alber mit einem vielfältigen Angebot an Weiterbildungs- und Urlaubsmöglichkeiten. Die Berichte der Ortsgruppen eröffnete Morter. Es folgte Kortsch mit Obmann Josef Raich, dem Nachfolger von Gretl Wellenzohn. Überraschend aktiv zeigten sich die Ortsgruppen von Göflan-Nördersberg, Eyrs, Prad, Planeil-Matsch-Plawenn und Schling im Nordwesten. Renate Brunner und Julia Rinner als Vertreter der Bauernjugend staunten über die Tätigkeit und luden die Senioren zum Bezirkskegeln ein. Ingeborg Rettenbacher vertrat die Bäuerinnen im Bezirk; sie dankte für die so wichtige Hilfe am Hof und ersuchte, möglichst viel Erfahrung an die nachfolgende Generation weiterzugeben. „Das Jahr der bäuerlichen Familie 2014“ würden im Bezirk die Bauernjugend und die Bäuerinnen gestalten, teilte sie mit. Als stellvertretender Bezirksobmann im Südtiroler Bauernbund richtete Markus Stocker vom Montecin-Hof bei Tartsch Grußworte an die Versammlung. Hansi Weissensteiner aus Montan appellierte im Namen des Landesobmannes Gottfried Oberstaller, bei der Vollversammlung des Südtiroler Bauernbundes präsent zu sein und vor allem zusammen zu halten. Die Versammlung endete mit einem gemütlichen Abend­essen, zu dem auch Schulleiter und Hausherr Martin Unterer Hand anlegte und sich als Wirt betätigte. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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