Mehr Zeit für die Pläne in Kurzras
Schnals - „Die Weiterentwicklung von Kurzras ist für das Skigebiet unverzichtbar und für das ganze Schnalstal positiv“, fand der Schnalser Bürgermeister Peter Grüner gegenüber dem der Vinschger klare Worte. Mehrheitlich genehmigte der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag, 1. September, Punkt drei der Tagesordnung. Dieser lautete: „Raumordnung und Bauwesen – Tourismus, Bettenstopp – Verlängerung der Frist von 4 auf 9 Jahren für die Schaffung von Gästebetten in bereits ausgewiesenen Zonen für touristische Einrichtungen oder eines bereits bestehenden Tourismusentwicklungsgebietes in der Gemeinde Schnals“. Konkret ging es dabei insbesondere um die Zone „Kurzras 2“, wo insgesamt 600 Betten entstehen können. Zur Erinnerung: Da Schnals zu jenen Gemeinden Südtirols gehört, die als strukturschwach und von Abwanderung betroffen gelten, können bestehende Bettenrechte trotz des Bettenstopps unter bestimmten Voraussetzungen um fünf Jahre verlängert werden. Die Regelung betrifft bereits ausgewiesene Tourismuszonen, in denen die vorgesehenen Betten noch nicht realisiert wurden. Bis Ende September müssen die Gemeinden darüber entscheiden – sonst verfallen die Bettenrechte mit Ablauf der allgemeinen Frist. Damit die Verlängerung zustande kommt, ist eine Zustimmung des Gemeinderats notwendig.
Zone soll langsam wachsen
Mit zehn Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der Punkt genehmigt. Bürgermeister Peter Grüner hatte als Mitarbeiter der Schnalstaler Gletscherbahnen, die zur Athesia-Gruppe gehören, vorsorglich den Raum verlassen. Mit der Genehmigung haben die Bauherren nun fünf Jahre Zeit, die Durchführungspläne zu erstellen, Projekte einzureichen und sämtliche Vorschriften zu erfüllen. Dann dürften auch die entsprechenden Baugenehmigungen erteilt werden. Da maximal 150 Betten pro Betrieb zulässig sind, sollen vier verschiedene Betriebe durch vier verschiedene Gesellschaften entstehen. Der gesamte Grund gehört der Athesia-Gruppe. Die Zone solle langsam und organisch wachsen, etwaige Bedenken in Sachen Verkehr etc. würden ernst genommen, versicherte der Bürgermeister.
Auch Campingplatz
Auch eine weitere Zone fiel unter Punkt drei der Tagesordnung, und zwar die Tourismuszone in der Sportzone Texel. Dort soll ein Campingplatz mit rund 30 Stellplätzen entstehen. Grundbesitzer ist der in Unser Frau im Schnalstal ansässige Familienbetrieb Rainhof. „Es ist wichtig und gut, wenn sich in Schnals einiges tut“, lobte Bürgermeister Peter Grüner.