Die bergseitig gelegene Ebenhöh war teilweise zusammengebrochen und drückte auf die bergseitige Hausmauer eines denkmalgeschützten Gebäudes auf der Mitterkaser Alm. Nun wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt.
Die bergseitig gelegene Ebenhöh war teilweise zusammengebrochen und drückte auf die bergseitige Hausmauer eines denkmalgeschützten Gebäudes auf der Mitterkaser Alm. Nun wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt.
Die bergseitig gelegene Ebenhöh war teilweise zusammengebrochen und drückte auf die bergseitige Hausmauer eines denkmalgeschützten Gebäudes auf der Mitterkaser Alm. Nun wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt.
Bei der Baustelle (v.l.): Christian Rainer (Interessentschaft Untervernagt II), Reinhold Kuppelwieser (Forststation Naturns), Katharina Mair (Landesamt für Bau- und Kunstdenkmäler), Valentin Schroffenegger (Landesamt für Natur), Techniker Martin Eschgfäller, Vorarbeiter Martin Müller, Amtsdirektor Peter Egger, Statiker Siegfried Pohl und Johann Tappeiner (Interessentschaft Untervernagt II).

Denkmalgeschütztes Gebäude abgesichert

Publiziert in 12 / 2026 - Erschienen am 30. Juni 2026

Pfossental - Die bergseitig gelegene Ebenhöh, eine zweiseitige Mauer mit Erdaufschüttung, die das Gebäude vor Lawinen schützen soll, war teilweise zusammengebrochen und drückte auf die bergseitige Hausmauer eines denkmalgeschützten Gebäudes auf der Mitterkaser Alm, einer ehemaligen Hofstelle im Pfossental. Das Gebäude stand rund 30 Zentimeter außer Lot. „Bei einem Ortsaugenschein wurde uns die Situation von den Eigentümern, der Interessentschaft Untervernagt II, geschildert“, berichtet Peter Egger, der Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Zumal das Gebäude unter Denkmalschutz steht und ein Landesgesetz aus dem Jahr 1975 die Möglichkeit vorsieht, bei denkmalgeschützten Strukturen Sicherungsarbeiten durchzuführen, „nahmen wir uns der Sache an“, so Egger. Die Ebenhöh wurde teilweise abgetragen. Es folgten die Freilegung der bergseitigen Gebäudemauer und Entlastung des Gebäudes durch Entfernen der Material- und Mauerreste sowie der Wiederaufbau der Ebenhöh. Es wurden in Absprache mit dem Denkmalamt Drahtschotterkörbe und Trockenmauern errichtet, mit vor Ort vorhandenen Mauersteinen in den Sichtbereichen. Zum Ableiten der Schmelz- und Hangwassers wurde eine Stein- und Schotter-Drainage bergseitig der Ebenhöh errichtet. „Das Vorhaben konnte zur höchsten Zufriedenheit aller Beteiligten abgewickelt werden“, resümiert Peter Egger. „Das Instrument der Sofortmaßnahme und die Durchführung der Arbeiten in Eigenregie haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir rasch und so effizient und bewahrend wie möglich arbeiten konnten.“ Die Arbeiten wurden inhaltlich von Katharina Mair vom Landesamt für Bau- und Kunstdenkmäler begleitet. Die Statik wurde von Ingenieur Siegfried Pohl überwacht, den Bereich Holzbau hatte Roland Weithaler von der Zimmerei Weithaler übernommen. Beteiligt waren auch Valentin Schroffenegger vom Landesamt für Natur und Reinhold Kuppelwieser von der Forststation Naturns sowie Christian Rainer und Johann Tappeiner von der Interessentschaft Untervernagt II und Lukas Rainer von der Gemeinde Schnals. Weitere Sicherungs- und Bauarbeiten am Almgebäude selbst betreffen die Wildbachverbauung nicht mehr. Weitere Arbeiten müssen nun von den Eigentümern veranlasst und finanziert werden. In das Projekt wurden ca. 120.000 Euro an Geldmitteln des Landes investiert.

Redaktion

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