Erstmals fand eine Gemeinderatssitzung im neuen Zivilschutzgebäude statt.
FFW-Kommandant Michael Telser (links) und sein Vize Felix Alber mit Bürgermeisterin Verena Tröger.
Die neuen Räumlichkeiten werden am 30. August offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Corrado Lucarelli stellte die Maßnahmen für die Zone „Trai“ vor.

Premiere und Gefahren

Gefahrenzone „Trai“ bei erster Ratssitzung im neuen Zivilschutzzentrum in Eyrs Thema.

Publiziert in 13 / 2026 - Erschienen am 14. Juli 2026

Laas - Erstmals überhaupt stand am 8. Juli eine Gemeinderats-
sitzung im Versammlungssaal des neuen Zivilschutzzentrums in Eyrs bzw. der neuen Eyrser Feuerwehrhalle auf dem Programm. Dies vor allem auch deshalb, um dem Gemeinderat die neuen Räumlichkeiten zu präsentieren. Michael Telser, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eyrs, und sein Vize Felix Alber
blickten im Anschluss an die Sitzung auf die Geschichte des Neubaus zurück und führten Rätinnen und Räte durch das neue Haus. „Der Gemeinderat stand immer hinter uns“, bedankte sich Telser. Die Eröffnungsfeier ist für den 30. August geplant, am 27. August will die Feuerwehr in die neuen Räume umziehen – ein besonderes Datum für die Eyrser Wehr, die am 27. August 1922 gegründet worden war.

Was tun gegen die „rote Zone“? 

Bei der Gemeinderatssitzung selbst ging es nicht nur um den Status quo der Etschbrücke (siehe eigenen Bericht), sondern unter anderem auch um die Genehmigung der Machbarkeitsstudie im Hinblick auf die notwendigen Schutzmaßnahmen aufgrund des Gefahrenzonenplanes im Bereich des Sportplatzes „Trai“ in Laas. Hier, beim alten Sportplatz, dem Fernheizwerk und der ehemaligen Disco „Fix“, befindet sich nämlich eine sogenannte rote Zone. Zur Erinnerung: In einer solchen sind bei Unwetterereignissen schwere Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen möglich, weshalb keine Neubauten oder neue Bauzonen zulässig sind, es gibt derzeit nur geringe Schutzmaßnahmen. In der betroffenen Zone könnte es – bei extremen Wetterereignissen wie sie nur selten auftreten – zu Massenbewegungen, also zu Bewegungen von Gesteins-, Schutt- oder Erdmassen kommen. Um die Sicherheit zu gewährleisten und aus der roten Zone heraus zu kommen, seien verschiedene Schutzmaßnahmen nötig. „Die Machbarkeitsstudie wurde bereits gemacht, es ging dabei um Überlegungen, was man tun könnte und was möglich ist“, so Bürgermeisterin Verena Tröger. Für die Studie, die 2024 abgeschlossen wurde, war das Ingenieurbüro Patscheider und Partner beauftragt worden. Corrado Lucarelli stellte diese dem Gemeinderat nochmals im Detail vor. 

„Maßnahmen gegen extreme Ereignisse“

„Die Maßnahmen sind stets für extreme Ereignisse geplant“, erklärte Lucarelli. Man setze auf drei Baulose: Parkplatz, Fernheizwerk und Beherbergungsbetriebe sowie Sportplatz. Als Maßnahmen dabei sind etwa die Errichtung von Erddämmen, die Verlegung einer Zufahrtsstraße sowie Steinschlagbarrieren geplant. Auch die Ableitung des Wassers über ein erdverlegtes Rohr in einen Entwässerungsgraben in der Talsohle und von dort in den Graben an der Vinschger Bahn ist im Zuge der Arbeiten vorgesehen. Eine erste Kostenschätzung für alle Baulose belief sich 2024 auf insgesamt rund 3,5 Millionen Euro. Lucarelli erinnerte daran, dass es sich hier vorerst nicht um ein Projekt handle, sondern lediglich um eine erste Machbarkeitsstudie. Die nächsten Schritte mit einem Ausführungsprojekt sollen noch folgen. Die Machbarkeitsstudie wurde schließlich einstimmig genehmigt. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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