Eine Erdbeeranlage im Vinschgau.

„Noch stärker auf Nischenprodukte setzen“

Publiziert in 14 / 2013 - Erschienen am 17. April 2013
Landwirtschaft: Gemüse-, Beeren- und Kräuteranbau ­­ausbauen. ESF-Projekt NiKuPas in Burgeis vorgestellt. Burgeis - Nischenprodukte wie heimische Kräuter, Himbeeren, Kirschen oder Blumenkohl liegen im Trend und werden immer öfter nachgefragt. Daher haben der Südtiroler Bauernbund, die Bezirksgemeinschaft Vinschgau, das Versuchszentrum Laimburg und das TIS das ESF-Projekt NiKuPas gestartet, das interessierten Anbauern den Start mit ­Nischenprodukten erleichtern soll. Gemüse, Kräuter, Beeren und Steinobst sollen noch stärker als bisher ein zusätzliches Standbein in der Vinschger Landwirtschaft werden. „Das vom Europäischen Sozialfonds mitfinanzierte Projekt NiKuPas unterstützt Bauern, die Nischenprodukte anbauen, veredeln und vermarkten wollen“, erklärte Irene Unterkofler, die im Bauernbund für das Projekt verantwortlich ist, auf einer Informationsveranstaltung in der Fachschule Fürstenburg in Burgeis. In einem ersten Schritt wurde von den Experten der Laimburg geprüft, welche Nischenkulturen an welchen Standorten im Tal und in der Höhe angebaut werden können. „Unsere Experten sind überzeugt, dass im Vinschgau ein großes Potential für Nischenkulturen vorhanden ist“, so Unterkofler. Es sei aber jeder Standort gesondert auf seine Eignung vor allem hinsichtlich Klima und Boden zu prüfen. „Besonders wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung. Zudem ist auf den Bedarf an Arbeitskräften zu achten und auf die teils hohen Investitionskosten. Bei allen Fragen zum Anbau stehen den Bauern im ESF-Projekt die Experten der Laimburg beratend zur Seite“, so Unterkofler. Zweite wichtige Voraussetzung: der Verkauf. Bei der Veranstaltung in Burgeis haben sich bereits interessierte Abnehmer präsentiert. Die Marteller Erzeugergenossenschaft MEG sowie die Genossenschaften OVEG und ALPE haben konkretes Interesse an der Vermarktung von Gemüse (besonders Blumenkohl), Steinobst (vor allem Kirschen, Marillen), Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren usw.) und Kräutern geäußert. Zudem sollen weitere Vertreter aus dem Bereich Genossenschaften/Versteigerungen an Vinschger ­Nischenkulturen interessiert sein. Positiv sieht auch das Cluster ­Alimentaris des TIS innovation park den Anbau von Nischenprodukten. Laut ersten Marktanalysen haben der Handel, die Gastronomie und Hotellerie ein Interesse an heimischen Produkten. Wer auf diese Absatzschienen setzen will, erhält professionelle Unterstützung durch die Experten des TIS. Eine weitere Chance liegt in der Direktvermarktung, so die Abteilung Marketing im Bauernbund. Interessenten gesucht Nun werden Vinschger Bauern, die an Nischenkulturen interessiert sind, für den Projektstart gesucht. Diese können sich beim Projektkoordinator im Bauernbund, Lukas ­Unterhofer melden (Tel. 0471 999 363; lukas.unterhofer@sbb.it). red

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.