Die erste Auflage des Festivals „suido“, das noch bis zum 26. September in Schluderns stattfindet, steht unter dem Motto „a Viecherei“. Zur Eröffnung gab es ein Geburtstags-Konzert für die Bürgergenossenschaft Obervinschgau in der St.-Veit-Kirche auf dem Tartscher Bühel.
Konrad Meßner (links) und Martina Schäfer (rechts)

„Festival hinter den Bergen“ ist angelaufen

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Tartsch/Schluderns - Auf 12 Jahre ist das Festival „suido“ (sie da) ausgelegt. Die heurige erste Auflage steht unter dem Motto „a Viecherei“. Wie die Präsidentin der Bürgergenossenschaft Obervinschgau (BGO), Martina Schäfer, am 20. September beim Eröffnungskonzert auf dem Tartscher Bühel ankündigte, wird die Festivalreihe jedes Jahr ein anderes Thema aufgreifen. Träger von „suido. Vom schöneren Leben – Das Festival hinter den Bergen“ ist die BGO, die heuer das 10-jährige Bestehen feiert. Auf das Geburtstags-Konzert für die BGO mit dem Akkordeonspieler Siggi Haider aus Tirol, der in der St.-Veit-Kirche Werke von Werner Pirchner auf dem Akkordeon des Komponisten spielte, folgte am 21. September im Kulturhaus in Schluderns das eigentliche Eröffnungskonzert des Festivals. „Neben Siggi Haider werden auch die Akkordeonisten Flurin Caviezel aus Graubünden, David Frank aus Matsch und der italienische Großmeister Riccardo Tesi zu hören sein”, kündigte der Festival-Kurator Konrad Meßner auf dem Tartscher Bühel an. Dreh- und Angelpunkt der ersten Festival-Auflage ist das Kulturhaus in Schluderns. Noch bis zum 26. September stehen in Schluderns und Umgebung geführte Wanderungen, Musikwerkstätten und Konzerte auf dem Programm. Zu den Höhepunkten gehört am 26. September die Tierschau „Meine Lieblingskuh“ in Schluderns. Die Bewertung der Tiere erfolgt nach der Analysemethode „Triple aAa“. Alexander Agethle, Mitinitiator des Festivals, Bio-Landwirt und Milchbauer, sieht das Potenzial des Festivals in der Verbindung unterschiedlicher Perspektiven: „Die Landwirtschaft hat sich in wenigen Jahrzehnten enorm verändert – und mit ihr unser Verhältnis zu Tieren, Landschaft und Lebensmitteln. Wir wollen hinschauen, verstehen und Menschen zusammenbringen, die normalerweise vielleicht nicht am selben Tisch sitzen. Daraus können neue Ideen für die Zukunft entstehen.“ Konrad Meßner ergänzt: „Wer bei ‚a Viecherei‘ nur an Kühe und Landwirtschaft denkt, denkt zu kurz. Wir wollen jedenfalls weitere Zusammenhänge sichtbar machen – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Neugier und Freude an der Begegnung.“ Michael Hofer, Koordinator des Festivals und BGO-Geschäftsführer, sagt: „Für uns ist ‚suido‘ dann gelungen, wenn am Ende nicht nur über einzelne Veranstaltungen gesprochen wird, sondern neue Begegnungen und Verbindungen entstanden sind. Schon in der Vorbereitung haben unglaublich viele Menschen Verantwortung übernommen.“ Alle Infos zum neuen Festival gibt es im Internet (www.suido.bz).

Josef Laner
Josef Laner

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