Das Führungsteam des Jugenddienstes Obervinschgau (von links): Geschäftsführer Philipp Tappeiner, Sarah Pitscheider, Karin Hutter und Vorsitzende Claudia Wunderer.

Für eine starke Jugend

Publiziert in 9 / 2026 - Erschienen am 5. Mai 2026

Spondinig - „Jugendarbeit wirkt. Sie stärkt junge Menschen, fördert Teilhabe und gestaltet Zukunft.“ Das hat sich der Jugenddienst Obervinschgau auf seine Fahne geschrieben. Seine Arbeit soll ein Beitrag zu einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft sein, indem er junge Menschen begleitet, ihnen neue Perspektiven eröffnet und ihnen hilft, einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Bei der jüngsten Vollversammlung des Jugenddienstes Obervinschgau in Spondinig wurde diese Vision einmal mehr deutlich gemacht. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Claudia Wunderer, einer übersichtlichen Abschlussrechnung des Geschäftsführers Philipp Tappeiner und der Entlastung des Vorstandes durch Samuel Marseiler, Mitglied des Kontrollorgans, warf Philipp Tappeiner einen Blick zurück auf das Jahr 2025. Das vergangene Jahr war für den Jugenddienst Obervinschgau vor allem ein Jahr der Basisentwicklung und der Weichenstellung. „Um gute sozialräumliche Jugendarbeit machen zu können, muss man über die Gemeinde hinaus ein Team sein und den Austausch sowie die Zusammenarbeit pflegen“, so der Geschäftsführer. Der Jugenddienst sieht sich auch als attraktiver Arbeitgeber im ländlichen Raum.

Große Wertschätzung für Jugendarbeit

Der Jugenddienst ist Träger für Jugendtreffs in mehreren Gemeinden, und die Mitsprache der Jugendlichen ist dem Jugenddienst sehr wichtig. So wurden parallel zu den Gemeinderatswahlen sogenannte Schattenwahlen durchgeführt, die eine hohe Wahlbeteiligung aufwiesen. In Lichtenberg wird am 9. Mai ein neuer Jugendraum eröffnet, an deren Gestaltung die Jugendlichen von Baubeginn an aktiv beteiligt waren. So könne Eigenverantwortung gestärkt werden, betonte der Geschäftsführer. Beim Umfrageformat „Deinung“ sollen junge Menschen die Meinungen anderer Jugendlicher zu bestimmten Themen sammeln und diese auf Social Media veröffentlichen. Digitale Jugendarbeit habe mittlerweile einen hohen Stellenwert; man müsse die Jugendlichen in ihrer Medienkompetenz begleiten und fördern, aber bewusst auch analoge Angebote bereitstellen. Die offene Jugendarbeit Obervinschgau erfahre große Wertschätzung, so Philipp Tappeiner, und die Gemeinden seien bereit, mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Deshalb plane man, sie auch weiter auszubauen. Über 18.500 Besuche habe es im Jahr 2025 in den Jugendtreffs und -zentren gegeben. Als ein sichtbares Zeichen sei der Youth-Info-Screen am Bahnhof in Mals geschaffen worden, wo Jugendliche verschiedenste Infos bekommen. „Wir erreichen nicht alle Jugendlichen in unseren Treffs, deshalb müssen wir sie dort auffangen, wo sie in ihrer Freizeit sind“. Knapp 2.500 Kontakte habe es so in der mobilen Jugendarbeit gegeben. Hier liege der Fokus auf Beziehung und Akzeptanz. Die Vollversammlung schloss mit dem Dank der Vertretungen von Gemeinden und Pfarreien für die erfolgreiche Jugendarbeit im Oberen Vinschgau.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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