Viel Applaus für Haydns „musikalischen Urknall“
Prad am Stjilfserjoch - Über 70 begeisterte Sängerinnen und Sänger des Bezirkschors Burggrafenamt-Vinschgau (Projektchor des Südtiroler Chorverbandes), über 30 Mitglieder des Ensembles „Cum Tempore“ sowie die Solistin Elisabeth Hofer (Sopran) und die Solisten Renzo Huber (Tenor) und Hermann Kiebacher (Bass) brachten am 2. Mai in der voll besetzten Pfarrkirche Maria Königin in Prad unter der Gesamtleitung von Josef Sagmeister das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn zur Aufführung. Viele Musikfreunde aus dem ganzen Vinschgau und darüber hinaus waren nach Prad gekommen, um Haydns „musikalische“ Erzählung von der Erschaffung der Welt mitzuhören und mitzuerleben. Pfarrer, Hausherr und Mitsänger Konrad Gasser führte einleitend in das „wunderbare Werk“ von Haydn ein und rief dazu auf, immer wieder über die Schöpfung nachzudenken, sie zu erhalten und zu schützen. „Die Schöpfung“ von Haydn gilt als „musikalischer Urknall einer zeitgeschichtlichen Zeitenwende“. Das Werk, entstanden von 1796 bis 1798, „verbindet anschauliche Naturdarstellung, orchestrale Finesse und feierliche Chöre, um die Erschaffung der Welt nach der Genesis zu beschreiben.“ Das Publikum zollte den insgesamt über 100 Mitwirkenden, denen der große Chorraum ausreichend Platz für den gemeinsamen Auftritt bot, viel Applaus. Ein großer Dank für die Mithilfe, Mitorganisation und Unterstützung der „großen Kulturveranstaltung“ wurde dem Südtiroler Chorverband, dem Verein Musica Viva Vinschgau, der Musikkapelle Prad, dem Pfarrgemeinderat Prad und dem Kirchenchor Prad ausgesprochen sowie der Raiffeisenkasse Prad-Taufers. Am 3. Mai wurde „Die Schöpfung“ von Haydn im Kursaal in Meran aufgeführt.