Roman Schwienbacher (links) und Günther Pircher, Präsident und Vizepräsident des Tourismusvereins, verhandeln derzeit über einen möglichen Verkauf.
Der Sessellift „Latsch Eins“ besteht seit rund 50 Jahren. Am 9. Mai startet der Lift in die Sommersaison.

Große Pläne für die Tarscher Alm

Publiziert in 9 / 2026 - Erschienen am 5. Mai 2026

Tarsch - „Die Verhandlungen mit der Investorengruppe sind auf einem guten Weg. Es sieht nicht schlecht aus“, bestätigt Roman Schwienbacher, der Präsident des Tourismusvereins Latsch-Martell, gegenüber dem der Vinschger. Zur Erinnerung: Eine Gruppe von Interessenten will die Lifte und Liegenschaften an der Tarscher Alm, die sich im Besitz des Tourismusvereins befinden, erwerben und ausbauen. Die Fraktion Tarsch, die als Grundeigentümerin ihre Zustimmung geben muss, prüft aktuell alle Möglichkeiten. Entsprechende Verträge werden derzeit ausgearbeitet. Bereits in den nächsten Wochen könnte es hierbei aber konkreter werden, wie zuletzt durchsickerte. 2011 herrschte auf der Tarscher Alm letztmals Winterbetrieb. Damals kam das Aus des spanischen Investors Jaime Lorenzo Blanco. 2014 übernahm der Tourismusverein die Anlagen und sorgte seitdem für den Sommerbetrieb. Von der Talstation geht es dabei mit dem rund 50 Jahre alten Sessellift „Latsch Eins“ hinauf zur Bergstation. Die Liftanlage muss jedoch regelmäßig revisioniert werden. 2020 stand die sehr kostspielige 40-Jahres-Revision auf dem Programm, 2025 die 5-Jahres-Revision. 2030 würde für den Zubringerlift eine weitere Revision anstehen, diese wäre jedoch aufgrund der hohen Kosten für den Tourismusverein nicht machbar – sprich, eine neue Anlage wäre fällig. Dies wiederum könne der Tourismusverein nicht stemmen. Um nicht jährlich noch mehr Geld investieren zu müssen, stand auch die Einstellung der Tätigkeit einige Jahre früher im Raum. 

Zubringerbahn von Latsch aus

Mit der Investorengruppe, die vor allem auch auf den Winterbetrieb setzen würde, wäre das Ski- und Wandergebiet sozusagen „gerettet“. Investiert werden soll dabei nicht nur in den Zubringerlift und die Anlagen im Skigebiet. Angedacht sind auch eine Verbindung mit Ulten sowie eine Zubringerbahn ausgehend von Latsch, die bei der Talstation der Seilbahn St. Martin entstehen könnte. Dies sei eine wichtige Voraussetzung, um kein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Dörfer Latsch und Tarsch zu verursachen.

Michael Andres
Michael Andres

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