Zahlreiche Gäste wohnten der Eröffnung bei.
Ein Freudentanz auf der Brücke.
Radler/innen testeten den neuen Übergang.
Der Nepomuk-Bildstock wurde versetzt und erneuert.

Brücke mit Symbolkraft

Nach rund sechs Monaten Bauzeit verbindet die neue Plimabrücke Latsch und Goldrain wieder.

Publiziert in 14 / 2026 - Erschienen am 28. Juli 2026

Latsch - Es war ein kleiner Feiertag für die Einwohner/innen von Latsch, Goldrain und Morter. Die neue Plimabrücke, die die Landesstraße zwischen Latsch und Goldrain verbindet, konnte am Freitag, 24. Juli, feierlich eröffnet werden. „Eine Brücke ist viel mehr als Beton und Stahl. Sie verbindet Menschen und Dörfer. Die Brücke zwischen Latsch und Goldrain hat für uns eine große Bedeutung“, unterstrich Bürgermeister Mauro Dalla Barba. In der Bauphase, als die Brücke gesperrt wurde und es galt über die Staatsstraße auszuweichen, habe man gemerkt, was fehle. Mit den Bauarbeiten begonnen worden war Ende Jänner. Nun konnte sogar zehn Tage früher als geplant damit abgeschlossen werden. 

„Mehr Sicherheit“ 

Die Planungsarbeiten wurden vom Büro Pohl + Partner aus Latsch ausgeführt, die vom Land durchgeführte Ausschreibung für den Bau der Brücke hatte die Firma C.T.S srl aus dem Trentiner Ort Scurelle gewonnen. Als Subunternehmen fungierte die Firma Josef Mair & Co KG mit Klaus Patscheider als Koordinator. Siegfried Pohl stellte die technischen Details der Brücke vor. Diese hat weiterhin eine Spannweite von rund 26 Metern. Der neue Übergang ist nun jedoch breiter, da es auch einen geräumigen Geh- und Radweg gibt. Die bisherige Brücke aus dem Jahr 1906 war als Stahlfachwerkkonstruktion errichtet worden und entsprach nicht mehr den Anforderungen des heutigen Verkehrs. Deshalb entschied sich das Land für einen Neubau. Die neue Brücke wurde auf Pfählen gegründet, die auch bei größeren Hochwasserereignissen die notwendige Stabilität gewährleisten. Das Tragwerk besteht aus einer modernen Stahl-Beton-Verbundkonstruktion. Die Lebensdauer ist auf 100 Jahre ausgelegt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf zwei Millionen Euro. Daniel Alfreider, Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität, lobte den Bau und den schnellen Abschluss. „Investitionen in die Infrastruktur bedeuten mehr Sicherheit im Alltag. Gleichzeitig gewährleisten sie zuverlässige Verbindungen und stärken die Entwicklung unserer Gemeinden und Regionen“, betonte er. 

Neuer Platz für Nepomuk

Im Rahmen der Bauarbeiten wurde auch der Nepomuk-Bildstock um rund 50 Meter verlegt und neu errichtet bzw. restauriert. Da Nepomuk als Brückenheiliger und Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt, sei es auch eine symbolische Geste, „damit die Plima uns vor Schäden bewahrt“, unterstrich Dalla Barba. Die Nepomuk-Figur selbst ist derzeit in Gröden zur Restauration und soll im Herbst wieder nach Latsch zurückkehren. 

Segnung, Tanz und Musik 

Der Latscher Pfarrer Johann Lanbacher segnete die Brücke. Abschließend führten junge Tänzerinnen und ein Tänzer des Latscher Sportvereins ein Freudentänzchen auf, Biker/innen der ASV Latsch Sektion Rad überquerten die Brücke, eine Abordnung der Bürgerkapelle Latsch umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Michael Andres
Michael Andres

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