„Die Stauraumspülung in Laas hat für die Jungfische schlimme Folgen“, kritisiert der Fischereiverein Meran. Das obige Bild wurde vom 4. Oktober gemacht.
Das in diesem Sedimentbecken abgelagerte Material wird ausgehoben und abtransportiert.

„Es geht munter weiter“

Publiziert in 34 / 2019 - Erschienen am 8. Oktober 2019

Laas - Harsche Kritik an der Alperia übt der Fischereiverein Meran im Zusammenhang mit der Stauraumspülung in Laas, mit der am 4. Oktober begonnen wurde. „Trotz der verheerenden Folgen für die Fischfauna der Rienzschlucht und des Eisacks bis Bozen, ausgelöst durch die Spülung des Stausees von Mühlbach Anfang des heurigen Sommers spült Alperia das Laaser Becken“, beanstandet der Fischereiverein. Damit werde „ein mit öffentlichen Mitteln getragenes Projekt zur Wiederansiedlung der Marmorierten Forelle im wahrsten Sinne des Wortes weggespült.“ Mitte August 2018 sei durch eine Mure aus dem Laaser Tal der gesamte Fischbestand auf über 17 km beinahe zur Gänze ausgelöscht worden. Daher seien im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts im heurigen Frühjahr 120.000 Eier und Brütlinge eingebracht worden. Und dann die große Überraschung: „Dem Betreiber des Kraftwerks Kastelbell mit der Wasserfassung in Laas fällt für Herbst 2019 nichts Besseres ein, als das Laaser Becken mal eben zu spülen.“ Für den Fischereiverein Meran ist das Vorhaben der Alperia sowie die grundsätzliche Zustimmung zur Spülung durch die Landesämter ein „klassischer Schildbürgerstreich“. Die eine Hand stelle Millionen von Euro zur Verfügung, um verlorene Ökosysteme wieder herzustellen „und die andere macht alles wieder zunichte.“ Dabei gebe es mit der heutigen Technik Möglichkeiten einer weit weniger invasiven Stauraumbewirtschaftung.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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