Großes Schauspiel in Schlanders
Die neue Theatersaison des Südtiroler Kulturinstituts
Ein turbulentes Stück über heutige Politik: „Putsch“, inszeniert am Metropoltheater München.
Ein Stück über die große Künstlerin Frida Kahlo: „Frida – Viva la Vida“, inszeniert am Vorarlberger Landestheater.
Herbert Knaup und Samuel Finzi interpretieren Charles Dickens’ „Eine Weihnachtsgeschichte“.
In Calle Fuhrs neuem Stück „Die Quelle“ steht auch die Südtirolerin Gerti Drassl mit auf der Bühne.
Anne Diemer und Heio von Stetten spielen in dem Stück „Sophia“ einen Wissenschaftler und seine künstlich-intelligente Lebenspartnerin.
Mit Sebastian Bezzel und Götz Otto stehen zwei Filmstars in der Komödie „Geheimnisse“ auf der Bühne.

Bekannte Stars zu Gast in Schlanders

Mit Sebastian Bezzel, Herbert Knaup, Gerti Drassl oder Heio von Stetten holt das Südtiroler Kulturinstitut in der neuen Theatersaison etliche Publikumslieblinge auf die Bühne des Kulturhauses in Schlanders. Sechs Aufführungen erwarten das Publikum in dieser Spielzeit. Sie beleuchten unter dem Motto „Zwischentöne“ humorvoll wie kritisch die Gegenwart.

Publiziert in 16 / 2026 - Erschienen am 8. September 2026

Schlanders - Mit der Komödie „Geheimnisse“ von Sébastien Blanc eröffnet das St. Pauli Theater aus Hamburg am 13. Oktober die Spielzeit des Südtiroler Kulturinstituts in Schlanders. Geheimnisse haben die Zwillinge Éric und Jérôme in diesem Stück jede Menge voreinander. Und sie teilen sie jeweils mit ihrem gemeinsamen Freund Fabien, der natürlich nichts verraten soll. Als sich die drei das Finale der French Open anschauen wollen, hat Fabien alle Hände voll zu tun, um das sich anbahnende völlige Zerwürfnis der beiden Brüder zu verhindern. 

In die Doppelrolle der Zwillinge schlüpft Sebastian Bezzel, bekannt als Eberhofer aus der bayrischen Kultserie, Fabien wird gespielt von Götz Otto, bekannt u. a. als der James-Bond-Bösewicht aus „Der Morgen stirbt nie“.

Schlachtplatte der Politik

Mit „Kalter weißer Mann“ landete Dietmar Jacobs in der vergangenen Spielzeit einen Hit. Sein neues Stück „Putsch. Anleitung zur Zerstörung der Demokratie“, das er gemeinsam mit Alistair Beaton geschrieben hat, ist nicht minder bissig. Hauptfigur ist Klara, eine erfolgreiche Stand-Up-Comedian mit eigener TV-Show. Nach einer unbequemen Äußerung wird ihre Sendung abgesetzt, was öffentlich als Akt der Zensur gelesen wird. Klara avanciert dadurch – eher unfreiwillig – zur Ikone der Meinungsfreiheit, und auch die rechtspopulistische UHD-Partei nutzt sie für den eigenen Aufstieg. Zu sehen ist diese Satire auf die Politik in der Inszenierung des Metropoltheaters aus München. 

Ein grandioses Duo

Passend zum Advent, steht Charles Dickens Klassiker „Eine Weihnachtsgeschichte“ auf dem Programm, interpretiert von einem grandiosen und prominenten Schauspielerduo – Herbert Knaup und Samuel Finzi – und musikalisch untermalt von fünf Streicherinnen. 

Die Geschichte vom alten Geizkragen Ebenezer Scrooge, den vier Geister zum Besseren bekehren, wird hier zum unterhaltsamen Bühnenmärchen mit Musik. 

