Das jüngste Yak-Kalb

Perfektes Habitat

Publiziert in 30 / 2014 - Erschienen am 3. September 2014
Sulden - „Aufgrund der Kälte und der Höhe der Weideflächen auf Madritsch finden die Yaks hier ein perfektes Habitat vor.“ Die sagte Reinhold Messner, als er am 26. Juni mit Hilfe von Paul Hanny, Roland Thöni, Werner Kiem und Robert Eberhöfer seine Yak-Herde auftrieb. Der Yak-Auftrieb zieht bereits seit fast drei Jahrzehnten jedes Jahr viele Schaulustige aus nah und fern sowie Fernsehteams und Journalisten nach Sulden. Messner nimmt sich an diesem Tag immer viel Zeit für alle. Er klärt über die Eigenschaften der in Zentralasien beheimateten Yaks auf, begründet stichhaltig, warum sich die Tiere in Sulden wohl fühlen und erzählt von der Cho Oyu-Expedition 1982, als ihn Paul Hanny dazu überredete, Yaks nach Sulden zu bringen. Heuer trieb der Yak-Bauer Reinhold Messner 18 Tiere auf, darunter drei neugeborene Kälber und einen stattlichen Stier. Ein zweiter Stier und eine Handvoll weiterer Tiere bleiben im Tal. Einheimische und Gäste wurden mehrfach dazu aufgerufen, sich den an und für sich friedlichen Tieren auf den Weiden nicht zu nähern, denn speziell Kühe, die Kälber führen, könnten unter Umständen aggressiv werden. Dass Flächen, die im Winter als Pisten genutzt werden, im Sommer beweidet werden, wertet Messner als einen Vorteil, von dem die Seilbahnen Sulden profitieren. Wie Messner am Rande erklärte, könnte er es sich gut vorstellen, einen weiteren „Exoten“ im Vinschgau einzubürgern, und zwar einen Nadelbaum. Er bezog sich auf die Himalaya-Zeder, die am Vinschger Sonnenberg gute Bedingungen vorfände. Auf Schloss Juval jedenfalls hat er schon vor geraumer Zeit Himalaya-Zedern gepflanzt, die prächtig gedeihen. Ein besonderer Ehrengast war heuer der ehemalige Skirennläufer Marc Girardelli, der als Medienmacher tätig ist (Urlaubsmagazin „alpin aktuell“) und zusammen mit Eckhard Hämmerle angereist war. Hohe Auszeichnung Juval/Rom – Reinhold Messner darf sich übrigens seit wenigen Tagen über eine hohe Auszeichnung freuen. Staatspräsident Giorgio Napolitano verlieh ihm für sein kulturellen Wirken und speziell für seine Arbeit und seine Projekte als Museumsgestalter den Titel „Grande Ufficiale“. Sepp

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