Kurt Ratschiller (l.) und Erich Tscholl

Viele Marillen und wenig „weißes Material“

Publiziert in 14 / 2026 - Erschienen am 28. Juli 2026

Laas - Der VIP-Vertriebsleiter Kurt Ratschiller hatte für die Vorstellung der „m&m-Kulturzeitschrift“ und des heurigen Programms von „Marmor & Marillen“ originale Vinschger Marillen sowie Bergmarillen der Sorte Goldrich zum Verkosten mitgebracht. Nach einem guten Marillenjahr 2025 kündigte er auch für heuer eine gute Ernte an: „Es gab keine frostbedingten Ausfälle.“ Die Ernte sei im Vergleich zu 2025 aufgrund der hohen Temperaturen um 5 bis 6 Tage früher angelaufen. Mit genauen Prognosen konnte Ratschiller am 13. Juli allerdings noch nicht aufwarten: „Nicht gut für die Marillen wären anhaltende Niederschläge, aber davon ist momentan nicht auszugehen.“ Beim Kulturfest dürften jedenfalls hochwertige Marillen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Von Hormus-Sperre betroffen

Dass die Lasa Marmo das, was weltweit geschieht, „hautnah und schnell“ zu spüren bekommt, bestätigte Erich Tscholl, der Geschäftsführer der Lasa Marmo. Konkret bezog er sich auf die Sperre der Straße von Hormus, der Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten verbindet. Die Meerenge ist seit Ende Februar 2026 Schauplatz von Blockaden und Angriffen, unlängst wurde sie vom Iran erneut blockiert. „Infolge der Sperre ist auch unser Markt in der dortigen Region blockiert“, sagte Tscholl. Was den Marmorabbau in Laas generell betrifft, stellte der Geschäftsführer fest, „dass wir zu wenig ‚weißes Material‘ haben. Unsere dahingehenden Befürchtungen haben sich leider bestätigt.“ Das Unternehmen bemühe sich daher um die Erschließung neuer Brüche. Dies aber nicht im Alleingang, sondern in Absprache bzw. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Eigenverwaltung und allen weiteren Involvierten. Nicht unerwähnt ließ Tscholl auch den Abtransport der Marmorblöcke über die Straße, was zu Belastungen für die Anrainer führt. Nach wie vor auf der Suche sei das Unternehmen nach Fachkräften. Dass die Lasa Marmo besondere Arbeitsplätze für junge Menschen zu bieten hat, ist auch in einem Beitrag in der neuen „m&m“-Zeitung nachzulesen.

Josef Laner
Josef Laner

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