Hommage an Frida Kahlo

Der großen Künstlerin Frida Kahlo widmet das Vorarlberger Landestheater mit dem Stück „Frida – Viva la Vida“ von Leopold Huber eine Hommage. Seit ihrer Kindheit begleiteten Frida Kahlo körperliche Einschränkungen: Von einer Kinderlähmung blieb ihr ein verkürztes, schwächeres Bein. Zudem forderten die Folgen eines schweren Busunfalls lebenslänglich ihre Kräfte heraus. Die vielen Schicksalsschläge ihres Lebens hat sie in ihrer unvergleichlichen Kunst verarbeitet. Die Schauspielerin Vivienne Causemann verkörpert das Leben dieser starken Frau auf der Bühne. 

Profit oder Wahrheit

Nach erfolgreichen Stücken wie „Die Redaktion“ oder „Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“ legt Calle Fuhr mit „Die Quelle“ ein weiteres spannendes Stück über Wirtschaft, Macht und investigativen Journalismus vor: Aus einer Pipeline in Niederösterreich strömt Methan. Kühe fallen tot um. Der zuständige Konzern, Power, übt sich in Stillschweigen – aus Sorge um den Aktienkurs. Doch jemand gibt die brisante Information weiter. Ein dynamisches Katz-und-Maus-Spiel zwischen Konzern, engagierten Medien und einem geheimnisvollen Whistleblower beginnt. In der Uraufführung des Theaters am Werk aus Wien spielt u. a. Gerti Drassl mit, und zwar in der Rolle einer Pressechefin, die mit allen Wassern gewaschen ist.

Verliebt in einen Roboter

Wenn es mit der Frau nicht mehr klappt, dann her mit der Maschine! Das hat sich Wolfgang gedacht, der seiner Tochter und ihrem Freund seine neue Lebensgefährtin vorstellt: Es ist Sophia, eine Roboterfrau, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz. Dieses Szenario hat sich Moritz Rinke für seine Komödie „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ ausgedacht, mit der das Renaissance-Theater aus Berlin in Schlanders gastiert. Zwei aus Fernsehfilmen bestens bekannte Stars stehen hier in den Hauptrollen auf der Bühne: Heio von Stetten übernimmt die Rolle des Wolfgang, dem die neue „Frau“ an seiner Seite, gespielt von Anne Diemer, schnell unheimlich wird. 

Neben den Aufführungen am Abend bietet das Südtiroler Kulturinstitut in Schlanders und Naturns auch Kinder- und Jugendtheateraufführungen für Schulklassen an: Das Kindermusical „In 80 Tagen um die Welt“, das Kindertheaterstück „Moby Dick“ und die Jugendtheaterstücke „1984“ und „Troja“. 

Das Südtiroler Kulturinstitut dankt der Abteilung deutsche Kultur der Südtiroler Landesregierung, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, den Gemeinden und den Mitgliedern der Unternehmerinitiative Wirtschaft & Kultur für ihre Unterstützung sowie dem Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders für die Zusammenarbeit.

Das Programm des Südtiroler Kulturinstituts in Schlanders

Dienstag, 13. Oktober 2026
St. Pauli Theater, Hamburg
Sébastien Blanc: Geheimnisse

Dienstag, 24. November 2026
Metropoltheater München
Dietmar Jacobs/Alistair Beaton: Putsch

Samstag, 12. Dezember 2026
Samuel Finzi & Herbert Knaup
Charles Dickens:
Eine Weihnachtsgeschichte

Mittwoch, 20. Jänner 2027
Vorarlberger Landestheater
Leopold Huber: Frida – Viva la Vida

Dienstag, 2. März 2027
Theater am Werk, Wien
Calle Fuhr: Die Quelle

Dienstag, 20. April 2027
Renaissance-Theater Berlin
Moritz Rinke: Sophia
oder Das Ende der Humanisten

Alle Veranstaltungen finden im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders statt, Beginn: 19:30 Uhr.
Es wird ein kostenloser Kulturbus ab Reschen und zurück angeboten. 

Informationen, Abo-Verkauf: Südtiroler Kulturinstitut, Schlernstraße 1 (Waltherhaus), Bozen

Tel. 0471 313 800
info@kulturinstitut.org
www.kulturinstitut.org

Einzelkarten-Verkauf ab 15.09. auch online unter www.kulturinstitut.org

Redaktion

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